Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

Alle Vorführungen im
Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln
Juli

Mi, 13. Juli 2016, 21 Uhr
CANDYMANS FLUCH
Regie: Bernard Rose
USA 1992, ca. 95 Min., 35mm, DF, FSK 18

"Während der Recherche für ihre Doktorarbeit über moderne Horrormythen stößt Helen Lyle auf das blutige Treiben des Candyman, auf dessen Konto angeblich zwanzig Morde im Slumviertel Cabrini Green gehen. Wer fünfmal vor dem Spiegel dessen Namen nennt, so heißt es, der rufe den schrecklichen Killer mit der Hakenhand herbei. Anfangs als reine Legende abgetan, mehren sich die Zeichen, daß es den Candyman tatsächlich gibt…
Ok, der 'Candyman' ist nicht 'Pinhead', aber für anderthalb Stunden exzellenten Schrecken ist auch diese Clive-Barker-Adaption gut. Geht es anfangs noch recht mystisch aber unspektakulär zu, wendet sich ab der Mitte des Films das Blatt gänzlich: Der Splatter-Gehalt wird in die Höhe geschraubt und die Action kräftig angezogen. F/X-Techniker Bob Keen darf sich dabei so richtig austoben und hektoliterweise den Himbeersirup vergießen. Ein Großteil der horriblen Wirkung von CANDYMANS FLUCH wird jedoch durch eine geschickte Abmischung der Musik- und Ton-Kulisse erreicht; drei, vier kräftige Schocks sind dabei 100%ig garantiert. Mit „Candyman’s Fluch“ hat Bernard Rose einen Beitrag für den Erwachsenen-Horror-Markt abgeliefert, der sich durchaus sehen und messen lassen kann." Frank Trebbin, Die Angst sitz neben Dir

TRAiLER: www.youtube.com/watch?v=LOnN4M9wB0s



Mi, 20. Juli 2016, 21 Uhr
IM DSCHUNGEL DER MENSCHENFRESSER
Regie: Umberto Lenzi
Italien 1981, ca. 85 Min., 35mm, DF, FSK 18

"Kolumbien. Eine kleine Expedition von jungen Anthropologen, die den Nachweis erbringen wollen, daß es keine Kannibalen mehr gibt, gerät zunächst an eine andere Gruppe, die von einem edelsteinsuchenden Drogendealer angeführt wird, und schließlich mit diesen zusammen in die Hände besagter Ureinwohner, die es angeblich ja nicht mehr geben soll. Die Kannibalen rächen sich unterschiedslos an allen Weißen wegen der ihnen entgegengebrachten Grausamkeiten…
In der blutigen Reihe der Kannibalenfilme stellt Umberto Lenzis Schocker den fragwürdigen Höhepunkt des Subgenres dar. Reißerisch vermarktet, appelliert  der Film in seiner beispiellosen Grausamkeit an niedrige Instinkte und dürfte deshalb nur Gore-Hounds so richtig interessieren. Will man den Werbensprüchen des Verleihs Glauben schenken, so vollzieht sich durchschnittlich alle drei Minuten Gewalt an Mensch oder Tier. Weil sich der Film herb realistisch und relativ distanzlos gibt, mildert nichts die Schärfe der Gewaltverherrlichung und des Rassismus, der in der Darstellung der „Eingeborenen“ einen traurigen Tiefpunkt erreicht." Frank Trebbin, Die Angst sitz neben Dir

"… Anlaß genug, Grausamkeiten am laufenden Band zu zelebrieren, denen durch ein pseudowissenschaftliches Geschwätz sogar noch ein Sinn unterschoben werden soll. Über diese neue Mißgeburt filmischer Phantasie sollten nicht viele Worte verloren werden, wenn da nicht die Art wäre, wie diese Kolportage in Szene gesetzt wurde. Zur Einstimmung auf die Kannibalismusorgien werden im ersten Teil des Films genüßlich tierische Verhaltensweisen zur Schau gestellt: Anakonda zerdrückt Erdferkel. Das Quieken des sterbenden Tieres wird sensible Betrachter noch im Schlaf verfolgen." Joe Hill, film-dienst 26/1981



Fr, 29. Juli 2016, 21:30 Uhr
DIE CITY COBRA
Regie: George P. Cosmatos
USA 1986, ca. 83 Min., 35mm, DF, FSK 18

"Cobra (Sylvester Stallone), der härteste Cop in Los Angeles, macht Jagd auf den Nachtschlitzer, der bereits mehr als ein Dutzend Menschen brutal ermordet hat. Als ein Model (Brigitte Nielsen) zufällig Zeugin eines der Morde wird und der Polizei mitteilen kann, dass es wohl mehr als nur ein Killer ist, gerät sie selbst ins Visier der Killerbande.
DIE CITY-COBRA gehört wohl ganz klar zu den besten Action-Kracher der 80er und dazu noch zu den besten Filmen mit Sylvester Stallone." Schnittberichte

"Ein bluttriefendes Action-Spektakel, das seine gewaltverherrlichende Botschaft teilweise mit faschistoider Mentalität verbreitet." Lexikon des internationalen Films

TRAiLER: www.youtube.com/watch?v=8xaVjUN4EgQ

August


Mi. 03.08. 21 Uhr
ZWEI HIMMELHUNDE AUF DEN WEG ZUR HÖLLE
Regie: Giuseppe Colizzi
OT: Più forte, ragazzi!, Italien 1972, ca. 106 Min., 35mm, DF, FSK 16

„Plata (Terence Hill) und Salud (Bud Spencer) machen im Auftrag von Saluds chronisch unzuverlässigem Bruder Handelsflüge durch Kolumbien und riskieren dabei mehr als einmal Kopf und Kragen. Ihre Glückssträhne scheint gerissen, als sie mitten im kolumbianischen Urwald eine Bruchlandung machen müssen und nun zwischen lauter mittellosen Schürfern festsetzen. Improvisationstalente, die sie sind, verdienen sie sich ein bisschen Geld mit kleinen Flügen, doch beschwören sie damit den Zorn von Mr. Ears herauf, der den gesamten Flugverkehr der Region kontrolliert und seine Schläger auf die beiden ansetzt …

PIÙ FORTE, RAGAZZI! ist der erste gemeinsame Nicht-Western des berühmten Duos und gilt vielen Fans als ihr bester. … Frönen spätere Werke der beiden dem reinen Eskapismus, geht es hier um die Kehrseite abenteuerlichen Aussteigertums, um bittere Armut und die Frage, welchen Weg man einschlägt, um ihr zu entrinnen, und wie viel man dabei von sich selbst aufgeben darf. Die Sozialromantik, in späteren Spencer&Hill-Filmen ihres kritischen Impetus weitestgehend beraubt, ist der Motor von PIÙ FORTE, RAGAZZI!, und es gelingt Colizzi, die Charaktere seiner beiden Protagonisten am schärfsten herauszuarbeiten. …
PIÙ FORTE, RAGAZZI! wird noch nicht von der Formel erdrückt, die er entscheidend mitzuformulieren half und die dann später wieder und wieder abgespult wurde. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist zwar bereits etabliert, Rainer Brandt sorgt mit seiner erneut genialen Synchro für den richtigen Ton, doch stehen Hill & Spencer noch im Dienste einer richtigen Geschichte. … Ein Gottesgeschenk von einem Film, der für mich ohne Frage zu den allergrößten zählt und auf der imaginären Punkteliste natürlich eine glatte 10 erhält.“ Oliver Nöding, Remember it for later

TRAiLER:
https://www.youtube.com/watchv=RB7Xt6jjy8s&index=10&list=PLZB0sJNdTHbwR1L2tHJ4IBpHjxX5Uq6Rb <https://www.youtube.com/watch?v=RB7Xt6jjy8s&index=10&list=PLZB0sJNdTHbwR1L2tHJ4IBpHjxX5Uq6Rb>


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Mi, 10. 08, 21 Uhr
GHOSTBUSTERS - DIE GEISTERJÄGER
Regie: Ivan Reitman
USA 1984, ca. 105 Min., 35mm, DF, FSK 12

Toll Freunde! Zum Kinostart der Neuverfilmung zeigt something weird cinema das geliebte GHOSTBUSTERS Original in deutscher 35mm Cinemascope-Filmkopie. Kommt alle!


"Als die beiden Parapsychologen Venkmann und Spengler wegen ihres mit Chaos und Verwüstung behafteten Berufes von der Universität in New York gefeuert werden, gründen sie mit zwei Freunden die Firma 'Ghostbusters'. Von nun an jagen sie Poltergeister und Kobolde in allen Teilen der Stadt. Eine besondere Aufgabe steht ihnen bevor, als ein Hochhaus am Central Park der Wiedergeburtsort einer uralten Gottheit wird…

Ivan Reitmann, der bereits mit CANNIBAL GIRLS einen wichtigen Genrebeitrag geschaffen hat, verbindet in dem finanziell sehr erfolgreichen GHOSTBUSTERS - DIE GEISTERJÄGER Komik, Spannung, skurrile Einfälle und sehenswerte Spezialeffekte." Frank Trebbin, Die Angst sitz neben Dir

TRAiLER:
<https://www.youtube.com/watch?v=vntAEVjPBzQ>


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Mi, 17. 08., 21 Uhr
SOCIETY
Regie: Brian Yuzna
dt: Dark Society, USA 1989, ca. 95 Min., 35mm, OV, FSK 18

"Bill ist ein typischer Teenager, der mit seiner Familie im noblen Beverly Hills wohnt. Als man in der Schule beginnt, merkwürdige Dinge über seine Eltern zu erzählen, will Bill zusammen mit seinem Freund David der Sache auf den Grund gehen. Bill entdeckt, daß die Gerüchte über bizarre Parties im elterlichen Hause wahr sind und daß die Whitneys nicht von dieser Welt sein können, denn es sind sogenannte Körperwandler, die in Beverly Hills eine eigene Gesellschaft gegründet haben…
… Der Schluß von SOCIETY offenbart dem Zuschauer einige der haarigsten und krudesten Effekte, die den Zuschauer tief in die surrealen Welten des Make-Up-Zauberers Screaming Mad George entführen. … Betrachtet man den Film etwas abseits seiner perfekten Tricks und Masken, entdeckt man hinter der Geschichte eine nicht ungeschickte Parabel auf unsere Gesellschaft, die sich zunehmend immer mehr in zwei Klassen unterteilt und die von Rassismus und Korruption bestimmt ist." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir


"In the appalling climax of SOCIETY, we learn what the rich really want from the rest of us: to paralyze us, suck us dry and feed on us like crazed, slavering hell-hogs. It's a chastening notion and the filmmakers realize it with gruesome gusto and raunchy good humor. No one who sees the last half-hour of this movie will ever forget it--though quite a few may want to.

Directed by Brian Yuzna, the producer of Stuart Gordon's first three movies, it's a shocker-satire that tries to play laughs off against paranoia and gore. Its premise is that the rich are not only destroying America with their greed, amorality and political clout - something a PBS documentary might have established more easily - but that they are actually a perverse alien race who want to eat us alive.
The first part plays like the usual teen/sex comedy of the '80s, a little more awkwardly shot. Big, balloony images of beaches and bikinis, TV ad surrealism, school-hall fights with bullying snobs, hints of incest and incessantly smiley family scenes: It almost seems like a John Hughes imitator trying to do soft-core porno. … Luckily, the writers also have Screaming Mad George, a genuinely unbuttoned special effects artist from Osaka, Japan, to realize their meanest, craziest jokes." Michael Wilmington, Los Angelos Times (1993)

TRAiLER:
https://www.youtube.com/watch?v=j81nbbKdz8A




Fr, 26.08., 21 Uhr
BRUCE LEE vs. GODZILLA Double Feature!
Martial Arts Klopper vs. Kaiju Eiga! Jeet Kune Do vs. Freestyle! Mensch vs. Gorilla-Wal! Wer wird gewinnen?

DER MANN MIT DER TODESKRALLE
Regie: Robert Clouse
Hongkong/USA 1973, ca. 98 Min., 35mm, DF, FSK 18

"Das ist kein gewöhnlicher 'China-Film' mehr, diese geballte Ladung an Action übertrifft selbst den Einfallsreichtum eines James-Bond-Films!" Abendpost Frankfurt


"MANN MIT DER TODESKRALLE ist hochprozentiger Eastern-Bräu." Dirty Pictures


"Als Karateschule mit internationalen Wettkämpfen getarnt, unterhält der Besitzer einer Insel im Chinesischen Meer einen grausamen Mädchenhandel, bis er von drei Turnierkämpfern im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes entlarvt und besiegt wird. Hongkong-Film auf amerikanisch, d.h. mit aufwendigem Schaueffekt, aber nicht minder gewalttätig. Schauplatz des Finales ist ein an Welles' LADY VON SHANGHAI erinnerndes Spiegelkabinett. Haltepunkte für die blutige Handlung bilden die fotogenen Seiten Hongkongs und Lees perfekte Martial-Arts." Lexikon des internationale Films


"Ein echter Bruce Lee der Sonderklasse!" Filmplakat

TRAiLER: <https://www.youtube.com/watch?v=80wXmIcyZwk>


FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFLESMONSTER
Regie: Yoshimitsu Banno
OT: Gojira tai Hedora, Japan 1971, ca. 82 Min., 35mm, DF, FSK 12

"Die Umweltverschmutzung in Japan hat das erträgliche Maß überschritten, die Folgen sind abzusehen: Ein neues Ungeheuer entsteht, um die Metropolen platt zu machen. Dieses (jap. 'Hedora', engl. 'The Smog Monster', dt. 'Hydrox', bzw. 'DIE Teufelsmonster') kann sich, da ja alles verschmutzt ist, problemlos zu Lande, zu Wasser und zur Luft bewegen - wer in seinen stinkenden Abgas-Schweif gerät, wird directement zum Skelett zerbrutzelt. Militär und Wissenschaft sind hilflos, einzig ein kleiner Junge scheint eine vernünftige Idee zu haben: Laßt uns Godzilla rufen!

Ende der 60er hatte die populäre Riesenechse bereits den Wandel zum Freund des Menschen durchgemacht, tapsig umgelaufene Häuserblocks wurden verständnisvoll als collateral damage hingenommen, erst in den 80ern, als die Filmserie auf Null zurückgestellt wurde, durfte Godzilla wieder richtig böse sein. GOJIRA TAI HEDORA ist einer der vielen unterhaltsamen Streifen dieser Periode, punktet aber noch mit einer zusätzlichen Durchgeknalltheit, wenn etwa ohne Vorwarnung auf Zeichentrick umgeschaltet wird oder die Tänzer in einem psychedelischen Nachtclub voller Wah-Wah-Gitarren, Lavalampen und Skelettprojektionen plötzlich Fischmasken tragen. Dazu schmettert der grandiose Titelsong, der zur Rettung der Welt mittels Umweltschutz aufruft, auch wenn deutsche Ohren etwas anderes zu vernehmen meinen." Alex Klotz, Hard Sensations

TRAiLER:
<https://www.youtube.com/watch?v=_ikbMrtgvXc>