Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

Alle Vorführungen im
Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln
November

Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt.
Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813



Mi. 02.11. // 20 Uhr
HÄUTET SIE LEBEND – UNTERNEHMEN WILDGÄNSE
(SCORTICATELI VIVI)
Italien 1978 – DF – 88 Min. – 35mm
Regie Mario Siciliano
Buch Amedeo Mellone, Mario Siciliano
Kamera Gino Santini – Musik Stelvio Cipriani
Mit Bryan Rostron, Thomas Kerr, Anthony Freeman, Karin Well

Trailer






























Mi. 23.11. // 20 Uhr
AFRICA ADDIO
Italien 1966 – DF – 140 Min. – 35mm
Buch & Regie Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi
Kamera Antonio Climati – Musik Riz Ortolani

»AFRICA ADDIO ist ein Pseudo-Dokumentarfilm aus der sogenannten Mondo-Serie, in dem die Filmemacher Gualtiero Jacopetti und Franco Prosperi unverblümt ihre Meinung kundtun, das postkoloniale Afrika sei dem Untergang geweiht. In ihrem unverschämten, aber durchdachten Werk montieren sie einerseits chaotische Situationen nach dem Weggang der Europäer, Grausamkeiten an Tieren und Menschen sowie gewaltsame Konflikte zwischen Befürwortern und Gegnern des Kolonialismus – um stets Südafrika und das Apartheid-Regime als Vorbild zu stilisieren… […]

Die Erstaufführung des Films, der mit von der FSK gewünschten Änderungen in die deutschen Kinos kam, fand seinerzeit in Frankfurt am Main statt. Linke Studentengruppen versuchten hier mittels Flugblättern und einer Diskussionsveranstaltung das falsche Geschichtsbild des Filmes zu korrigieren. Die Proteste im Rest der Republik, besonders in Westberlin, waren weitaus gravierender: Kinos wurden zerstört und Massendemonstrationen organisiert. Tatsächlich wurde der Film daraufhin (zumindest vorübergehend) vom Verleih abgesetzt.«
(Filmkollektiv Frankfurt)

»AFRICA ADDIO ist ein brutaler, unehrlicher, rassistischer Film. Er verleumdet einen Kontinent und mindert dabei gleichzeitig den menschlichen Geist. Und er tut dies, um uns zu unterhalten.«
(Roger Ebert, 1967)

Trailer

Dezember

Mi. 14.12. // 20 Uhr
ENTFESSELTE BEGIERDE
Regie: Jess Franco
OT: Les Avaleuses, Belgien/Frankreich/Spanien 1973, ca. 90 Min., 35mm, DF, FSK 18

"Auf Madeira geht ein Mörder um. Nicht Frauen fallen ihm zum Opfer, sondern Männer, denen auf dem sexuellen Höhepunkt der Penis abgeschnitten wird. Während die Polizei noch rätselt, weiß der Gerichtsmediziner Dr. Roberts (Jess Franco), dass es sich bei dem Täter um einen Vampir handeln muss. Und er hat Recht: Seit Jahrhunderten geistert die letzte Überlebende eines atlantischen Vampirgeschlechts über die Erde, ihres Lebens müde, aber ohne den Mut, ihr Leben zu beenden…
LES AVALEUSES ist kein Film, der Spoiler provozieren würde. Die Geschichte ist nebensächlich und lediglich behelfsmäßig zusammengezimmerter Irrsinn, der den visuellen Ideen Francos und seiner Romay-Verehrung einen Rahmen verleiht. Das klingt für Nicht-Eingeweihte vielleicht fürchterlich, ist aber für jeden, der Franco zu lieben gelernt hat, ein Fest. LES AVALEUSES ist Franco in Reinform: Reine Poesie, die sich nur schwerlich beschreiben lässt." Oliver Nöding, Remember it for later

"Wer diesen schwülstigen Dreck nicht sieht,hat garantiert nichts verpasst!" OFDb-Noutzerkommentar

Trailer:
www.youtube.com/watch?v=OtjXIcK0nHY&t=53s



Fr. 23.12. // 20 Uhr
JESSY - DIE TREPPE IN DEN TOD
(BLACK CHRISTMAS)

Kanada 1974, Regie: Robert Clark
35 mm, DF, 98 Min.
mit Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder, John Saxon

Leise rieselt der Schnee, bunte Lichter leuchten,Weihnachtsgesänge sind zu hören. Im abgelegenen Studentinnen-Wohnheim befinden sich nur noch ein paar junge Frauen, die sich für ihren Weihnachtsurlaub bereit machen oder die Feiertage an Ort und Stelle verbringen wollen. Die festliche Stimmung wird durch einen unheimlichen, anonymen Anrufer gestört, der die Frauen bedroht und um das Haus herumschleicht. Als bald darauf eine der Studentinnen verschwindet, wird die Polizei gerufen, doch der Psychopath ist nicht aufzufinden…
Von Bob Clark mit atmosphärischem Gespür und stilistischer Feinheit inszeniert, hat der Film heute einen Kultstatus als Slasher-Urgestein, der spätere Klassiker wie HALLOWEEN inspirierte.

Trailer