Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

Alle Vorführungen im
Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln
September




Mi, 07.09. // 21 Uhr
DIE NÄCHTE SIND VOLLER GEFAHREN
Regie: Leopoldo Savona
OT: Le notti dei Teddy Boys, Italien 1959, ca. 83 Min., 35mm, DF, FSK 16

„Drei Jungens in den Flegeljahren, die sich selbst überlassen sind: Constantinos Eltern vergnügen sich lieber getrennt mit ihren Liebhabern, Mario verachtet wie seine bereits in die Prostitution geflohene Schwester die kleinbürgerliche Enge zu Hause, und Nino hat die Eintönigkeit des Landlebens hinter sich gelassen, um sich in der Stadt in Abenteuer zu stürzen. Nun streifen sie gemeinsam durch die Nächte. Doch vom neugierigen Belauschen der Liebespaare in den am Stadtrand geparkten Autos bis zur gezielten Erpressung ertappter Ehebrecher ist es nur ein kleiner Schritt, den sie zur Aufbesserung des Taschengeldes schnell zu tun bereit sind…
Ähnlich wie im bundesdeutschen Kino kam auch in Italien ab Mitte der 50er Jahre zunehmend die von der Elterngeneration zugleich misstrauisch beäugte und allein gelassene Nachkriegsgeneration auf die Leinwände. ‚Halbstarken-Filme‘ bildeten ein eigenes kleines Genre, das sich zwischen Sozialkritik, Humor, Moralisierung und dem mitunter sensationslüsternen Auskosten des ‚Großstadtsumpfs‘ den vermeintlichen oder tatsächlichen Problemen der Jugend annahm. Zu sehen ist ein rarer, nie auf Video oder DVD erschienener Vertreter.“ Terza Visione


Mi, 14.09 // 21 Uhr
THE BOSTON STRANGLER
Regie: Richard Fleischer
dt: Der Frauenmörder von Boston, USA 1969, ca. 116 Min., 35mm, OV, FSK 16

Der Fall Albert DeSalvos, der in in einem Zeitraum von 18 Monaten (1962-64) 13 Frauen ermordete, ist der dritte Film aus Richard Fleischers Triebverbrecher-Trilogie.

„Absorbin drama, semi-documentary style, detailing rise, manhunt, capture, prosecution of notorious criminal.“ Leonard Maltin

„Halbdokumentarischer Spielfilm über die Taten, die Ergreifung und die psychiatrische Untersuchung eines schizophrenen Frauenmörders, beruhend auf authentischen Ereignissen im Boston der 60er Jahre. Die aufklärerischen Ambitionen verbinden sich nicht immer glücklich mit den konventionellen Thrillerelementen. Sehenswert: Tony Curtis in der Rolle des Täters.“ Lexikon des internationalen Films


Mi, 21.09.
ZARDOZ
Regie: John Boorman
Großbritannien 1974, ca. 106 Min., 35mm, DF, FSK 16

„Ein gigantischer Steinkopf schwebt über der grünen Landschaft der irischen Wicklow Mountains. Aus der Ferne kommen johlende, leicht bekleidete Männer angeritten, die mit ihren Gewehren hantieren. Dann ist Zeit für den Gottesdienst. ‚Die Waffe ist gut. Der Penis ist böse‘, lautet die simple Botschaft von Zardoz. Das eine soll das andere ersetzen. Um die Erde zu reinigen, muss bestehendes Leben ausgelöscht und die Entstehung von neuem unterbunden werden. Zur Hostienvergabe spuckt der Kopf schließlich Unmengen an Waffen aus. Neue Spielzeuge für die triebgesteuerten Krieger, die sie von unkeuschen Gedanken abbringen sollen. …
Als ZARDOZ in die Kinos kam, lautete der Werbeslogan: ‚Beyond 1984, Beyond 2001, Beyond Love, Beyond Death‘. Tatsächlich ist John Boormans einmaliger Ausflug in die Science-Fiction jenseits von allem. Für das Genre wirkt die Handlung ungewöhnlich abgehoben und sexualisiert, die Ausstattung geradezu wahnwitzig. Und doch ist ZARDOZ genau aus diesem Grund so bemerkenswert. Boorman lässt sich nicht einengen von den Regeln des guten Geschmacks oder gesunden Menschenverstandes und gibt sich vollkommen seinen maßlosen Gedankenspielen hin. … Ein Klassiker des psychedelischen Films!“ critic.de

„Dieses abstruse Machwerk erfordert schon viel Gutdünken, um darin etwas Anspruchsvolles sehen zu können. Ich für meinen Teil kann Derartiges nicht finden, denn ZARDOZ ist einfach gnadenlos schwachsinnig! … Die meiste Zeit über wirkt es so, als hätte das Drehbuch ein Späthippie im Drogenrausch geschrieben. … Für mich auch ein Rätsel, wie Sean Connery sich für diesen Blödsinn gewinnen ließ und die meiste Zeit in einer roten Badehose durch die Gegend hopst. Nein, nein, ‚Kunst‘ sieht anders aus!“ User-Review, OFDB


Sa, 24.09., 20:30 Uhr (!)
James Bond Double Nr#3:
FEUERBALL & LIZENZ ZUM TÖTEN

something weird cinema erfreut erneut unsere Herzen mit einem James Bond 007 Double Feature für die Unterhaltung der gehobenen Extra-Spitzenklasse!
Eintritt: 12,00 Euro / Ermäßigt 10,00 Euro

FEUERBALL
Regie: Terence Young
Großbritannien 1965, ca. 134 Min, 35mm, DF, FSK 16

Der skrupellose Verbrecherboss Largo (Adolfo Celi) bringt ein Natoflugzeug mit zwei Atombomben an Bord in seinen Besitz. Seine Forderung an die Weltmächte: 300 Millionen britische Pfund oder die Vernichtung von 2 Großstädten. Agent James Bond (Sean Connery) bleibt nicht viel Zeit, als er auf den Bahamas die Spur aufnimmt.

„Trotz der üblichen Bond-Zutaten – Grausamkeit, Sex und technische Superlative – und viel Aufwand bleibt dieser Streifen in Spannung und Perfektion hinter den vorausgegangenen zurück. Unsere grundsätzlichen Einwände allerdings bleiben bestehen.“ Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 484/1965

LIZENZ ZUM TÖTEN
Regie: John Glen
Großbritannien/USA 1989, ca. 133 Min, 35mm, DF, FSK 16

Bond ist diesmal auf sich allein gestellt. Wegen eines persönlichen Rachefeldzugs gegen den skrupellosen Drogenkönig Sanchez wurde ihm seine Lizenz zum Töten entzogen. Doch James Bond ist nicht zu stoppen. Als Rächer ohne Legitimation, explosiver und tödlicher als je zuvor, knüpft er an die ersten härteren Bond Abenteuer an.

„LICENCE TO KILL ist ausgezeichnet, als harter Actionfilm, aber auch als eleganter Agententhriller, und es gelingt ihm besser als dem direkten Vorgänger, das Bedürfnis nach Erneuerung und Auffrischung mit der Tradition zu versöhnen. … Es ist schon komisch, was die Zeit mit der Wahrnehmung anstellt: LICENCE TO KILL gilt heute als rehabilitiert und im Grunde genommen ist er deutlich näher dran an dem, was Martin Campbell 2006 mit CASINO ROYALE realisierte, als die aus heutiger Perspektive als kleiner Rückschritt bewertbaren Brosnan-Bonds. Die härtere, rohere Aurichtung des Craig-Bonds wurde weitestgehend begeistert aufgenommen, während man ganz ähnliche Versuche 1989 noch als Stilbruch und Sündenfall empfand. Timothy Dalton kann sich für die verspätete Wertschätzung freilich nichts mehr kaufen. Er hatte das Pech, dass die Zeit für seine Interpretation von Bond noch nicht reif wahr. 15 Jahre Roger Moore ließen sich einfach nicht innerhalb des normalen Veröffentlichungszyklus tilgen.“ Oliver Nöding, Remember it for later


Fr, 30.09.:  t.b.a.