
Alle Vorführungen finden
im Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln, statt!
Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhaus
Kino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA
der Kultur des Mitternachtsfilms.
Das Filmprogramm spricht für
sich: Italienische Zombie- und Mondofilme, Ingrid Steeger in ICH – EIN
GROUPIE, John Waters und Divine, Biker-Trash,
ruppige Charles Manson Biopics,
Drogen- und Punkfilme und vieles mehr werden von nun an drei mal monatlich
die Kölner Kinolandschaft versüßen
– natürlich
ausschließlich
als 35- oder 16mm-Filmkopien.
Psychotronisch, bewußtseinserweiternd,
exploitativ und jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!
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...zum
Something Weird Cinema-Archiv
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Mi., 03.03. um 21.30 Uhr
MONDO CANNIBALE 2 - DER VOGELMENSCH
(OT: Ultimo Mondo Cannibale) IT
76,
Regie: Ruggero Deodato. 35mm / DF
/ ca. 90 min.
Eine Gruppe junger Leute muß
im malayischen Urwald notlanden. Im Verborgenen lauern jedoch schon die
Kannibalen, die sich von den unerwarteten Besuchern ein ordentliches Häppchen
erhoffen.
Dieser inhaltlich interessante Versuch
sich in die anbahnende Erfolgswelle einzuschleichen, wird nur durch die
offensichtlich selbstzweckhafte Zurschaustellung kannibalistsicher Rituale
geschwächt. Durch die geschickte und gute Fotografie bleibt der Film
über weite Strecken, trotz des augenscheinlich geringen Budgets, interessant
und glaubhaft. Im Gegensatz zu den späteren Einstiegen bspw. Jess
Francos in dieses Subgenre kann MONDO CANNIBALE 2 zumindest mit einer spannenden
Geschichet aufwarten. Für Ruggero Deodato war dieser Film lediglich
eine Fingerübung für sein späteres Meisterwerk NACKT UND
ZERFLEISCHT." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir
"Die dünne Handlung ist Aufhänger
für die Darstellung extremer Scheußlichkeiten" film-dienst
Mondo
Cannibale 2 - Trailer auf myvideo
Mi., 17.03. um 21.30 Uhr
DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE
(OT: Il Gatto a Nove Code) D/IT/F
70,
Regie: Dario Argento. D.: Karl Malden,
Horst Frank, u.a. 35mm / DF/ ca. 90 min.
Der ehemalige Reporter Franco Arno,
der bei einem Unfall sein Augenlicht verlor, bemerkt zufällig ein
verdächtiges Gespräch in der Nähe seiner Wohnung. Kurz darauf
wird ein Wissenschaftler, dessen Institut in der Näche von Arnos Wohnung
liegt, hinterlistig ermordet. Als er seine Beobachtungen einem Journalisten
erzählt, begeben sich beide auf die Spur des mysteriösen Falls.
Doch schon bald gibt es weitere Tote im Zusammenhang mit den Ereignissen.
Die beiden geraten schliesslich selbst ins Visier der Polizei und immer
tiefer in eine unglaubliche, tödliche Verschwörung.
Filmtrailer
auf youtube
Fr., 26.03. um 21.30 Uhr
FEMALE TROUBLE
USA '74, Regie: John Waters. Mit:
Divine, Mink Stole, David Lochary u.a.
Original mit Untertiteln, 35mm,
ca. 90 min.
Voila: Divine unter Haus- und Hof-Regisseur
John Waters in einem seiner berühmten Trash-Filme. Das skurrile Friseur-Ehepaar
Donna und Donald Dasher entwickelt die obskure Theorie, daß Schönheit
und Verbrechen miteinander in Beziehung stehen. Die beiden bauen eine fette,
durch ein Säureattentat entstellte Frau (Divine) zum Star auf, der/die
schließlich auf dem elektrischen Stuhl landet.
Trailer
auf youtube
TARANTINO TRASH BASTARDS
- SWC-Special im April
-
Die Filmreihe "something weird cinema"
- Kölns Nische für B-MovieTrashSplatterExploitation, Absonderliches,
Psychotisches, Krasses, Seltsames aus der Schattenwelt des Kinos -
stellt den April unter das Motto
"Tarantino Trash Bastards" und zeigt vier Filme, die in einem losen Zusammenhang
mit Tarantinos neustem Streich INGLOURIOUS BASTERDS stehen.
Dazu zeigt das Filmhaus Kino begleitend
vom 22. bis zum 25.April Tarantinos Filme RESERVOIR DOGS, JACKIE BROWN
- und eben die INGLORIOUS BASTERDS.
Natürlich wie immer alles als
35mm-Kinokopien!
Mi. 07.04. um 21.30 Uhr
DIE LEOPARDEN KOMMEN
OT: Il dito nella piga. Italien
1969. Regie: Tonino Ricci. ca. 90 Min. 35mm / DF.
Zweiter-Weltkriegs-Film aus der italienischen
Cheapo-Filmschmiede mit Klaus Kinski in der Hauptrolle, der in der Handlung
Parallelen zu Castellaris EIN HAUFEN VERWEGENER HUNDE (dem "Original" INGLOURIOUS
BASTERDS) aufweist. Mit Musik von Riz Ortolani.
"Westernähnlicher Kriegsfilm,
der seine Schießwütigkeit durch kritische Äußerungen
zu übertünchen versucht." film-dienst
Fr. 16.04. um 21.30 Uhr
ILSA, SHE WOLF OF THE SS
USA/Deutschland 1975. Regie: Don
Edmonds. Mit Dyanne Thorne, Gregory Knoph, Tony Mumolo, Maria Marx.
35mm. 96 Min. Originalfassung.
„Ilse Holzer regiert ihr Lager mit
eiserner Hand. Bewaffnet mit Spritze, Peitsche und Pistole verbreitet sie
Angst und
Schrecken unter den Häftlingen.
Sex und Gewalt regieren. Als sie den Reizen eines gutgebauten jungen Amerikaners
verfällt, ist das der Anfang
vom Ende. ILSA ist der Klassiker der Naziploitation und mit Dyanne Thorne
kongenial
besetzt.“ (Die Freunde des schrägen
Films, Berlin)
„Ein Film wider den guten Geschmack.
In blutig grotesken Bildern wird ein realistisch anmutendes Bild menschlicher
Perversionen gezeichnet, welches
nicht unbedingt nur etwas mit Nationalsozialismus zu tun haben muß.
Die hinzu-
kommenden sexuellen Ausschweifungen
von Ilsa würden sogar noch einen Marquis de Sade zum Grinsen bringen.“
(Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT
NEBEN DIR)
Mi. 21.04. um 21.30 Uhr
SALON KITTY
Italien 1975. Regie: Tinto Brass.
106 Min. 35mm / DF.
Wer den Regisseur kennt, ahnt schon,
daß SALON KITTY dem Titel zum Trotz nicht die putzigen Begebenheiten
um einen Coiffeur-Laden für Mietzekatzen behandelt.
Vielmehr widmet sich Tinto Brass
hier erneut seinem Lieblingsthema, dem wechselseitigen Zusammenspiel von
Sexualität und Macht. Auf einer wahren Begebenheit beruhend und deutlich
von Bob Fosses Oscar-prämiertem CABARET beeinflußt, schildert
SALON KITTY die politischen Intrigen in einem der Spionage dienenden Nazibordell
der 30er Jahre. Brass' visuelle Inszenierung der sexuellen Aktivitäten
driftet dabei ständig ins Obskure ab. Seine gewählten Ikonographien
sind so exzentrisch geraten, daß sich einige der Bilder für
immer im Hirn des Betrachters festsetzen. So hat sich Helmut Bergers Stilisierung
als nackte, lediglich mit zwei Swastika-Schwimmflügeln bekleidete
Nazigröße – die gediegene Visconti-Vergangenheit des Schauspielers
ignorierend – zu einer der bekanntesten Darstellung des österreichischen
Chefneurotikers gemausert.
"Ein spekulativer Film ohne zeitkritischen
Wert, der lediglich auf den Reiz von Sex und Nazi-Nostalgie baut." film-dienst
Filmtrailer
auf veoh.com
Fr. 30.04.um 21.30 Uhr
KEOMA - DAS LIED DES TODES
Italien 1976. Regie: Enzo G. Castellari.
ca. 90 Min. 35mm / DF.
Franco "Django" Nero spielt den halbindianischen
Bastard Keoma, der aus dem Krieg in seine Heimatstadt zurückkehrt,
wo eine Bande rassistischer, schießwütiger Verbrecher herrscht.
Da kann Keoma sein Mordhandwerk,
das er im Krieg gelernt hat, gleich wieder anwenden.
Regisseur Castellari gehört
zu den talentiertesten Schöpfern italienischen Genrekinos und liefert
mit KEOMA einen ebenso eleganten wie sadistisch-brutalen S
paghetti-Western ab, der zu den
Klassikern seiner Art zählt. Im "Filmhaus"-leinwandfüllendem
Cinemascope!
Kleine Randnotiz in eigener Sache:
Von Castellari zeigte "something weird cinema" bereits den Gang-Klopper
THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR
und den "Poliziotteschi" DEALER
CONNECTION - DIE STRASSE DES HEROINS.
Trailer
auf youtube
Mi. 03.02. um 21.30 Uhr
GROSSANGRIFF DER ZOMBIES
OT: Incubo sulla città contaminata
Italien, 1980, 88 min, 35mm, Deutsche
Fassung
Regie: Umberto Lenzi
Darsteller: Hugo Stiglitz, Laura
Trotter, Mel Ferrer
Die Welt in Aufruhr! Ein Reaktorleck
samt radioaktiver Gaswolke lässt die Menschheit zu Zombies mutieren.
Diese werden immer zahlreicher und
sind noch intelligent genug, um Werkzeuge und Waffen zu benutzen und sogar
Flugzeuge zu fliegen.
Zombie-Katastrophen-Action-Reißer
vom Routinier der knallharten Übertreibung: Umberto "Mondo Cannibale"
Lenzi.
Mi., 17.02. um 21.30h
HURRA, WIR WERDEN AUFGEKLÄRT!
Deutschland 1988. Regie: Reginald
Puhl. 81 Min. 35mm / DF.
Unterhaltsame und kurzweilige Zusammenstellung
von Ausschnitten aus deutschen
Aufklärungs- und Reportfilmen
der 60er und 70er Jahre. Der Karnevalsbeitrag von
"something weird cinema": Kehret
um und tuet Buße!
Fr., 26.02. um 21.30 Uhr
WHO CAN KILL A CHILD?
aka: SCREAM / ISLAND OF DEATH /
TÖDLICHE BEFEHLE AUS DEM ALL. OT: QUIEN PUEDE
MATAR A UN NINO? Spanien 1976. Regie:
Narciso Ibanez Serrador. 106 Min. 16mm /
OF.
Vertreter des Euro-Horrorfilms der
70er Jahre, dem der Ruf als bester spanischer
Horrorfilm vorauseilt. Im prä-DVD-Zeitalter
nahezu nicht erhältlich und
inzwischen gar als deutsche Veröffentlichung
erhältlich, gibt es nun im Kölner
Filmhaus die einmalige Gelegenheit
dieses Kleinod auf der Kinoleinwand zu
betrachten!
"Zwei unschuldige Menschen erleben
Stunden der Angst auf einer ansonsten eher
friedlichen Mittelmeer-Insel, als
die Kinder dort in lächerlicher
Unbekümmertheit alle Erwachsenen
auf grausame Art umbringen. Der spannende
spanische Thriller ist inhaltlich
mit vielen interessanten Details und einigen
überraschenden Wendungen versehen.
Die stark auf das Tabuthema 'unschuldige
Kinder' hin zugespitzte Handlung
weist für das Herstellungsland ungeahnte
Qualitäten und Tiefgang auf.
Das pessimistische und makabre Ende der Geschichte
verdeutlicht die nihilistische Grundhaltung
des Regisseurs."
Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben
Dir
Mi. 06.01. um 21.30 Uhr
DAS IST AMERIKA 2
OT: This is America Part 2. USA
1980. R: Romano Vanderbees. 93 Min. 35mm / DF.
Mondo-Filme oder Shockumentaries,
wie man die Gattung auch nennt, haben zumeist die unangenehme Eigenschaft,
einen verstörten Betrachter zu hinterlassen. Nicht
so bei DAS IST AMERIKA 2: Denn obwohl
man dem hier behandelten Land der unbegrenzten Möglichkeiten ohnehin
einiges an Obskuritäten zutraut, weiß der
Film immer wieder mit Absonderlichkeiten,
Unglaublichem und schlichtweg frei Erfundenem zu überraschen. So fügt
er wurmfressende Bürgerfamilien,
tortenwerfende Superhelden mit Plauze,
Hundebordelle und sich um den Bürgermeisterposten bewerbende Punksänger
zu einem schillerndem Reiseprospekt
zusammen, der einem bei Neckermann
und Konsorten vorenthalten wird. Der KENTUCKY FRIED MOVIE des Mondo-Films!
Samstag, 23.01.. um 20 Uhr
Zwei Jahre
Something Weird Cinema
...die Jubelfeier mit
Filmen, Trailershows, Live-Musik im Filmhaus Kino + Foyer
Filme:
DER TOTE KEHRT ZURÜCK
(Misterios del Ultratumba)
Regie: Fernando Mendez / 35mm Deutsche
Fassung, s/w , 79 min.
Besessen von dem Wunsch, das Geheimnis
des Todes zu ergründen, nimmt der Chefarzt einer Irrenanstalt Kontakt
mit dem Geist seines unschuldig hingerichteten Partners auf. In der Anstalt
kommt es danach zu grauenhaften Ereignissen, eine Patientin dreht durch,
ein Pfleger wird durch Säure entstellt, und der hübschen Krankenschwester
drückt ein Zombie seine Zuneigung auf eine Weise aus, die sie leider
nie vergessen wird. Fernando Mendez präsentiert ein Gebräu aus
grellem Licht und düsteren Schatten, expressionistischer Stilisierung
und fiesen Schockeffekten, dräuenden Geigenklängen, schreckerfüllten
Blicken und okkultem Getue. Ein faszinierender Trip in der Manier von Mario
Bava.
DAS AUGE DES SATANS
(The Brain From Planet Arous)
USA 1957.
Mit John Agar u.a. 35mm,/. s/w
/ deutsche Fassung / 74 min
"Wesen von einem fernen Planeten
schlüpfen in menschliche und tierische Gestalt, um den Zuschauer mit
unsinnigen Abenteuern zu belästigen.“ Besser als der katholische Film
Dienst kann man den Inhalt dieses Science Fiction-Klassikers auch
nicht auf den Punkt bringen können. Ein ausserirdisches Wesen in Form
eines fliegenden Gehirns startet seinen Eroberungsfeldzug ausgerechnet
in einer einsamen Forschungs-Station in der Wüste von Nevada. Irrer
Cold War SF Klassiker, der seinen beträchtlichen Reiz vor allen Dingen
aus dem unfreiwillig komischen Monster und den dümmlichen Dialogen
bezieht, dabei aber trotzdem in jeder Sekunde spannende Unterhaltung bietet.
SOMETHING
WEIRD CINEMA -Trailer zur Jubiläums-Show!
Im Foyer spielen live zwischen
den Filmvorstellungen (und evtl. danach):
THE MORIARTEES
Twist and shout and shake it up!
Vier gestandene Haudegen aus dem Dunstkreis der Gebäude 9-Theke haben
sich gesucht und gefunden. Aus der Asche von berüchtigten Maurer-Beat-
und Punkbands wie den HEEBIE JEEBIES oder LEATHERETTE entstand eine der
explosivsten Tanzcombos unserer Breiten: THE MORIARTEES kennen keine Kompromisse,
wenn es darum geht, Chucks und Chelsea Boots zum Twist, Boogaloo, Shake
oder Mashed Potato mitzureißen. Sie spielen eigenes und bewährtes
Material, mit dem schon vor 45 Jahren die Tanzflächen zwischen den
Partnerstädten Köln und Liverpool zum Beben gebracht wurden.
Also stellt Euch auf durchgeschwitze Anzüge ein und ruft schonmal
Euren Schuster an, denn Ihr werdet nach einer Beatschaffe der MORIARTEES
gewiss neue Sohlen brauchen!
myspace:
http://www.myspace.com/themoriartees
|
Mi. 27.01. um 21.30 Uhr
JACK THE RIPPER, DER DIRNENMÖRDER VON
LONDON
Jess Franco, BRD/Schweiz 1976; 90'
DF
Mit Klaus Kinski, Josephine Chaplin,
Herbert Fux, Lina Romay, Otto Dornbierer, Ursula von Wiese, Hans Gaugler,
Francine Custer, Olga Gebhard, Andreas Mannkopff
Dr. Denis Orloff (Klaus Kinski) ist
im London des 19. Jahrhunderts ein äusserst beliebter Arzt, der arme
Proletarier schon mal zum Nulltarif behandelt.
Doch der Menschenfreund hat eine
Schattenseite: Nachts packt ihn jeweils mörderischer Wahnsinn und
lässt ihn als Jack the Ripper sein blutiges Unwesen treiben.
Der ermittelnde Inspektor Selby
(Andreas Mannkopff) ahnt die Wahrheit und versucht, den gebildeten Dirnenmörder
in eine Falle zu locken.
Selbys Verlobte Cynthia (Josephine
Chaplin) soll dabei als Köder dienen …Exploitation-König Jess
Franco gelang hier ein stimmungsvolles,
mit Kinski und Fux passend besetztes
und mit derben Splattereffekten garniertes Trash-Grusel-Machwerk.
So. 13.12. um 17.30 Uhr
DEALER CONNECTION - DIE STRASSE
DES HEROINS
(La Via della Droga)
IT 77, R. Enzo Castellari. D. David
Hemmings u.a., 35mm, DF, 93 min.
Ein junger Rauschgiftfahnder gibt
sich als gerissener Einzelgänger in der Drogenszene aus und führt
ein riskantes Doppelspiel, um die Drahtzieher eines internationalen
Drogenrings zur Strecke zu bringen.
Eine verworrene Geschichte mit vielen Actionszenen und scharfem 70s-Flair,
inszeniert von Italo-Trash-Meister Castellari, der
zuletzt einen Cameo-Auftritt in
Inglourious Basterds hatte. Musik von Goblin (Dawn of the Dead).
Fr. 18.12. um 21.30 Uhr
RE-ANIMATOR
USA 1985, 35mm, ca. 85 Min., OF
Regie: Stuart Gordon. D.: Jeffrey
Combs u.a.
Ein Meilenstein des Splatter-Kinos.
Mit diesem filmischen Donnerschlag
hielten Yuzna als Produzent und Stuart Gordon als Regisseur Einzug ins
Genre und definierten es teilweise neu. Grundlage ist eine frühe,
recht obskure Kurzgeschichte von
H.P. Lovecraft, aber wie auch später bei Yuzna erinnert die Leinwand-Umsetzung
(nicht zu ihrem Schaden) wenig an die hysterische
Körperfeindlichkeit und geschraubte
Stilistik der Vorlage. Der Film kommt deftig und mit gehörigem Augenzwinkern
zur Sache; verfolgt Herbert West und seinen unfreiwilligen
Assistenten von ersten zaghaften
Experimenten
mit ihrem Re-Animations-Serum bis
zum unglaublichen Massaker in der Miskatonic Morgue, dem nur die berüchtigte
Szene mit Dr. Hills reanimiertem Kopf zwischen Barbara
Cramptons Schenkeln die Schau stiehlt.
Jeffrey Combs in der Titelrolle ist und bleibt einer der grandiosesten
mad scientists der Filmgeschichte.
„Der Debütfilm von Stuart Gordon
schlägt dermaßen über die Stränge, daß es schon
wieder lustig ist. Zartbesaitete seien gewarnt:
Weil beim grotesken Gemetzel die
Knochensäge kreischt, ist dieser in Cannes prämierte Splatter-Schocker
nicht jedem zu empfehlen.
Fazit: Ein blutiger Klassiker des
schwarzen Humors“ Cinema
Mi. 30.12. um 21.30 Uhr
BARBARELLA
Frankreich 1967. Regie: Roger Vadim.
98 Min. 35mm / DF.
Jahresausklang mit "something weird
cinema" und einem Klassiker des popkulturellen Kinos: Roger Vadims BARBARELLA.
In der Verfilmung des
Comic-Strips von Jean-Claude Forest
bereist die Agentin Barbarella die Galaxis, um einem Wissenschaftler eine
Geheimwaffe abzujagen. Dabei erlebt und besteht
sie viele Abenteuer - nicht
selten durch ihre Bereitschaft zur körperlichen Liebe. Der Film schockierte
damals (oder erfreute - je nach Blickwinkel) das
Publikum mit seiner erotischen Freizügigkeit
und bedeutete den internationalen Durchbruch für Jane Fonda. Sexy,
psychedelisch, gut!
Sonntag, 15.11. um 19 Uhr
EATEN ALIVE BY THE CANNIBALS
(Mangiati Vivi / Lebendig gefressen)
Italien 1979. Regie: Umberto Lenzi.
87 Min. 35mm / DF.
Auf der Suche nach ihrer verschollenen
Schwester geraten eine reiche Erbin und ihr Begleiter in die Fänge
einer Sekte, die sich mit ihrem psychopatischen
Meister in den Dschungel zurückgezogen
hat (Jim Jones läßt grüßen!). Der von religiösen
Wahnvorstellungen geleitete Sektenführer läßt junge Frauen
von
Kannibalen auffressen und ergötzt
sich an diesem 'Schauspiel'. Dies ist bluttriefende und effekthascherische
Exploitation-Ware, wie man sie von
den Italienern nicht anders kennt.
Ein filmischer Tritt in die Zwölf. Ein Machwerk, das ohne jedwede
Bedenken mit Vollgas durch den Saustall des
Kannibalen-Subgenres prescht.
Freitag, 20.11. um 21.30 Uhr
FIREFLASH - DER TAG NACH DEM
ENDE
(Dopo la caduta di New York)
It/F 1983, ca. 90 min., DF
Regie: Sergio Martino, Darsteller:
George Eastman u.a.
Ein finsterer Endzeitheld sucht "nach
der Katastrophe" in New Yorker Müllkippenszenarien die einzige Frau,
die noch Kinder gebären kann.
Sein Weg ist mit gefrässigen
Ratten, mordlüsternen Ekelgestalten und Mord und Totschlag gepflastert.
Sergio Martino ist es gelungen,
sich geschickt an die Endzeitwelll a la MAD MAX dranzuhängen.FIREFLASH
ist billiges,
aber unterhaltsames Exploitationkino
(Frank Trebbin)
Nach dem Genreklassiker "Mad Max"
ist dieser Endzeit-Streifen, den uns Sergio Martino beschert hat, wohl
das Beste, was die damalige
italienische Modewelle hervorgebracht
hat. Die Italiener haben seiner Zeit ja einige Versuche gestartet, mit
Endzeit- Filmen die schnelle Mark
zu machen und entsprechend fleißig
gedreht. Die Thematik ist bei solchen Filmen nicht unbegrenzt auslutschbar
und so bekommt man dann
doch allzu oft ähnliches präsentiert:
Die Folgen des Atomkriegs und den Held, der die Zivilisation retten soll.
In "Fireflash" war man zum Glück
aber recht einfallsreich und hat
die Handlung nicht auf wilde Actionszenen begrenzt, sondern sie in ein
großzügiges Gewand gepackt, dass
über mehr als eine Tasche verfügt,
aus denen ab und an lustige, trashige Überraschungen gezaubert werden.
Man wird von vorne bis hinten
unterhalten, von abwechslungsreichen
Szenarien und äußerst netten Einschüben. Ob da nun affenartige
Menschen rumprollen, Kleinwüchsige
seltsame Suizide durchführen
oder eine Komapatientin in einem gläsernen Sarg entführt wird,
hier wird jeder bedient, der B-Movies oder
Trash-Filme in sein Herz geschlossen
hat...
Mittwoch, 25. 11. um 21.30h
NIGHT OF BLOODY HORROR
USA 1968. R: Joy N. Houck jr. 89
Min. 35mm / OF.
PSYCHO-Epigone mit blutigen Küchenbeil-Morden
und Augen-ausstechenden Müttern.
Auf 16mm gedrehter Low-Budget Film,
dessen geistige Verwandtschaft weniger bei den ausgeklügelten Schockmomenten
Hitchcocks zu suchen ist
als den Splatter-Effekten und hölzernen
Darstellern und Dialogen des 'Godfather of Gore' H.G. Lewis. NIGHT... wurde
im 'Violent Vision' Verfahren
gedreht und der Verleih garantierte
den Verwandten von Kinoinhabern 1000 $, falls diese beim Besuch der Vorstellung
die Schock-Bilder des Films
nicht verkraften und sterben sollten.
Mi. 14.10. um 21.30 Uhr
DER SCHLÄCHTER VON NEW YORK
USA 1980. OF / Regie: William Lustig
/ D: Joe Spinell u.a.
William Lustigs Debüt gilt immer
noch als einer der kontroversesten Horrorfilme. Tom Savini, der die bahnbrechenden
FX für Romeros DAWN OF THE DEAD schuf, sorgte auch hier für Schockmomente,
die heute noch ihresgleichen suchen. Neben den Effekten sorgt die schmuddelige
Atmosphäre und die schonungslose Darstellung des Killers durch Joe
Spinell für ein drastisch-hartes Kinoerlebnis.
Der Film schildert die Geschichte
von Frank Zito, einem einsamen New Yorker Psychopathen. Seinen aufgestauten
Aggressionen lässt er nur in der Nacht freien Lauf. Dann begibt er
sich auf die Jagd nach - vornehmlich weiblichen - Opfern, die er auf grausamste
Weise tötet. Durch Zufall schließt er Bekanntschaft mit einer
Modephotographin, zu der er fortan eine oberflächliche Beziehung unterhält.
Als sie sich beide immer näher kennen lernen, bricht in Frank allerdings
wieder das Monster durch...
Der Film offenbart seine Qualitäten
nicht beim oberflächlichen Betrachten; er erfordert schon genaues
Hinsehen, um seine wirklichen Schrecken zu ergründen.
Mi. 21.10. um 21.30 Uhr
EINER FRISST DEN ANDEREN
D/I 1963. R: Ray Nazzaro. 78 Min.
35mm / DF.
"Unappetitlicher Gangsterfilm. Eine
Gruppe von Untermenschen zerfleischt sich
auf einer Insel um den Besitz von
1 Millionen Dollar." Lexikon des
internationalen Films
So., 06.09. um 17.30 Uhr
SALON KITTY
Italien 1975. Regie: Tinto Brass.
106 Min. 35mm / DF.
Wer den Regisseur kennt, ahnt schon,
daß SALON KITTY dem Titel zum Trotz nicht die putzigen Begebenheiten
um einen Coiffeur-Laden für Mietzekatzen behandelt.
Vielmehr widmet sich Tinto Brass
hier erneut seinem Lieblingsthema, dem wechselseitigen Zusammenspiel von
Sexualität und Macht. Auf einer wahren Begebenheit
beruhend und deutlich von Bob Fosses
Oscar-prämiertem CABARET beeinflußt, schildert SALON KITTY die
politischen Intrigen in einem der Spionage dienenden Nazibordell der 30er
Jahre.
Brass' visuelle Inszenierung der
sexuellen Aktivitäten driftet dabei ständig ins Obskure ab. Seine
gewählten Ikonographien sind so exzentrisch geraten, daß sich
einige der Bilder für immer
im Hirn des Betrachters festsetzen.
So hat sich Helmut Bergers Stilisierung als nackte, lediglich mit zwei
Swastika-Schwimmflügeln bekleidete Nazigröße - die gediegene
Visconti-Vergangenheit des Schauspielers
ignorierend - zu einer der bekanntesten Darstellung des österreichischen
Chefneurotikers gemausert.
"Ein spekulativer Film ohne zeitkritischen
Wert, der lediglich auf den Reiz von Sex und Nazi-Nostalgie baut." film-dienst
Fr., 18.09. um 21.30 Uhr
THE DRILLER KILLER
USA 1979, 35mm, OF. Regie: Abel
Ferrara , D.: Abel Ferrara u.a.
Er ist das Enfant Terrible des amerikanischen
Kinos: Abel "Bad Lieutenant" Ferrara, Seine Filme spiegeln die Sehnsucht
nach Erlösung inmitten von Gewalt und Zerstörung wieder, die
Einsamkeit des Individuums im Moloch New York. Sein Spielfilmdebüt
"Driller Killer" kam als Midnight Movie in die Programmkinos. Die wüste
Geschichte eines wahnsinnig gewordenen Malers (Ferrara himself) ließ
Publikum und Kritik aufhorchen. Der Künstler legt den Pinsel aus der
Hand, greift zur Bohrmaschine und erfährt zu seinem eigenen Entzücken
einen ungeheuren Kreativitätsschub.
Nur: die Leinwand hat er eingetauscht
gegen menschliche Körper, die er bei seinen nächtlichen Streifzügen
durch die Stadt aufgabelt und im künstlerischen Freistil malträtiert.
“Eine wilde, explosive Mischung
aus psychedelisch-drogenschwangeren Probeaufnahmen der Band The Roosters
und überfallartigen Attacken des ausgeflippten Malers.
Ein Machwerk von hysterischem Witz
und brennendem Zynismus.” Dark Stars
Mi., 30.09. um 21.30 Uhr
SADOMONA - INSEL DER TEUFLISCHEN
FRAUEN
OT: Police Women. USA 1974. Regie:
Robert Lee Frost. 95 Min. 35mm / DF.
Rauschgifthandel, Karate und schöne
Frauen: Unterhaltsames Exploitation-Spektakel vom amerikanischen Sleazemeister
und Roughie-König
Robert Lee Frost (LOVE CAMP 7).
"Goldschmuggel en gros, verbunden mit Rauschgifthandel, soll aufgeklärt
werden.
Eine im Schießen wie in Karate
gleichermaßen versierte Polizistin sprengt den Ring. Schlägerfilm
voller Sadismen, in dem die Hauptakteure Frauen sind; eine perfide Spekulation
mit rassistischen
Tönen." film-dienst
Mi. 08.07.
BRAINDEAD
NZ 1992, Regie: Peter Jackson
Im Rahmen
des Filmhaus Open Air
Mi. 22.07.
ICH - EIN GROUPIE
D 1970. Regie: Erwin C. Dietrich.
Mit Ingrid Steeger u.a. 103 Min. 35mm / DF.
Im Rahmen
des Filmhaus Open Air
Um einem Rocksänger nachzujagen
und sich allgemein ein heißes Leben zu leisten, stürzt sich
ein Londoner Groupie – gespielt von einer hinreißenden Ingrid Steeger
– kopfüber in eine bewußtseinserweiternde Reise durch die europäische
Subkultur der Endsechziger. Sie schmuggelt Hasch in hautengen „Stretch-O-Lastic-Pants“
über die holländische Grenze, gibt sich langhaarigen Gitarrenzotteln
hin, brettert nackt auf Hell's Angels-Satteln durch die Züricher Innenstadt
und wohnt sogar einer schwarzen Messe des Berliner Diskokönigs Rolf
Eden bei. Daß das nicht lange gut geht, läßt schon der
Alternativtitel DAS MÄDCHEN MIT DEM EINWEGTICKET vermuten...Obwohl
ICH – EIN GROUPIE zu seiner Entstehungszeit in erster Linie als Sexfilm
konzipiert wurde, sieht man dem Film aus heutiger Sicht seine Ausgangsbestimmung
kaum noch an. Stattdessen inszeniert ICH – EIN GROUPIE ein archetypisches
Bild der Jugendkultur der Endsechziger, indem er seine Hauptdarstellerin
auf eine psychedelische Odyssee durch sämtliche Stereotypen der damals
noch neu erscheinenden Jugendbewegungen schickt, was den Film zu einem
raren Beispiel für den heimatlichen Beatfilm stilisiert. Selten erfaßte
jedoch ein Film dieses Bereichs so einfühlsam das Lebensgefühl
dieser Periode, wodurch zugleich eine Stellung als unvergleichliches
Zeitdokument erreicht wird.
 |
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Mi. 05.08.
DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS
D 1981, Regie: Christian Anders,
Darsteller: Laura Gemser, Christian Anders, 35 mm, 88 min.
Im Rahmen
des Filmhaus Open Air
DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS
ist einer der Filme, deren Qualitäten durch eine Nacherzählung
des Inhalts nicht zu vermitteln sind. Es sind vielmehr einige unglaubliche
Musical-Nummern und Kabinettstückchen,..die den Film unvergesslich
machen. Anders schauspielerische Leistung, seine Blicke, die Frisur...
- dies alles brennt sich unauslöschlich ins Hirn des Betrachters."
(Buio Omega)
Sie (Laura "Black Emanuelle" Gemser)
nennt sich "Die Göttliche" und ist die strenge Anführerin
des zypriotischen "Camp of Love", einer Sekte, in der Sex und auch Gewalt
an der Tagesordnung sind. Ihre rechte Hand ist Dorian (Christian Anders),
der außerhalb des Camps predigt, Spenden sammelt und neue Mädchen
für die Sekte sucht. Als aber die Polizei wegen vermisster Frauen
ermittelt, verliebt sich Dorian in eines der Mädchen. Das Camp ist
in Gefahr und "Die Göttliche" greift ein!"
Drogen, schlimme Porno-Musik (natürlich
von Christian Anders), Martial Arts-Sequenzen von unerbittlicher Härte,
derbe Sexszenen...Bahnhofskino vom Feinsten!
Mi. 19.08.
DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS
Hongkong 1970. Regie: Chang Cheh.
102 Min. 35mm / DF.
Im Rahmen
des Filmhaus Open Air
"Ein Film wie ein Prankenhieb.
Eine Orgie an Rasanz, Dramatik, akrobatischer Kunst des unerbittlichen
Zweikampfs und noch nie dagewesener Grausamkeit. Der erste Film aus China
- eine bisher unerreichte Sensation für Europa, der alles bisher dagewesene
auslöscht. Eine neue Filmwelle rollt. Das Ende für Ihre Nerven."
Mit diesem reißerischen Werbetext
warb einst der deutsche Filmverleih für den ersten Hong Kong-Eastern,
der hierzulande in die Kinos kam. Ein absolut würdiger Beginn der
Eastern-Welle: DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS gilt in Fachkreisen als eine
der besten Produktionen des schier unerschöpflichen Genres.
Mi., 17.06. um 21.30 Uhr
DEMENTIA 13
USA 1963, Regie: Francis Ford Coppola.
80 Min., 16mm OF
Aus Roger Cormans Talentschmiede
kommt dieses schöne Stück Horrorkino rund um Erbschleicher und
Leichen auf einem genregerechten Gruselschloß samt Käuzchenschreien
und Axtmorden. Trotz einiger Verworrenheiten besticht Coppolas frühes
Werk auch heute noch durch seine gekonnt düstere Atmosphäre und
die kontrastreiche Bildarbeit.
________________________________________________________________
Mi. 24.06. 2009 um 21.30 Uhr
WALKING TALL
USA 1973 • 125 Min. • 16mm • OF
• R.: Phil Karlson • D.: Joe Don Baker
»Großstädter legt
sich als Sheriff in einem Provinznest mit den lokalen Zuhältern, Schwarzbrennern,
Rassisten und korrupten Beamten an. Narben, Sadismus, Rache, Blut und Tod.
Ein Film der 70er-Jahre reinsten Wassers. WALKING TALL muss man in einem
filmhistorischen Zusammenhang sehen, der sich in Filmen wie TEXAS CHAINSAW
MASSACRE, BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder THE HILLS HAVE EYES artikuliert.
Für Freunde des unterschlagenen Films eine echte Entdeckung.«
(Howl)
03.05. 15 Uhr
DR JEKYLL UND SISTER HYDE
GB 1971, 35 mm, DF, 94 min. Regie:
Roy Ward Baker
Dr Jekyll (Ralph Bates) will die
Welt von Viren befreien – doch um seine Arbeit vollenden zu können,
braucht er mehr Zeit als ihm ein Menschenleben liefern kann. Also macht
er sich an die Arbeit an einem Lebenselexier, das er mit weiblichen Hormonen
herstellen will. Um diese zu beschaffen, braucht er frische, junge Frauenleichen
... Doch seine Rezeptur ist nicht ganz ausgereift – als Nebeneffekt verwandelt
sich Jekyll zeitweise in eine Frau, die er als seine Schwester Mrs Hyde
(Martine Beswick) ausgibt. Während Jekyll, als
Frau bestens getarnt, weiter mordet,
um sein Elixier zu vollenden und sich nebenbei in seine hübsche Nachbarin
Susan verliebt,
kämpft Hyde um die Vorherrschaft
in ihrem gemeinsamen Körper und verführt gleichzeitig Susans
Bruder Howard…
20.05. 21.30 Uhr
DER FLÜSTERNDE TOD
D 1975, 35mm, DF, 96 min. Regie:
Jürgen Goslar
Mit Christopher Lee, Trevor Howard,
Horst Frank
Ein unfassbar brutaler Western aus
Südafrika, der den Geist der Apartheid atmet. «Der flüsternde
Tod» nennt sich ein schwarzer "Albino", der, mit magischen Kräften
ausgestattet, eine Guerilla-Armee gegen weiße Siedler führt.
Als er die Frau eines Polizisten vergewaltigt, tötet und skalpiert,
ahnt er schon, dass er diesmal zu weit gegangen ist. In Bild, Musik, Action
und Pathos kann sich
der Film mit den besten Hollywood-Indianerwestern
messen. Sehen Sie Horst Frank in seiner bizarrsten Rolle!
Mi. 27.05. 21.30 Uhr
HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT
Deutschland 1972. Regie: Michael
Armstrong. 97 Min. 2660 Meter. 35mm / DF.
Lord Cunningham ist eifriger Erfüllungsgehilfe
der Kirche in der Zeit der Hexenverfolgungen im England des 16. Jahrhunderts.
Sein junger Schüler Christian
(Udo Kier) wendet sich jedoch von ihm ab, als er entdeckt, daß die
Prozesse nur der materiellen Bereicherung, zu Intrigen und der Erfüllung
sexueller Gelüste dienen. Ausgelöst durch den Erfolg der englischen
Produktion DER HEXENJÄGER, ließ die Welle der Hexen-Filme nicht
lange auf sich warten. Der von der Gloria hergestellte deutsche
Nachzieher erweist sich jedoch als ebenso kraftvoll wie das Original: neben
Stars wie Herbert Lom (alias Herbert Fux) oder Udo Kier und kruden Folter-Schocksequenzen
wartet der Film mit einem ebenso exploitativen wie düsterem Bild des
Mittelalters auf.
Als absolut hervorragender Regisseur
erwies sich übrigens Michael Armstrong der laut Aussage von Herbert
Fux (der Hexenmeister im Film) ständig im Koksrausch oder auf LSD
war und sich in einer Sänfte zum Drehort tragen ließ, bis er
irgendwann tagsüber einfach gar nicht mehr aufgewacht ist, so daß
Produzent Adrian Hoven als Regisseur einspringen mußte. Genial!
"Sehr naiver, doch mit Sadismus
genüßlich spekulierender Film, der weder kritische Distanz noch
Sinn für Geschmack verrät."
film-dienst
Mittwoch, 01.04. um 21.30 Uhr
SYNDIKAT DES GRAUENS
IT 1980. Regie: Lucio Fulci.
97 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Fabrio Testi, Ivana Mont, Guido
Alberti u.a.
"Mit zwei mal 330 PS jagen sie
über das Meer. Der Golf von Neapel gehört ihnen. Gejagt von den
Booten der Zollfahndung setzen sie täglich aufs neue ihr Leben aufs
Spiel. Da taucht eines Tages der Mann aus Marseille auf. Sein Geschäft
ist der Tod. Er will Kaviar statt Pizza - denn er handelt mit Heroin...
"
"Fulci macht keine Gefangenen. Daß
dieser Film jemals ungeschnitten in deutschen Kinos laufen konnte, erscheint
heutzutage fast als Ammenmärchen, und die Amme, die diesen Film bis
zum Schluß durchhält, möchte ich sehen.
Die Gewaltaktionen des Filmes sind
beispiellos ausgewalzt, wirken in ihrer Überzogenheit wie grotesker
Comic-Strip. Diese Tendenz zum splatterigen Grand Guignol entfernt natürlich
auch den Zuschauer von der Handlung, die eigentlich recht spannend anzusehen
ist. Man findet Luca wirklich sympathisch, sein Schicksal läßt
nicht kalt. Nur lenken die diversen Wasserfälle an roter Farbe von
der Story ab. Der "Circus Krone"-Effekt setzt ein."
Christian Keßler
Sonntag, 12.04 um 15 Uhr
DER SCHWANZ DES SKORPION
OT: La coda dello scorpione. Italien
1971. Regie: Sergio Martino. 94 Min. 35mm /
DF.
Die Athener Polizei wird durch eine
Reihe brutaler Morde in Atem gehalten. Was dem Deutschen der Edgar Wallace-Krimi
ist, ist dem Italiener der Giallo: Dieser 70er-Jahre-Vertreter des in Italien
schwer populären, hierzulande nahezu unbekannten Genres wartet mit
jeder Menge Verdächtiger, viel Spannung, einem für Giallo-Verhältnisse
extrem logisch-schlüssigem Plot und einer - gerade für seine
Zeit - extrem rasanten Inszenierung
auf. Optisch bezaubert DER SCHWANZ DES SKORPION durch sein die "Filmhaus"-Leinwand
füllendes Cinemascope-Format, rasante Kamerafahrten und abgedrehte
Zooms.
Mittwoch, 22.04. um 21.30 Uhr
Ms. 45
(Die Frau mit der 45er Magnum)
USA 81, Regie: Abel Ferrara, 35
mm, 84 Min., Originalfassung
Mit Zoe Tamerlis, Steve Singer u.a.
Die Strasse ist ihr Altar, die
Männer ihre Opfer, das Töten ihre Messe - Rape/Revenge-Reisser
von Abel Ferrara (Bad Lieutenant)
Der Katholische Filmdienst "rät
ab" von diesem umwerfenden und sehr ambivalenten Rache-Thriller um eine
stumme Schneiderin, die
an einem Tag zweimal vergewaltigt
wird und daraufhin als männermordender Vamp einen Rachefeldzug antritt.
Ms. 45 war für das seit Bronsons DEATH WISH Lynchjustiz-gewöhnte
Publikum ein Hieb in die Weichteile. Ein stummes Mädchen mit einer
grosskalibrigen Automatikpistole, das mit seinem blutrot geschminktem Kirschmund
und der schwarzen Lacklederhose jedem Taxifahrer Priapismus beschert, wandelt
sich in einer Männerwelt ständiger sexueller Belästigung
zur erhabenen Rachegöttin. (Ecki Vollmar/Trust)
Mittwoch, 29.04. um 21.30 Uhr
GODZILLA - DIE BRUT DES TEUFELS
OT: Mechagojira no gyakushu. Japan
1975. Regie: Inoshiro Honda. 83 Min. 35mm /
DF.
Endlich einmal im Programm von 'something
weird cinema': ein stilechter Klopper aus der japanischen Monsterfilm-Schmiede!
Außerirdische Wesen wollen die Menschheit ausrotten, aber Godzilla
greift rechtzeitig ein und vernichtet die
Monstren.
"DIE BRUT DES TEUFELS ist eine direkte
Fortsetzung von KING KONG GEGEN GODZILLA aus dem Vorjahr. Mechagodzilla
ist wieder da, die Außerirdischen sind die gleichen, und die Story
ist ja sowieso immer die gleiche. Ein echter 70er Jahre-Plastik-Film mit
köstlichen deutschen Dialogen." Jörg Buttgereit
Mittwoch, 04.03. um 21.30 Uhr
BASKET CASE - DER UNHEIMLICHE
ZWILLING
USA 1982. Regie: Frank Hennenlotter.
88 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
"Ein merkwürdiges Zwillingspaar
hat seine besonderen Probleme. Dies rührt daher, daß der eine
ursprünglich ein Seitenableger des anderen war, der sein Überleben
dem Mitleid einer Hausangestellten verdankt. Im Korb versteckt gehalten,
stiftet er seinen Bruder zu einem Rachefeldzug an den Ärzten an, denen
er seine 'Geburt' verdankt.
Frank Hennenlotter hat einen sowohl
spannenden als auch ironischen Film gedreht, der den schwarzen Humor des
Horror-Films der 80er-Jahre vorwegnimmt. BASKET CASE markiert sicherlich
den Wendepunkt zum zeitgenösisschen, kritikvollen Horror. Die Widmung
des Streifens an H.G. Lewis ist in Verbindung mit den graphischen Splatter-Szenen
ein eindeutiges Aushängeschild für Hardcore-Horror erster Klasse."
Frank
Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir
"Haarsträubender Unfug,
der auf den Brechreiz des Zuschauers spekuliert." film-dienst
Sonntag, 08.03. um 15 Uhr
GOTHIC
USA 1986. Regie: Ken Russell. 90
Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Gabriel Byrne, Julian Sands
u.a.
Sommer 1816, in Lord Byrons Schweizer
Villa am Genfer See: Der Hausherr lädt zu einer Geisterséance.
Mit dabei sind der Dichter Shelley, seine Verlobte Mary Wollstonecraft
und deren Halbschwester Claire. Es kommt zu einer wüsten Orgie. Schreckliche
Dämonen werden wach und stürzen die Gesellschaft in ein albtraumhaftes
Chaos...
Eine wilde Fantasie des Regie-Exzentrikers
Ken Russell über die Geburtsstunde der berühmten Roman-Figur
Frankenstein von Mary Wollstonecraft-Shelley. In orgiastischen Bildern
bisexueller Ausschweifungen liefert
Russell rauschhafte Ereignisse jenseits
der Realität, Gespräche unter Drogeneinfluss und surreale Schockerszenen,
wodurch die "Frankenstein"-Entstehung exzessiv verdichtet wird.
Mittwoch, 25.03. um 21.30 Uhr
AMERICAN MONSTER
(Q - The Winged Serpent)
USA 1982. Regie: Larry Cohen. 90
Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Michael Moriarty, David Carradine,
Richard Roundtree u.a.
Fensterputzer verlieren sprichwörtlich
ihre Köpfe, sonnenbadende Frauen verschwinden urplötzlich von
den Dächern der Stadt, in den Straßen regnet es blutige Körperteile.
New York City ist in Panik! Im Chrysler Building hat ein geflügeltes
Schlangenmonster sein gigantisches Nest gebaut und ernährt sich von
den Bewohnern der Stadt. Die Jagd nach dem American Monster beginnt...Die
Zusammenarbeit des berüchtigten B-Produzenten und Schlock-Meister
Samuel Z. Arkoff mit dem hierzulande wenig beachteten Genre-Auteur Larry
"It's Alive" Cohen gebar ein witzig-subversives Monster-Pic mit anachronistischer
Stop-Motion-Animation und einer unglaublich dichten Method-Acting-Performance
von Hauptdarsteller Michael Moriarty.
Sonntag, 08.02. um 15 Uhr
TARZAN UND DAS LEOPARDENWEIB
s/w. OT: Tarzan and the Leopard
Woman. USA 1946. Regie: Kurt Neumann. 99 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Jungle Exotica! Johnny Weissmüller
in seinem vorletzten Tarzan-Abenteuer. Seine Bewegungen sind nicht
mehr ganz so geschmeidig wie am
Anfang und auch ein leichter Bauchansatz ist schon zu erkennen. Tarzan
Fans kommen trotzdem voll auf Ihre Kosten. Es gibt Kämpfe gegen (Plastik-)Krokodile
und (Stoff-)Löwen vor schicker (Studio-)Urwald-Kulisse. Die amerikanische
Mittelstandsfamilie von Tarzan hat es sich in ihrem Baumhaus gerade richtig
gemütlich gemacht und es geht mit Frau, Sohnemann und Haustier zum
Shopping nach Zimbawi.
Die Urwaldruhe wird durch einen
Überfall auf eine Karawane gestört. Eine bizarre Herrscherin
im Leopardendress will die Macht an sich reißen, nur Tarzan kann
die Demokratie im Urwald retten...
Ein perfekter Film für einen
nachmittaglichen Kinospaß und ein schönes Beispiel für
frühes amerikanisches Exploitationkino. Viel nackte Haut, kurzweilige
Dialoge und ein fantastisches Dschungeldekor.
Mittwoch, 11.02 um 21.30 Uhr
NERO VENEZIANO - DIE WIEGE DES
TEUFELS
Italien 1977 / Regie: Ugo Liberatore
/ 35mm / Deutsche Fassung.
"Das Böse wartet darauf,
im Schoß der Frauen Fleisch zu werden!"
Den blinden Mark, der mit seiner
Schwester in Venedig lebt, quälen bedrohliche Visionen, in denen ein
schwarzer Mann seine Verwandten ermordet und seine Schwester schwängert.
Was er sieht, wird Wirklichkeit. Der Teufel selbst setzt auf diese Weise
seinen Sohn in die Welt. Marc tötet das Kind, erhält wie durch
ein Wunder sein Augenlicht wieder und muß als erstes sehen, daß
das Teufelskind auferstanden ist.
Italo-Horror vom Besten. Bilder
morbider Schönheit Venedigs mit seinen Kanälen und verfallenden
Häusern mischen sich mit Schockeffekten: Würmer quellen aus Wasserhähnen,
fette Ratten klettern aus Brunnendeckeln, Spazierstöcke werden in
zarte Wangen gebohrt. Abgerundet wirds durch einen tollen Soundtrack von
Pino Donaggio.
So. 11.01. / 15 Uhr
A BOY AND HIS DOG
deutscher Titel: "In der Gewalt
der Unterirdischen"
USA 1975, Regie: l. Q. Jones,
mit: Don Johnson und "Blood"
16 mm / OF / 87 Min.
Der Film, dem längst Kultstatus
als sträflich unterschätzte Sci-Fi-Groteske anhaftet: George
Miller nannte A Boy And His Dog als großen Einfluss für seine
"Mad Max"-Trilogie, mit einem blutjungen Don Johnson , der hier "chauvinistischer
als eine Latexallergie" ist..
A Boy and His Dog spielt in einer
postapokalyptischen Zukunft, in der Konservendosen als Währung gelten
- um z. Bsp. das Entertainmentprogramm in den Outlaw-Lagern zu bezahlen
- ein kleines Kino mit zerkratzten 20er-Jahre-Pornosequenzen. Der "Boy"
Vic (Don Johnson) ist ein plündernder Analphabet, der die atomar verseuchte
Wüste durchkämmt und von seinem schlauen Hund "Blood" telepathisch
mit Informationen versorgt wird. Vic findet Nahrung für Blood - und
der Hund erschnüffelt sexuell verfügbare Frauen für Vic.
Eine von ihnen ist sexy Quilla June (Susanne Benton), die Vic auf Anordnung
von Diktator Craddock (Jason Robards) zu den Unterirdischen lockt, wo er
als menschliche "Samenbank" gebraucht wird...
Mi. 14.01. / 21.30 Uhr
BAD TASTE
Neuseeland 1984-1987, Regie: Peter
Jackson,
35mm / OF / 90 Min.
"Bad Taste" - der Filmtitel ist Programmm!
Als ein paar Außerirdische ein kleines Dorf irgendwo in Neuseeland
als besonders interessante Nahrungsquelle für Menschenfleisch entdecken,
soll eine Spezialeinheit die ungebetenen Besucher wieder vertreiben. Die
tolpatschigen Elitekämpfer haben jedoch allerlei Probleme mit den
Kreaturen aus einer fremden Welt..."Bad Taste" - ein auf abenteuerlichste
Weise selbst produzierter, ebenso kruder wie hochgradig unterhaltsamer
Splatter-Slapstick-Meilenstein, der den neuseländischen Kunststudenten
Peter "Herr der Ringe" Jackson zum allseits favorisierten Liebling der
Horrorfans machte.
Mi. 28.01. / 21.30h
JÄGER DER APOKALYPSE
I 1980. R: Antonio Margheriti. 97
Min. 35mm / Deutsche Fassung.
Um einen propagandistischen Vietkongsender,
der mit einigem Erfolg die Moral der amerikanischen GIs unterwandert, auszuschalten,
begibt sich ein Offizier in die grüne Hölle Vietnams. Dort entpuppen
sich sein Auftrag als wahres Himmelfahrtskommando und die stationierten
Soldaten als undurchsichtige Psychopathen, so daß der Dschungeltrip
das Gegenstück aus APOKALYPSE NOW wie eine Butterfahrt erscheinen
lässt. Explizite Gewaltdarstellungen, klaustrophobische Actionszenarien
und ausgeprägter Männlichkeitswahn, ließen den Streifen
unlängst zum bekanntesten "Nicht-Horrorfilm" der Italo-Exploitationfilmindustrie
heranwachsen, der in Fankreisen Kultstatus genießt.
Mi. 10.12. / 21.30 Uhr
POSSESSION
Regie: Andrzej Zulawski
mit: Isabelle Adjani, Sam Neill,
Heinz Bennent, Margit Carstensen, u.a.
F/BRD 1981 - 127 min. - 35mm / OF.
In Deutschland kam der in Berlin
entstandene "Possession" nie in die Kinos, in Cannes spaltetet er das Publikum
- trotz zahlreicher
Nominierungen (u.a. Beste Schauspielerin
für Isabelle Adjani und Beste Regie). Abgründiges, ernsthaftes
Beziehungsdrama oder spekulativer, erzwungen transgressiver Horrorschocker?
Eine Frau betrügt ihren Mann – auf unglaubliche Weise. Mark und Anna
haben sich nichts mehr zu sagen. Nach einem Auslandsaufenthalt von Mark
hat sich das junge Paar voneinander entfremdet. Während Anna die Trennung
mit erstaunlicher Kühle hinnimmt, kann Mark die emotionale Kälte
und Ungewissheit nicht ertragen und lässt seine Frau von einem Privatdetektiv
beschatten. Der entdeckt ihr Geheimnis- zwei sehr unterschiedliche Liebhaber
- und bezahlt dies mit dem Leben. Verstörendes Meisterwerk über
das von Egoismus, sexueller Obsession und Schmerz geprägte Zerbrechen
einer unmöglichen
Beziehung.
Trailer
"Possession"
So. 14.12. / 15.00 Uhr
THE BAD SEED
dt: Böse Saat.
USA 1955. R: Mervyn Le Roy. 117
Min. 16mm / OF.
Ein erblich belastetes kleines Mädchen
ermordet mehrere Menschen. "Patty McCormack ist hervorragend als die hübsche,
aber bösartige Rhoda. Ihre gerüschten Kleider, ihre verschlagene
Höflichkeit und ihre bewundernswerten blonden Zöpfe maskieren
nur ihre innere Monströsität." John McCarty "Der
Sog des Bösen, in den man von Patty McCormack hineingezogen wird,
ist so stark, daß man, hat man den Film einmal gesehen, jedes Kind
mit anderen Augen betrachtet und Guy de Maupassant versteht, der einmal
äußerte, der Gedanke, Kinder zu haben, flöße ihm
eine unüberwindliche Abneigung ein." Christoph Dompke, Unschuld
und Unheil - Das verdorbene Kind im Film
Mi. 26.12. / 21.30 Uhr
DER SATAN
OT: Sweet Savior (The Love Thrill
Murders)
USA 1970. R: Bob Roberts. 89 Min.
35mm / DF.
Der Weihnachtsfilm von "something
weird cinema": einer von unzähligen Exploitern, die sich jener berühmt-berüchtigten
Person bedienen, die durch den Mord an Sharon Tate zu zweifelhaftem Ruhm
gekommen ist: Charles Manson. Der Mann, der sich für die Verkörperung
von Jesus und - auch nicht gerade tief gegriffen - Satan höchstpersönlich
hielt. Regisseur Bob Roberts geht - gerade mal zwei Jahre nach den Morden
- nicht gerade ziemperlich mit seiner realen Vorlage um: Charlie und seine
Killerhippies kiffen, widmen sich der freien Liebe, organisieren Sex-Parties
für die Reichen Hollywoods, brettern auf ihren brandheißen Öfen
herum und zeigen der amerikanischen Flagge den Stinkefinger! "Ein Machwerk,
das den Mordfall Manson/Sharon Tate ausschlachtet und sich sich in anödenden
Sex- und Blutszenen ohne jeden Hintergrund erschöpft. An so etwas
wie Hintergrund - sei es nun psychologischer oder sozialkritischer Art
- hat man nicht im entferntesten gedacht.", schwärmt der "film-dienst".
So. 09.11. / 15.00 Uhr
WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN
D 1967. R: Rolf Olsen. 86 Min. 35mm
/ DF.
Der Film beginnt mit einem Schwenk
von einer Zeitungs-Schlagzeile - "Hamburgs Jugend LSD gefährdet?"
- auf die Große Freiheit.
Ein Journalist recherchiert
in den dunklen Kiez-Gassen, um einer Dealer- und Mädchenhändler-Gang
auf die Schliche zu kommen.
Doch der "Pressescheißer"
(O-Ton) hat nicht mit "Feuerhotte" und seinen Schlägern gerechnet.
Was nun folgt ist kaum zu glauben:
Derrick-Sidekick Fritz Wepper als
Student mit LSD-Küche im Keller, Herbert Reincke als sympatischer
Kiezschläger, Jürgen Draeger
als Beatnik, ein Kameramann im Delirium,
ein fantastischer Orgelbeat von Erwin Halletz und das ist längst noch
nicht alles...
Mi. 12.11. / 21.30 Uhr
STAR CRASH - STERNE IM DUELL
OT: STARCRASH. USA 1978. R: Lugi
Cozzi. 35mm / DF.
Mit Caroline Munro, David Hasselhoff
u.a.
Diese Perle der Filmkultur entstand
im Kielwasser des Erfolgs von "Star Wars"...Ein guter Kaiser kämpft
im Weltraum gegen einen
schurkischen Grafen und siegt schliesslich
durch den bewusst herbeigeführten Zusammenprall zweier Sterne. Caroline
Munro in
knappstem Latex und Leder, David
Hasselhoff in aberwitzigen Space-Kostümierungen, sehr spezielle "special
effects", hirntote Dialoge
- Sci-Fi Trash vom Feinsten,
knallbunt und hochamüsant.
Mi. 26.11. / 21.30 Uhr
DR. BUTCHER, M.D.
OT: La regina dei cannibali. I 1979.
R: M. Girolami. 89 Min. 35mm / DF.
Die Muppetshow-Variante des italienischen
Zombiefilms verziert mit krudesten Splattereffekten. Auf einer einsamen
Südseeinsel liefern
sich kannibalistisch veranlagte
Wilde und von einem wahnsinnigen Wissenschaftler gebastelte Untote blutige
und sinnlose Kämpfe.
"Ein Exploiter im Stile besten Schmuddelkinos.
Der Film zieht alle Vorurteile auf sich, die das Genre so in Verruf gebracht
haben."
Frank Trebbin
"
Mi. 01.10. / 21.30 Uhr
Köln-Premiere
VIVA!
USA 2007. R: Anna Biller. 120 Min.
35mm / OF.
„A feast of style, color, drugs and
baby doll lingerie“
Das Spielfilmdebüt von Anna
Biller ist eine Hommage an die Sexploitation-Ära der 70s und beutet
nun seinerseits diverse Vorbilder
und Klischees aus jener Zeit aus.
Die Hausfrau Barbie (Anna Biller höchstpersönlich) hockt daheim,
während sich ihr Gatte Rick auf
der Arbeit und beim Skifahren in
Aspen vergnügt. Davon haben sie und ihre Freundin Sheila schließlich
die Nase voll. Sie lassen den Staubsauger links liegen und begeben sich
auf einen Streifzug durch die bunte Welt von Nudisten-Camps, Edel-Bordellen
und Gruppensexparties. Das Püppchen Barbie wird zur wollüstigen
Viva…
So., 05.10. / 15 Uhr
MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL
OT: FORBIDDEN WORLD. USA 1982. R:
Alan Holzman. 82 Min. 35mm / DF.
Der ehrgeizige Lehrer eines Gen-Forschungszentrums
auf dem Planeten Xarbia entwickelt ein schnell wachsendes Ungeheuer, das
sich von Menschenfleisch ernährt. Sehr unterhaltsames Sci-Fi/Horror-Pic
mit Splatter- und Sex-Einlagen im Fahrwasser des Erfolgs von
"Alien" aus der Schmiede von Roger
Cormans "New World Pictures".
Mi. 22.10. / 22.00 Uhr
GESICHTER DES TODES
OT: Faces of Death. USA 1979. R:
Conan Le Cilaire. 86 Min. 35mm / DF.
FSK: 18
War MONDO CANE der Großvater
des Genres, so kann dieser erste ernsthafte amerikanische Versuch eines
Mondos getrost als
Vater bezeichnet werden. Die Härte
setzte neue Maßstäbe. Nicht mehr die Originalität von
Szenen - wie es bei Jacopetti und
seinen Nachfolgern oft der Fall
war - war für deren Auswahl verantwortlich, sondern rein ihr schockierendes
Potential. Offenbar
haben es die Zuschauer weltweit
genossen, sich auf diese Art verstören zu lassen - der Film leitete
eine Renaissance der 'Shockumentaries' ein. Fortan orientierten sich zahllose
Nachfolger nicht mehr an MONDO CANE, sondern am bluttriefenden Vorbild
GESICHTER DES TODES. Auch in tiefsten bäuerlichen Provinzen kann man
in nahezu jeder Privat-Videosammlung eine Kopie des
Films finden (meist auf einem Tape
mit EVIL DEAD), und es gibt wohl keine Proll-Party, auf der GESICHTER DES
TODES noch nicht gelaufen ist. Sicherlich einer der meistdiskutierten und
-angegriffenen Filme unserer Zeit. (Marian D. Botulino)
Mi. 10.09. / 21.30 Uhr
HORROR INFERNAL
OT: INFERNO
It 1980, 35mm, Regie: Dario Argento
Blutiges Meisterwerk von Horror-Guru
Argento ("Suspiria", "Deep Red")
Ungekürzte deutsche Fassung
Dario Argento ist der Grossmeister
des italienischen Horrorfilms.
Nach "Suspiria" war "Inferno" der
zweite Teil von Argentos Trilogie über das okkulte Treiben dämonischer
Mächte, die in drei unheilschwangeren Häusern in Freiburg, London
und New York Entsetzen, Angst und Tod verbreiten.
In New York kommt ein Student dem
schrecklichen Geheimnis der "Drei Mütter" auf die Spur, düsteren
Schatten aus einer okkulten Tradition. Mit einer ausgeklügelten Farbregie
verwandelt Argento nächtliche Großstadtstraßen und luxuriöse
Art-Deco-Wohnungen in alptraumhafte Horror-Szenerien. Köpfe rollen,
Blut fließt in Strömen. In den besten Sequenzen dieses Films
erweist sich Argento als brillanter Architekt künstlicher Schreckens-Räume.
NEU! Sonntags-Matinee
So. 14.09. / 15 Uhr
FRIDAY THE 13TH
...in der ungekürzten
amerikanischen Fassung!
USA 1980. R: Sean S. Cunningham.
92 Min. 35mm / ungekürzte US-Fassung.
Eine Gruppe von liebestollen Teenagern
wird am Feriencamp Crystal Lake von einer irren Serienkillerin abgeschlachtet.
"Trotz aller Vorbehalte die dieser
zugegebenermaßen etwas ruppige Streifen auf sich gezogen hat, stellt
FRIDAY THE 13TH doch einen Meilenstein des modernen Horrorfilms dar: Cunninghams
Werk ist nämlich zum Vorbild unzähliger Nachahmer im Stalk'n'Slash-Genre
geworden. Er selbst hat viele Fortsetzungen erhalten. Die Handlung kann
zwar getrost vergessen werden, aber die filmische Umsetzung der 5 Seiten
umfassenden Story mit der Einbeziehung der hervorragenden und sehr blutigen
Effekte ist schon sehenswert. Die Handlungsabläufe - die Opfer haben
erst Sex und werden dann abgeschlachtet - sind zu den ständigen
Versatzstücken heutiger Genrestreifen geworden." Frank Trebbin,
Die Angst sitzt neben Dir
Mittwoch, 24. September / 21.30
Uhr
TUNNEL DER LEBENDEN LEICHEN
OT: DEATH LINE. England 1972. R:
Gary Sherman. 87 Min. 35mm / DF.
1892, beim Bau der Londoner U-Bahn,
sind Menschen verschüttet worden, die in
finsteren Tunnels noch immer leben
und sich seitdem, per Mord und Kidnapping,
auf kannibalistische Weise ernähren.
Klassiker des britischen Horrorfilms.
Mi. 13.08. / 21.30 Uhr
im Rahmen des Filmhaus Open Air
CHAPEAU CLAQUE
Komödie, Deutschland 1973,
35mm,
Regie: Ulrich Schamoni. Mit: Ulrich
Schamoni, Anna Henkel, Rolf Zacher, Karl Dall, Jürgen Barz,
Alix Buchen, Ingo Insterburg, Peter
Schlesinger.
»Die Beichte eines Faulenzers«.
Nach dem Bankrott seines nicht mehr zeitgemäßen Familienunternehmens
(Zylinder-Herstellung) zieht sich
Hanno Giessen, 33, als nun unfreiwilliger Privatier in seinen überladenen
Elfenbeinturm zurück, um
dort anfänglich erfolgreich
der Faulheit und der Kontaktlosigkeit zu frönen, bis ihm ein Freund
die junge Anna vorstellt.
Kultsatire über die Kunst des
Müßiggangs.
Vorab Kurzfilm
WOHNHAFT • D 2001/2004 •
8,31 Min. • R.: Bernhard Marsch + Werner Enke •
Der Film dokumentiert Bernhard Marschs
ehemalige Wohnung, in der er 18 Jahre lange gewohnt hat. Seine aus den
Fugen geratene, voll gestopfte Bude
wird Schauplatz einer Unterhaltung zwischen den beiden Regisseuren, die
sich des Themas Wohnen und Räume annehmen.
Mi. 27.08. / 21.30 Uhr
im Rahmen des Filmhaus Open Air
MUDHONEY - IM GARTEN DER LUST
USA 1964, 35mm, Regie: Russ Meyer
Deutsche Fassung
Gier, Alkoholismus, Gewalt, religiöser
Wahn, unkontrollierbare Leidenschaft, Lustmord, Wahnsinn und
Lynchjustiz – Russ Meyer, König
des Sexfilms, drehte mit MUDHONEY ein abgründiges Meisterwerk.
In den Jahren der großen Depression,
Anfang der 30er-Jahre, findet ein Ex-Häftling Arbeit auf einer abgelegenen
Farm.
Er wird aber, weil die Besitzerin
der Farm Gefallen an ihm findet, vom Sadisten Sidney ständig gequält.
Nachdem Sidneys Intrigenspiel fehlschlägt, dreht dieser völlig
durch...
»MUDHONEY, das war reine Poesie,
diese Sinnlichkeit schon im Titel, und der Film war dann überraschend
schön und von einer verzaubernden Naivität – alles andere als
ein sinnloses Sex-Spektakel. Nein, MUDHONEY war ein saftiges Stück
Americana, gut abgehangen, mit einem eifernden Prediger, naiven Jünglingen,
prallen Blondinen.« Fritz Göttler
Mi. 09.07. 21.30 Uhr
DIE NACKTE UND DER SATAN
s/w. Deutschland 1959. Regie: Victor
Trivas. 96 Min. 35mm / DF.
Eine verkrüppelte Krankenschwester
erhält operativ den makellosen Körper einer Bartänzerin
aufmontiert, die ein krankhafter
Forscher zu eben diesem Zwecke geköpft
hat. Wiederbelebte Hundeköpfe, enthauptete Stripperinnen, ein wild
grimmassierender
Horst Frank und unheilsschwangere
OP-Sequenzen im ersten deutschen Horrorfilm der Nackriegszeit!
Mi. 23.07. 21.30 Uhr
im Rahmen des Filmhaus Open Air
DER GEWISSE KNIFF
OT: THE KNACK...AND HOW TO GET IT
UK 1964, deutsche Fassung,
Regie: Richard Lester, Musik: John Barry
Gelungenes Porträt des "Swinging
London" der 60er Jahre und temporeiche Parodie auf das Leben in der modernen
Großstadt. "Beatles"-Regisseur Richard Lester verbindet in seinem
Kinodebüt amerikanischen Slapstick, französische Nouvelle Vague
und Themen der Popkultur zu einer einzigartigen Avantgarde-Komödie.
Mi.
11 06. 21.30 Uhr
THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR
OT: 1990 - I Cavalieri del Bronx
Italien 1982
Regie: Enzo G. Castellari
Darsteller: Vic Morrow, Fred Williamson,
u.a.
35mm / DF
Die Bronx, eine höllische Steinwüste
mitten in New York.
Hier regiert das Gesetz der Strasse.
Die Banden der Riffs, Scavengers
und Tigers kontrollieren das Stadtgebiet.
Die Polizei ist machtlos und hat
das gesamte Viertel zum Sperrgebiet erklärt.
Ann, die Tochter des Präsidenten
der Manhattan Cooperation, hat das Leben in der High Society satt und sucht
Unterschlupf bei Trash, dem Anführer der Riffs.
Schließlich kommt es zwischen
den Gangs zum Krieg um das Mädchen.
Das New Yorker Police-Department
hat zudem seinen besten Mann, Hammer, entsandt, um Anne aus der Bronx zurückzuholen...
"Zukunftsbild vom New Yorker Stadtteil
Bronx als Lebens- und Kampfraum rivalisierender Banden. Ein sehr brutaler
Film, der bedingungslose Hingabe an das absolut Böse als denkbar beste
Möglichkeit zur menschlichen Lebenserfüllung ausgibt." (filmdienst)
Mi. 25.06.2008
"We
are going to eat you up"-Zombie-Double-Feature
* THE BEYOND
* ASPHALTKANNIBALEN
THE BEYOND
OT: E Tu Vivrai Nel Terrore...L'Aldila
I 1980. R: Lucio Fulci. 88 Min.
35mm / DF.
Die Renovierungsarbeiten, die Lisa
und ihr Freund an einem alten Hotel im Süden der USA vornehmen, lassen
sie ein Tor zur Hölle entdecken. Von dort entsteigen lebende Tote,
um die Kleinstadt zu terrorisieren. Mit Hilfe einer blinden Freundin und
einem Arzt
stellt sich Lisa dem Schrecken entgegen.
Bewußt läßt Fulci
schon recht früh eine klassische Narration fallen und setzt an dessen
Stelle ein Delirium an kunstvoll komponierten Bildern (bei Kameramann Sergio
Salvati ist auch nichts anderes zu erwarten), eine wabernde Geräuschkulisse,
bei der bereits die kleinste Handbewegung ein wahres Donnern und Krachen
auslöst, und eine gekonnte Mischung aus graphischen Spezialeffekten
und atmosphärischen Schocks. Ein lohnender Tausch: Der resultierende
Film ist nicht nur der überragende Gewinner um die Dornenkrone des
italienischen Zombiefilms, sondern zugleich auch einer der wegweisendsten
modernen Horrorfilme überhaupt von wahrhaft
surrealer Sprengkraft. Wenn in der
letzten Szene des Films etwa die beiden Hauptprotagonisten in das Jenseits
gelangen und sie
sich im wahrsten Sinne in der Hölle
auf Erden gefangen sehen, dürfte auch dem hartgesottensten Zuschauer
ein kalter Schauer
den Rücken hinunterlaufen.
"Ein dilletantisches Produkt, das
seine blutrünstigen Horroreffekte bis zur Lächerlichkeit strapaziert."
film-dienst
ASPHALTKANNIBALEN
OT: Apocalypse Domani. I 1979. R:
Antonio Margheriti. 89 Min. 35mm / DF.
Zum Ende des Vietnamkrieges haben
sich einige GIs mit einem Virus infiziert, das einen zum Kannibalen werden
läßt. Zurück in der Heimat bricht die Krankheit erst richtig
aus. Antonio Marghertitis spannende Zombie-Vietnam-Mixtur ist sicherlich
einer seiner besten Regiearbeiten: ASPHALTKANNIBALEN ist ein ebenso ungewöhnlicher
wie unterhaltsamer Comic-Strip-Splatterfilm. Einer der
rauhbeinigen und durch besonders
asoziales Verhalten glänzenden Soldaten heißt übrigens
nicht nur "Charles Bukowski" (!),
sondern wird zudem von Klaus Löwitsch
synchronisiert (!!) – das ist natürlich ein Glücksfall.
"Kruder Zombie-Verschnitt mit unlogischer
Handlungsführung, der das amerikanische Vietnam-Trauma für spekulative
Brutalitäten mißbraucht." film-dienst
Di. 13.05. 21.30 Uhr
BRING MIR DEN KOPF VON ALFREDO
GARCIA
OT: Bring Me The Head of Alfredo
Garcia
USA 1974
Regie: Sam Peckinpah
D: Warren Oates u.a.
35 mm. Deutsche Fassung.
Alfredo Garcia hat vergeigt: Nachdem
er die noch jugendliche Tochter eines mexikanischen Großgrundbesitzers
geschwängert hat, setzt dieser ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Daraufhin
macht sich jeder, der eine Waffe halten kann, auf den Weg zum Schlachtfest.
Was keiner weiß: Alfredo Garcia weilt gar nicht mehr unter den Lebenden;
ein Unfall hat ihn hinweggerafft. Doch die Welle der Gewalt ist längst
nicht mehr aufzuhalten.
Mit dem für den Regisseur schon
typischen Brutalo-Realismus zeigt Peckinpah die Mechanismen ausartender
Gewalt.
Mi. 28.05. 21.30 Uhr
EL TOPO
Mexiko 1969.
Regie: Alexandro Jodorowsky.
125 Min. DF.
Alpträume von Horror, Gewalt
und Perversionen des chilenischen Surrealisten Jodorowsky in einer blutig
eingefärbten Wildwest-Szenerie.
"EL TOPO is a film you can never
forget. It dazzles the eye, boggles the mind, and strangely and strongly
affects the emotions. It is outrageous, pretentious, and brilliant. Some
critics considered it the vilest, stupidest, goriest, sickest movie ever
made. Others felt it was a cinematic masterpiece, a testament to one man's
genius, a road map to the soul." Midnight Movies
Mi. 09.04. 21.30 Uhr
DEATH RACE 2000
OT: Frankensteins Todesrennen
USA 1975.
Regie: Paul Bartel.
84 Min. / 35mm / OF.
Darsteller: John Carradine, Sylvester
Stallone u.a.
In der Zukunft gibt es nur noch ein
wichtiges Sportereignis: Ein mörderisches Rennen quer durch die USA,
bei dem der Fahrer gewinnt, der die meisten Fußgänger überfährt.
Die beiden Favoriten sind der mysteriöse Frankenstein und sein größter
Widersacher, der impulsive Machine Gun Joe Viterbo. Während das Rennen
die ersten Opfer fordert, formiert sich eine Widerstands-Gruppe gegen die
blutige Veranstaltung. DEATH RACE 2000 ist einer der Exploitation-Klassiker
aus der Roger-Corman-Schmiede, die es vorbildlich verstanden haben, mangelndes
Budget durch konsequent umgesetzte Ideen auszugleichen. Beste Unterhaltung
der alten Schule.
Mi. 23.04. 21.30 Uhr
PINK FLAMINGOS
USA 1972.
Regie: John Waters.
D: Divine, Mink Stole, David Lochary
u.a.
93 Min. / 35mm / OF.
John Waters PINK FLAMINGOS ist zweifelsohne
einer der berüchtigsten Filme überhaupt. Der Filmkritiker Libritschek
schreibt: »PINK FLAMINGOS includes graphic depictions of cannibalism,
rape, masturbation, incest, murder, sodomy, voyeurism, fellatio, castration,
bestiality, defecation, toe fetishism, exhibitionism, a hermaphrodite,
a chicken fucker, an egg sucker, a singing asshole and at the end Divine
eats a fresh pile of steamy dog shit. It is a comedy, one of the funniest
and grossest movies ever made.«
Samstag, 15. März
'something
weird cinema' & 'Traumathek' präsentieren:
Swinging BRD-Double-Feature
Mit WILDER REITER GMBH (19h)
und ICH – EIN GROUPIE (21h)
ab 23h: 14-Jahre-Traumathek-Geburtstagsparty
mit DJ Soulrabbi
14 Jahre 'TRAUMATHEK' in Köln!
Anläßlich des 14ten Geburtstag
der 'Traumathek' – der größten Videothek für Filmkunst
und Originalfassungen in NRW –widmet sich 'something weird cinema' dem
Jungen Deutschen Film der späten 60er: Flower, Power, durchgeknallte
Drehbücher. Zusammen mit unserer Lieblingsvideothek haben wir zwei
rare Juwelen des Popkinos ausgewählt: Das fette Swinging BRD-Double-Feature
am Samstagabend, das durch den anschließenden Gig des DJ-Großmeisters
Soulrabbi zum abendfüllenden Party-Ereignis wird!
WILDER REITER GMBH
s/w. D 1966. Regie: Franz-Josef
Spieker. 104 Min. 35mm / DF.
Durch Zufall läßt sich
ein Zeitungsvoluntär für den Job als Publicitiymanager des selbsterklärten
Popstars Kim verpflichten. Selbiger bringt zwar kaum einen artikulierten
Laut aus seiner Kehle hervor, weiß dieses Manko jedoch durch rücksichtslose
Promotionstunts auszugleichen. So werden schon mal Nonnen in ein nahegelegenes
Moor gejagt, um danach pressewirksam vom „Wilden Reiter“ gerettet zu werden.
Nach und nach beginnt Kim allerdings, auch seine Angestellten zu mißhandeln...WILDER
REITER GMBH stellte einen der ersten großen Publikumserfolge des
Jungen Deutschen Film dar – und dies mit gutem Grund. Bei Franz Josef Spiekers
Ausnahmekomödie handelt es sich nämlich unbestreitbar um die
mit Abstand bissigste Satire auf die bundesdeutsche Nachkriegskultur, welche
man in diesem Lande bis dato bestaunen konnte.
ICH – EIN GROUPIE
D 1970. Regie: Erwin C. Dietrich.
103 Min. 35mm / DF.
Um einem Rocksänger nachzujagen
und sich allgemein ein heißes Leben zu leisten, stürzt sich
ein Londoner Groupie – gespielt von einer hinreißenden Ingrid Steeger
– kopfüber in eine bewußtseinserweiternde Reise durch die europäische
Subkultur der Endsechziger. Sie schmuggelt Hasch in hautengen „Stretch-O-Lastic-Pants“
über die holländische Grenze, gibt sich langhaarigen Gitarrenzotteln
hin, brettert nackt auf Hell's Angels-Satteln durch die Züricher Innenstadt
und wohnt sogar einer schwarzen Messe des Berliner Diskokönigs Rolf
Eden bei. Daß das nicht lange gut geht, läßt schon der
Alternativtitel DAS MÄDCHEN MIT DEM EINWEGTICKET vermuten...Obwohl
ICH – EIN GROUPIE zu seiner Entstehungszeit in erster Linie als Sexfilm
konzipiert wurde, sieht man dem Film aus heutiger Sicht seine Ausgangsbestimmung
kaum noch an. Stattdessen inszeniert ICH – EIN GROUPIE ein archetypisches
Bild der Jugendkultur der Endsechziger, indem er seine Hauptdarstellerin
auf eine psychedelische Odyssee durch sämtliche Stereotypen der damals
noch neu erscheinenden Jugendbewegungen schickt, was den Film zu einem
raren Beispiel für den heimatlichen Beatfilm stilisiert. Selten erfaßte
jedoch ein Film dieses Bereichs so einfühlsam das Lebensgefühl
dieser Periode, wodurch zugleich eine Stellung als unvergleichliches Zeitdokument
erreicht wird.
Mi. 26.03. 21.30 Uhr
NACKT UNTER LEDER
OT: The Girl on a Motorcycle.
GB/F 1967.
Regie: Jack Cardiff.
D: Alain Delon, Marianne Faithfull
u.a.
91 Min. / 35mm / DF.
Mit Mick Jaggers damaliger Freundin
Marianne Faithfull und Alain Delon in den Hauptrollen sorgt der gewagte
Mix aus Leder-Fetischismus, Easy-Rider-Romantik und Softest Porno für
einen beträchtlichen Kultfaktor.
Diese europäische EASY RIDER-Variante
mit einer attraktiven Hauptdarstellerin sollten Fans des psychedelischen
Sixties-Kinos nicht verpassen.
Mi. 13.02. 21.30 Uhr
STRAIT-JACKET
s/w. USA 1964.
Regie: William Castle.
89 Min. / 16mm / OF.
Hollywod Bizarre: Joan Crawford –
in STRAIT-JACKET ist sie eine monstress, passioniert und bemitleidenswert.
Crawfords Darstellung ist Parodie
auf ihr eigenes Image, auf ihre Manierismen, sie handelt von der Groteske
des Alterns. Sie spielt eine Axtmörderin, die nach 20 Jahren aus der
Klapse entlassen wird. Bald geschehen wieder grausame Morde. Morde, mit
einer Axt begangen. Dass die Zeit heilt, ist eine Lüge. Die Zeit ist
grausam.
Mi. 27.02. 21.30 Uhr
BLUTIGER FREITAG
D 1972.
Regie: Rolf Olsen.
97 Min. / 35mm / DF.
Raimund "Kartoffel" Harmstorf spielt,
nein ist der Proll-Gangster Heinz Klett, der mit seiner Bande eine Münchener
Bank ausraubt.
Der rasante Erzählstil von
Regisseur Olsen und die dynamische Kameraarbeit, die gewaltgeladenen Bilder
und Kletts aufpeitschende
Haßtiraden gegen Staat und
Polizei erheben BLUTIGER FREITAG zum konkurrenzlos besten deutschen
Gangsterfilm. "Wer mit dem
Brecheisen reich werden will, darf
keine Mimose sein!"
Mi. 23.01. 21.30 Uhr
REPO MAN
USA 1984 • 92 Min. • OmU
Regie.: Alex Cox
D.: Emilio Estevez, Harry Dean Stanton
•
Punk-Komödie um einen Loser,
der im Auftrag einer Finanzierungsgesellschaft die Autos säumiger
Ratenzahler wieder in Besitz nimmt.
Repo Man wurde durch die Musik von
Iggy Pop, den düsteren New Wave Look und durch seine Punk-Attitüde
zu einem Pop-Mythos der 80er Jahre.
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