Die Filmreihe für Trash-, Exploitation- und Sleaze-Fans

Präsentiert von
Filmhauskino
und GEBÄUDE 9
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhauskino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtskinos.
Aus den dunkelsten Ecken europäischer Filmarchive ans Licht gezerrt, erstrahlen 35mm & 16mm-Filmkopien dreimal im Monat im neuen Glanz auf der Leinwand: Exploitation- und Trashfilme, Genrekino, Horrorschocker und Splattergranaten, Abseitiges, Schräges und Vergessenes aus den Randbereichen der Filmgeschichte...psychotronisch und bewußtseinserweiternd!
Jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

Alle Vorführungen im
Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln
Das das Filmhaus in der Maybachstrasse auf unbestimmte Zeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt, findet das SOMETHING WEIRD CINEMA-Programm ab November in KINO 813 statt.
Das Kino 813 befindet sich auf der Hahnenstrasse 6, 50667 Köln, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt, in Nachbarschaft zum Kölnischen Kunstverein.
Filmclub 813




Samstag 31.12.2016 – 19:13 Uhr
JAMES BOND SILVESTER SPECIAL
https://www.youtube.com/watch?v=6ylpQBKdsKI

Samstag 31.12.2016 – 21:45 Uhr
BINGO BONGO
I 1982 – DF – 102 Min. – 35mm
Regie Pasquale Festa Campanile
Buch Enrico Oldoini, Franco Ferrini, Larua Toscano, Franco Marotta
Kamera Alfio Contini – Musik Pinuccio Pirazzoli
Mit Adriano Celentano, Carole Bouqet, Felice Andreasi, Enzo Robutti, Walter D’Amore



  Januar 

Mi. 11.01. // 20 Uhr
HÖLLENHUNDE BELLEN ZUM GEBET
(OT: Con La Rabbia Agli Occhi)
IT 1976 / 35mm / DF / ca. 98 Min.
Regie: Antonio Margheriti

Buch Pierluigi Andreani / Kamera Paul Lohmann / Musik Guido & Maurizio de Angelis
mit  Yul Brunner, Martin Balsam, Barbara Bouchet

Der pensionierte Auftragskiller Peter Marciani (Yul Brynner) schippert nach einem Hinweis auf die Mörder seines Bruders von New York nach Italien, um dort furchtbare Rache zu nehmen. Dort trifft er auf den jungen Angelo (Massimo Ranieri) der ihm mit Eifer unter die Arme greifen will und bei der Suche nach den Mördern, welche sich in Kreisen der Mafia befinden, behilflich ist. Der Commissario (Martin Balsam) und seine psychisch bedingten Sehstörungen sind ihm, im Gegensatz zur bezaubernden Anny (Barbara Bouchet), hierbei verständlicherweise keine große Hilfe…

„Klar ist: Antonio Margheriti hat auch mit diesem Film kein Meisterwerk ala Fernando Di Leo oder Umberto Lenzi abgeliefert, dennoch einen sehr überzeugenden und dramatischen Mafia-Thriller, mit ruhiger Grundstimmung, der sich vor den Großen des Genres nicht verstecken braucht. Der ausgezeichnete Soundtrack stammt von den De Angelis-Brüdern Guido und Maurizio.“ italo-cinema.de


Fr. 27.01. // 20 Uhr
KOMM UND MACH'S MIT MIR
(MALABIMBA)

I 1979 - DF - 87 Min. - 35mm
Regie: Andrea Bianchi

Bei einer Seance wird die pubertierende Tochter der von inneren Streitigkeiten gebeutelten Adelsfamilie Caroli von einem äußerst notgeilen Dämon besessen. Während die Hormone in der Sippe sowieso schon wüst ins Kraut schießen, trägt nun also auch das total entfesselte Töchterchen seinen Teil dazu bei. Ihr enthemmtes Treiben halten alle für krankhafte Auswüchse ihrer Pubertät, erst die zu ihrer Erziehung eingestellte Nonne Sofia findet heraus, was wirklich los ist.

"Ach, ist das schön! Ich verehre diesen Film. Zwar ist er handwerklich eine leere Hose .... aber er ist konsistent vergnüglich, vollgestopft mit unglaublichen Details und hat ein absolut geniales Sleaze-Drehbuch von Piero Regnoli, das sich die Mühe macht, seine Charaktere mit drolligen Motivationen auszustatten, die wirklich niemand erwartet hätte. Der vermutlich außergewöhnlichste Film aus Bianchis Karriere. Eine tickende Zeitbombe." Christian Keßler, Splatting Image

TRAiLER:
https://www.youtube.com/watch?v=gfS7bvQATKs

  Februar 

Mi. 10.02.//  20 Uhr
GENERAL IDI AMIN: SELF PORTRAIT
Regie: Barbet Schroeder
OT: Général Idi Amin Dada: Autoportrait, Frankreich/Schweiz 1974, ca. 90 Min., 35mm, engl. Fassung, keine Jugendfreigabe

„Barbet Schroeder and his crew, including the great European cameraman Nestor Alamendros, went to Uganda in 1974 with a simple offer: Would Amin like to ‚direct‘ himself in a documentary? He would, and he does, and the result is revealing and chilling. …
I suggested that IDI AMIN DADA isn’t a very good documentary. That’s no doubt partly because Amin limited the filmmakers to what he wanted them to see. They didn’t have the time or the freedom to photograph all they wanted, or how they wanted. But the subject matter is so compelling, and Amin reveals himself so freely, that the movie’s compelling all the same. We’re left with contradictory, disturbing images.“ Roger Ebert

Sa, 11.02. // 20 Uhr
SOLDIER OF ORANGE
(Soldaat van Oranje)
Niederlande 1979, 35mm, OF mit engl. UT, ca. 165 Min.
Regie: Paul Verhoeven
mit Rutger Hauer, Jeroen Krabe, Peter Faber
Trailer

Sa, 18.02. //  20 Uhr
STILETTO
USA 1968, 35mm, DF, ca. 100 Min.
mit Alex Cord, Britt Ekland, Patrick O'Neal
Trailer

22.02. // 20 Uhr
TÜRKISCHE FRÜCHTE
Regie: Paul Verhoeven
OT: Turks fruit, Niederlande 1973, ca. 107 Min., 35mm, DF, FSK 18

„Schon 1973 war Paul Verhoevens Talent voll entwickelt (und nicht zu unrecht wurde dieses ungestüme, wütende, hemmungslos energetische Werk vor kurzem zum besten niederländischen Film aller Zeiten gewählt): die Adaption eines damaligen Bestsellers erzählt von der bedingungslosen Liebe eines Bildhauers zu einer jungen Frau aus gutem Hause und besitzt nicht weniger satirische Fleischeslust und rohe emotionale Gewalt als Verhoevens ungleich bekanntere US-Werke. Jan De Bont bedient die rasende Handkamera, während die Hauptdarsteller Rutger Hauer und Monique van de Ven in wilder, ungezügelter, antibürgerlicher Lust durchs Leben gleiten. Schon damals legte Verhoeven satirische Sternstunden des politisch Unkorrekten vor: Böse Witze über Brustkrebs, der Radetzkymarsch als verballhornte Melodie des Bürgertums, ungebührliches Benehmen vor der Königin, haltloses Reihern über Festtafeln, wilde Glückstänze durch die Straßen und Dauerficken aus Lebenswut. Und wie immer bei Verhoeven scheitert die Individualanarchie am emotionalen Defekt der Protagonisten und an den Zwängen der Welt. Eines der traurigsten (weil auch hysterisch komischen) Filmbilder des vergangenen Jahrhunderts: die krebskranke, glatzköpfige Veen deutet auf eine viereckige Einschnittwunde in ihrem Kopf und sagt: ‚Da ist ein Türchen‘. Die Verzweiflung über die Welt, die einem das Gehirn zerfrisst, geht aber nie raus.“ Christoph Huber, allesfilm.com