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Alle Vorführungen finden im Filmhaus Kino, Maybachstrasse 111, 50670 Köln, statt!

Seit Dezember 2007 widmen sich Filmhaus Kino und GEBÄUDE 9 mit der Reihe SOMETHING WEIRD CINEMA der Kultur des Mitternachtsfilms. 
Das Filmprogramm spricht für sich: Italienische Zombie- und Mondofilme, Ingrid Steeger in ICH – EIN GROUPIE, John Waters und Divine, Biker-Trash, 
ruppige Charles Manson Biopics, Drogen- und Punkfilme und vieles mehr werden von nun an drei mal monatlich die Kölner Kinolandschaft versüßen
– natürlich ausschließlich als 35- oder 16mm-Filmkopien.
Psychotronisch, bewußtseinserweiternd, exploitativ und jenseits filmischer Norm und gutem Geschmack!

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 März 2010


Mi., 03.03. um 21.30 Uhr
MONDO CANNIBALE 2 - DER VOGELMENSCH
(OT: Ultimo Mondo Cannibale) IT 76, 
Regie: Ruggero Deodato. 35mm / DF / ca. 90 min.

Eine Gruppe junger Leute muß im malayischen Urwald notlanden. Im Verborgenen lauern jedoch schon die Kannibalen, die sich von den unerwarteten Besuchern ein ordentliches Häppchen erhoffen.
Dieser inhaltlich interessante Versuch sich in die anbahnende Erfolgswelle einzuschleichen, wird nur durch die offensichtlich selbstzweckhafte Zurschaustellung kannibalistsicher Rituale geschwächt. Durch die geschickte und gute Fotografie bleibt der Film über weite Strecken, trotz des augenscheinlich geringen Budgets, interessant und glaubhaft. Im Gegensatz zu den späteren Einstiegen bspw. Jess Francos in dieses Subgenre kann MONDO CANNIBALE 2 zumindest mit einer spannenden Geschichet aufwarten. Für Ruggero Deodato war dieser Film lediglich eine Fingerübung für sein späteres Meisterwerk NACKT UND ZERFLEISCHT." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir
"Die dünne Handlung ist Aufhänger für die Darstellung extremer Scheußlichkeiten" film-dienst
Mondo Cannibale 2 - Trailer auf myvideo


Mi., 17.03. um 21.30 Uhr
DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE
(OT: Il Gatto a Nove Code) D/IT/F 70, 
Regie: Dario Argento. D.: Karl Malden, Horst Frank, u.a. 35mm / DF/ ca. 90 min.

Der ehemalige Reporter Franco Arno, der bei einem Unfall sein Augenlicht verlor, bemerkt zufällig ein verdächtiges Gespräch in der Nähe seiner Wohnung. Kurz darauf wird ein Wissenschaftler, dessen Institut in der Näche von Arnos Wohnung liegt, hinterlistig ermordet. Als er seine Beobachtungen einem Journalisten erzählt, begeben sich beide auf die Spur des mysteriösen Falls. Doch schon bald gibt es weitere Tote im Zusammenhang mit den Ereignissen. Die beiden geraten schliesslich selbst ins Visier der Polizei und immer tiefer in eine unglaubliche, tödliche Verschwörung. 
Filmtrailer auf youtube


Fr., 26.03. um 21.30 Uhr
FEMALE TROUBLE
USA '74, Regie: John Waters. Mit: Divine, Mink Stole, David Lochary u.a.
Original mit Untertiteln, 35mm, ca. 90 min.

Voila: Divine unter Haus- und Hof-Regisseur John Waters in einem seiner berühmten Trash-Filme. Das skurrile Friseur-Ehepaar Donna und Donald Dasher entwickelt die obskure Theorie, daß Schönheit und Verbrechen miteinander in Beziehung stehen. Die beiden bauen eine fette, durch ein Säureattentat entstellte Frau (Divine) zum Star auf, der/die schließlich auf dem elektrischen Stuhl landet.
Trailer auf youtube



 
 April 2010

TARANTINO TRASH BASTARDS
- SWC-Special im April -
Die Filmreihe "something weird cinema" - Kölns Nische für B-MovieTrashSplatterExploitation, Absonderliches, Psychotisches, Krasses, Seltsames aus der Schattenwelt des Kinos - 
stellt den April unter das Motto "Tarantino Trash Bastards" und zeigt vier Filme, die in einem losen Zusammenhang mit Tarantinos neustem Streich INGLOURIOUS BASTERDS stehen. 
Dazu zeigt das Filmhaus Kino begleitend vom 22. bis zum 25.April Tarantinos Filme RESERVOIR DOGS, JACKIE BROWN - und eben die INGLORIOUS BASTERDS
Natürlich wie immer alles als 35mm-Kinokopien!
 
 

Mi. 07.04. um 21.30 Uhr
DIE LEOPARDEN KOMMEN
OT: Il dito nella piga. Italien 1969. Regie: Tonino Ricci. ca. 90 Min. 35mm / DF. 

Zweiter-Weltkriegs-Film aus der italienischen Cheapo-Filmschmiede mit Klaus Kinski in der Hauptrolle, der in der Handlung Parallelen zu Castellaris EIN HAUFEN VERWEGENER HUNDE (dem "Original" INGLOURIOUS BASTERDS) aufweist. Mit Musik von Riz Ortolani.
 "Westernähnlicher Kriegsfilm, der seine Schießwütigkeit durch kritische Äußerungen zu übertünchen versucht." film-dienst



Fr. 16.04. um 21.30 Uhr
ILSA, SHE WOLF OF THE SS
USA/Deutschland 1975. Regie: Don Edmonds. Mit Dyanne Thorne, Gregory Knoph, Tony Mumolo, Maria Marx.
35mm. 96 Min. Originalfassung.

„Ilse Holzer regiert ihr Lager mit eiserner Hand. Bewaffnet mit Spritze, Peitsche und Pistole verbreitet sie Angst und
Schrecken unter den Häftlingen. Sex und Gewalt regieren. Als sie den Reizen eines gutgebauten jungen Amerikaners
verfällt, ist das der Anfang vom Ende. ILSA ist der Klassiker der Naziploitation und mit Dyanne Thorne kongenial
besetzt.“ (Die Freunde des schrägen Films, Berlin)
„Ein Film wider den guten Geschmack. In blutig grotesken Bildern wird ein realistisch anmutendes Bild menschlicher
Perversionen gezeichnet, welches nicht unbedingt nur etwas mit Nationalsozialismus zu tun haben muß. Die hinzu-
kommenden sexuellen Ausschweifungen von Ilsa würden sogar noch einen Marquis de Sade zum Grinsen bringen.“
(Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)


Mi. 21.04. um 21.30 Uhr
SALON KITTY
Italien 1975. Regie: Tinto Brass. 106 Min. 35mm / DF.

Wer den Regisseur kennt, ahnt schon, daß SALON KITTY dem Titel zum Trotz nicht die putzigen Begebenheiten um einen Coiffeur-Laden für Mietzekatzen behandelt. 
Vielmehr widmet sich Tinto Brass hier erneut seinem Lieblingsthema, dem wechselseitigen Zusammenspiel von Sexualität und Macht. Auf einer wahren Begebenheit beruhend und deutlich von Bob Fosses Oscar-prämiertem CABARET beeinflußt, schildert SALON KITTY die politischen Intrigen in einem der Spionage dienenden Nazibordell der 30er Jahre. Brass' visuelle Inszenierung der sexuellen Aktivitäten driftet dabei ständig ins Obskure ab. Seine gewählten Ikonographien sind so exzentrisch geraten, daß sich einige der Bilder für immer im Hirn des Betrachters festsetzen. So hat sich Helmut Bergers Stilisierung als nackte, lediglich mit zwei Swastika-Schwimmflügeln bekleidete Nazigröße – die gediegene Visconti-Vergangenheit des Schauspielers ignorierend – zu einer der bekanntesten Darstellung des österreichischen Chefneurotikers gemausert.
"Ein spekulativer Film ohne zeitkritischen Wert, der lediglich auf den Reiz von Sex und Nazi-Nostalgie baut." film-dienst
Filmtrailer auf veoh.com
 


Fr. 30.04.um 21.30 Uhr
KEOMA - DAS LIED DES TODES
Italien 1976. Regie: Enzo G. Castellari. ca. 90 Min. 35mm / DF.

Franco "Django" Nero spielt den halbindianischen Bastard Keoma, der aus dem Krieg in seine Heimatstadt zurückkehrt, wo eine Bande rassistischer, schießwütiger Verbrecher herrscht. 
Da kann Keoma sein Mordhandwerk, das er im Krieg gelernt hat, gleich wieder anwenden. 
Regisseur Castellari gehört zu den talentiertesten Schöpfern italienischen Genrekinos und liefert mit KEOMA einen ebenso eleganten wie sadistisch-brutalen S
paghetti-Western ab, der zu den Klassikern seiner Art zählt. Im "Filmhaus"-leinwandfüllendem Cinemascope!
Kleine Randnotiz in eigener Sache: Von Castellari zeigte "something weird cinema" bereits den Gang-Klopper THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR 
und den "Poliziotteschi" DEALER CONNECTION - DIE STRASSE DES HEROINS. 
Trailer auf youtube
 
 
 
 





ARCHIV

 
 
 Februar 2010

Mi. 03.02.  um 21.30 Uhr
GROSSANGRIFF DER ZOMBIES
OT: Incubo sulla città contaminata
Italien, 1980, 88 min, 35mm, Deutsche Fassung
Regie: Umberto Lenzi
Darsteller: Hugo Stiglitz, Laura Trotter, Mel Ferrer

Die Welt in Aufruhr! Ein Reaktorleck samt radioaktiver Gaswolke lässt die Menschheit zu Zombies mutieren. 
Diese werden immer zahlreicher und sind noch intelligent genug, um Werkzeuge und Waffen zu benutzen und sogar Flugzeuge zu fliegen. 
Zombie-Katastrophen-Action-Reißer vom Routinier der knallharten Übertreibung: Umberto "Mondo Cannibale" Lenzi.



Mi., 17.02.  um 21.30h
HURRA, WIR WERDEN AUFGEKLÄRT!
Deutschland 1988. Regie: Reginald Puhl. 81 Min. 35mm / DF.

Unterhaltsame und kurzweilige Zusammenstellung von Ausschnitten aus deutschen
Aufklärungs- und Reportfilmen der 60er und 70er Jahre. Der Karnevalsbeitrag von
"something weird cinema": Kehret um und tuet Buße!



Fr., 26.02. um 21.30 Uhr
WHO CAN KILL A CHILD?
aka: SCREAM / ISLAND OF DEATH / TÖDLICHE BEFEHLE AUS DEM ALL. OT: QUIEN PUEDE
MATAR A UN NINO? Spanien 1976. Regie: Narciso Ibanez Serrador. 106 Min. 16mm /
OF.

Vertreter des Euro-Horrorfilms der 70er Jahre, dem der Ruf als bester spanischer
Horrorfilm vorauseilt. Im prä-DVD-Zeitalter nahezu nicht erhältlich und
inzwischen gar als deutsche Veröffentlichung erhältlich, gibt es nun im Kölner
Filmhaus die einmalige Gelegenheit dieses Kleinod auf der Kinoleinwand zu
betrachten!
"Zwei unschuldige Menschen erleben Stunden der Angst auf einer ansonsten eher
friedlichen Mittelmeer-Insel, als die Kinder dort in lächerlicher
Unbekümmertheit alle Erwachsenen auf grausame Art umbringen. Der spannende
spanische Thriller ist inhaltlich mit vielen interessanten Details und einigen
überraschenden Wendungen versehen. Die stark auf das Tabuthema 'unschuldige
Kinder' hin zugespitzte Handlung weist für das Herstellungsland ungeahnte
Qualitäten und Tiefgang auf. Das pessimistische und makabre Ende der Geschichte
verdeutlicht die nihilistische Grundhaltung des Regisseurs." 
Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir
 
 
 Januar 2010

Mi. 06.01. um 21.30 Uhr
DAS IST AMERIKA 2
OT: This is America Part 2. USA 1980. R: Romano Vanderbees. 93 Min. 35mm / DF.

Mondo-Filme oder Shockumentaries, wie man die Gattung auch nennt, haben zumeist die unangenehme Eigenschaft, einen verstörten Betrachter zu hinterlassen. Nicht
so bei DAS IST AMERIKA 2: Denn obwohl man dem hier behandelten Land der unbegrenzten Möglichkeiten ohnehin einiges an Obskuritäten zutraut, weiß der
Film immer wieder mit Absonderlichkeiten, Unglaublichem und schlichtweg frei Erfundenem zu überraschen. So fügt er wurmfressende Bürgerfamilien,
tortenwerfende Superhelden mit Plauze, Hundebordelle und sich um den Bürgermeisterposten bewerbende Punksänger zu einem schillerndem Reiseprospekt
zusammen, der einem bei Neckermann und Konsorten vorenthalten wird. Der KENTUCKY FRIED MOVIE des Mondo-Films!



Samstag, 23.01.. um 20 Uhr

Zwei Jahre Something Weird Cinema
...die Jubelfeier mit Filmen, Trailershows, Live-Musik im Filmhaus Kino + Foyer

Filme: 
DER TOTE KEHRT ZURÜCK
(Misterios del Ultratumba)
Regie: Fernando Mendez / 35mm Deutsche Fassung, s/w , 79 min.
Besessen von dem Wunsch, das Geheimnis des Todes zu ergründen, nimmt der Chefarzt einer Irrenanstalt Kontakt mit dem Geist seines unschuldig hingerichteten Partners auf. In der Anstalt kommt es danach zu grauenhaften Ereignissen, eine Patientin dreht durch, ein Pfleger wird durch Säure entstellt, und der hübschen Krankenschwester drückt ein Zombie seine Zuneigung auf eine Weise aus, die sie leider nie vergessen wird. Fernando Mendez präsentiert ein Gebräu aus grellem Licht und düsteren Schatten, expressionistischer Stilisierung und fiesen Schockeffekten, dräuenden Geigenklängen, schreckerfüllten Blicken und okkultem Getue. Ein faszinierender Trip in der Manier von Mario Bava. 

DAS AUGE DES SATANS
(The Brain From Planet Arous)
USA 1957.
Mit John Agar u.a. 35mm,/. s/w  / deutsche Fassung /  74 min
"Wesen von einem fernen Planeten schlüpfen in menschliche und tierische Gestalt, um den Zuschauer mit unsinnigen Abenteuern zu belästigen.“ Besser als der katholische Film Dienst kann man  den Inhalt dieses Science Fiction-Klassikers auch nicht auf den Punkt bringen können. Ein ausserirdisches Wesen in Form eines fliegenden Gehirns startet seinen Eroberungsfeldzug ausgerechnet in einer einsamen Forschungs-Station in der Wüste von Nevada. Irrer Cold War SF Klassiker, der seinen beträchtlichen Reiz vor allen Dingen aus dem unfreiwillig komischen Monster und den dümmlichen Dialogen bezieht, dabei aber trotzdem in jeder Sekunde spannende Unterhaltung bietet.
 

SOMETHING WEIRD CINEMA -Trailer zur Jubiläums-Show!
 

Im Foyer  spielen live zwischen den Filmvorstellungen (und evtl. danach):

THE MORIARTEES
Twist and shout and shake it up! Vier gestandene Haudegen aus dem Dunstkreis der Gebäude 9-Theke haben sich gesucht und gefunden. Aus der Asche von berüchtigten Maurer-Beat- und Punkbands wie den HEEBIE JEEBIES oder LEATHERETTE entstand eine der explosivsten Tanzcombos unserer Breiten: THE MORIARTEES kennen keine Kompromisse, wenn es darum geht, Chucks und Chelsea Boots zum Twist, Boogaloo, Shake oder Mashed Potato mitzureißen. Sie spielen eigenes und bewährtes Material, mit dem schon vor 45 Jahren die Tanzflächen zwischen den Partnerstädten Köln und Liverpool zum Beben gebracht wurden. Also stellt Euch auf durchgeschwitze Anzüge ein und ruft schonmal Euren Schuster an, denn Ihr werdet nach einer Beatschaffe der MORIARTEES gewiss neue Sohlen brauchen! 
myspace:
http://www.myspace.com/themoriartees
 



Mi. 27.01. um 21.30 Uhr
JACK THE RIPPER, DER DIRNENMÖRDER VON LONDON
Jess Franco, BRD/Schweiz 1976; 90' DF
Mit Klaus Kinski, Josephine Chaplin, Herbert Fux, Lina Romay, Otto Dornbierer, Ursula von Wiese, Hans Gaugler, Francine Custer, Olga Gebhard, Andreas Mannkopff

Dr. Denis Orloff (Klaus Kinski) ist im London des 19. Jahrhunderts ein äusserst beliebter Arzt, der arme Proletarier schon mal zum Nulltarif behandelt. 
Doch der Menschenfreund hat eine Schattenseite: Nachts packt ihn jeweils mörderischer Wahnsinn und lässt ihn als Jack the Ripper sein blutiges Unwesen treiben. 
Der ermittelnde Inspektor Selby (Andreas Mannkopff) ahnt die Wahrheit und versucht, den gebildeten Dirnenmörder in eine Falle zu locken. 
Selbys Verlobte Cynthia (Josephine Chaplin) soll dabei als Köder dienen …Exploitation-König Jess Franco gelang hier ein stimmungsvolles, 
mit Kinski und Fux passend besetztes und mit derben Splattereffekten garniertes Trash-Grusel-Machwerk.
 
 
 
 Dezember  2009

So. 13.12. um 17.30 Uhr
DEALER CONNECTION - DIE STRASSE DES HEROINS
(La Via della Droga)
IT 77, R. Enzo Castellari. D. David Hemmings u.a., 35mm, DF, 93 min.

Ein junger Rauschgiftfahnder gibt sich als gerissener Einzelgänger in der Drogenszene aus und führt ein riskantes Doppelspiel, um die Drahtzieher eines internationalen 
Drogenrings zur Strecke zu bringen. Eine verworrene Geschichte mit vielen Actionszenen und scharfem 70s-Flair, inszeniert von Italo-Trash-Meister Castellari, der 
zuletzt einen Cameo-Auftritt in Inglourious Basterds hatte. Musik von Goblin (Dawn of the Dead).


Fr. 18.12. um 21.30 Uhr
RE-ANIMATOR
USA 1985, 35mm, ca. 85 Min., OF 
Regie: Stuart Gordon. D.: Jeffrey Combs u.a.

Ein Meilenstein des Splatter-Kinos. 
Mit diesem filmischen Donnerschlag hielten Yuzna als Produzent und Stuart Gordon als Regisseur Einzug ins Genre und definierten es teilweise neu. Grundlage ist eine frühe, 
recht obskure Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft, aber wie auch später bei Yuzna erinnert die Leinwand-Umsetzung (nicht zu ihrem Schaden) wenig an die hysterische 
Körperfeindlichkeit und geschraubte Stilistik der Vorlage. Der Film kommt deftig und mit gehörigem Augenzwinkern zur Sache; verfolgt Herbert West und seinen unfreiwilligen 
Assistenten von ersten zaghaften Experimenten 
mit ihrem Re-Animations-Serum bis zum unglaublichen Massaker in der Miskatonic Morgue, dem nur die berüchtigte Szene mit Dr. Hills reanimiertem Kopf zwischen Barbara 
Cramptons Schenkeln die Schau stiehlt. Jeffrey Combs in der Titelrolle ist und bleibt einer der grandiosesten mad scientists der Filmgeschichte. 
„Der Debütfilm von Stuart Gordon schlägt dermaßen über die Stränge, daß es schon wieder lustig ist. Zartbesaitete seien gewarnt: 
Weil beim grotesken Gemetzel die Knochensäge kreischt, ist dieser in Cannes prämierte Splatter-Schocker nicht jedem zu empfehlen. 
Fazit: Ein blutiger Klassiker des schwarzen Humors“ Cinema


Mi. 30.12. um 21.30 Uhr
BARBARELLA
Frankreich 1967. Regie: Roger Vadim. 98 Min. 35mm / DF.

Jahresausklang mit "something weird cinema" und einem Klassiker des popkulturellen Kinos: Roger Vadims BARBARELLA. In der Verfilmung des
Comic-Strips von Jean-Claude Forest bereist die Agentin Barbarella die Galaxis, um einem Wissenschaftler eine Geheimwaffe abzujagen. Dabei erlebt und besteht
sie viele Abenteuer -  nicht selten durch ihre Bereitschaft zur körperlichen Liebe. Der Film schockierte damals (oder erfreute - je nach Blickwinkel) das
Publikum mit seiner erotischen Freizügigkeit und bedeutete den internationalen Durchbruch für Jane Fonda. Sexy, psychedelisch, gut!
 
 
 November  2009


Sonntag, 15.11. um 19 Uhr
EATEN ALIVE BY THE CANNIBALS
(Mangiati Vivi / Lebendig gefressen)
Italien 1979. Regie: Umberto Lenzi. 87 Min. 35mm / DF.

Auf der Suche nach ihrer verschollenen Schwester geraten eine reiche Erbin und ihr Begleiter in die Fänge einer Sekte, die sich mit ihrem psychopatischen
Meister in den Dschungel zurückgezogen hat (Jim Jones läßt grüßen!). Der von religiösen Wahnvorstellungen geleitete Sektenführer läßt junge Frauen von
Kannibalen auffressen und ergötzt sich an diesem 'Schauspiel'. Dies ist bluttriefende und effekthascherische Exploitation-Ware, wie man sie von
den Italienern nicht anders kennt. Ein filmischer Tritt in die Zwölf. Ein Machwerk, das ohne jedwede Bedenken mit Vollgas durch den Saustall des
Kannibalen-Subgenres prescht.



Freitag, 20.11.  um 21.30 Uhr
FIREFLASH - DER TAG NACH DEM ENDE
(Dopo la caduta di New York)

It/F 1983, ca. 90 min., DF
Regie: Sergio Martino, Darsteller: George Eastman u.a.

Ein finsterer Endzeitheld sucht "nach der Katastrophe" in New Yorker Müllkippenszenarien die einzige Frau, die noch Kinder gebären kann. 
Sein Weg ist mit gefrässigen Ratten, mordlüsternen Ekelgestalten und Mord und Totschlag gepflastert. 
Sergio Martino ist es gelungen, sich geschickt an die Endzeitwelll a la MAD MAX dranzuhängen.FIREFLASH ist billiges, 
aber unterhaltsames Exploitationkino (Frank Trebbin)

Nach dem Genreklassiker "Mad Max" ist dieser Endzeit-Streifen, den uns Sergio Martino beschert hat, wohl das Beste, was die damalige
italienische Modewelle hervorgebracht hat. Die Italiener haben seiner Zeit ja einige Versuche gestartet, mit Endzeit- Filmen die schnelle Mark 
zu machen und entsprechend fleißig gedreht. Die Thematik ist bei solchen Filmen nicht unbegrenzt auslutschbar und so bekommt man dann 
doch allzu oft ähnliches präsentiert: Die Folgen des Atomkriegs und den Held, der die Zivilisation retten soll. In "Fireflash" war man zum Glück 
aber recht einfallsreich und hat die Handlung nicht auf wilde Actionszenen begrenzt, sondern sie in ein großzügiges Gewand gepackt, dass 
über mehr als eine Tasche verfügt, aus denen ab und an lustige, trashige Überraschungen gezaubert werden. Man wird von vorne bis hinten 
unterhalten, von abwechslungsreichen Szenarien und äußerst netten Einschüben. Ob da nun affenartige Menschen rumprollen, Kleinwüchsige 
seltsame Suizide durchführen oder eine Komapatientin in einem gläsernen Sarg entführt wird, hier wird jeder bedient, der B-Movies oder 
Trash-Filme in sein Herz geschlossen hat...



Mittwoch, 25. 11. um 21.30h
NIGHT OF BLOODY HORROR
USA 1968. R: Joy N. Houck jr. 89 Min. 35mm / OF.

PSYCHO-Epigone mit blutigen Küchenbeil-Morden und Augen-ausstechenden Müttern.
Auf 16mm gedrehter Low-Budget Film, dessen geistige Verwandtschaft weniger bei den ausgeklügelten Schockmomenten Hitchcocks zu suchen ist 
als den Splatter-Effekten und hölzernen Darstellern und Dialogen des 'Godfather of Gore' H.G. Lewis. NIGHT... wurde im 'Violent Vision' Verfahren 
gedreht und der Verleih garantierte den Verwandten von Kinoinhabern 1000 $, falls diese beim Besuch der Vorstellung die Schock-Bilder des Films 
nicht verkraften und sterben sollten.
 
 Oktober 2009

Mi. 14.10. um 21.30 Uhr
DER SCHLÄCHTER VON NEW YORK
USA 1980. OF / Regie: William Lustig / D: Joe Spinell u.a.

William Lustigs Debüt gilt immer noch als einer der kontroversesten Horrorfilme. Tom Savini, der die bahnbrechenden FX für Romeros DAWN OF THE DEAD schuf, sorgte auch hier für Schockmomente, die heute noch ihresgleichen suchen. Neben den Effekten sorgt die schmuddelige Atmosphäre und die schonungslose Darstellung des Killers durch Joe Spinell für ein drastisch-hartes Kinoerlebnis.
Der Film schildert die Geschichte von Frank Zito, einem einsamen New Yorker Psychopathen. Seinen aufgestauten Aggressionen lässt er nur in der Nacht freien Lauf. Dann begibt er sich auf die Jagd nach - vornehmlich weiblichen - Opfern, die er auf grausamste Weise tötet. Durch Zufall schließt er Bekanntschaft mit einer Modephotographin, zu der er fortan eine oberflächliche Beziehung unterhält. Als sie sich beide immer näher kennen lernen, bricht in Frank allerdings wieder das Monster durch...
Der Film offenbart seine Qualitäten nicht beim oberflächlichen Betrachten; er erfordert schon genaues Hinsehen, um seine wirklichen Schrecken zu ergründen.
 
 
 



Mi. 21.10. um 21.30 Uhr
EINER FRISST DEN ANDEREN
D/I 1963. R: Ray Nazzaro. 78 Min. 35mm / DF.

"Unappetitlicher Gangsterfilm. Eine Gruppe von Untermenschen zerfleischt sich
auf einer Insel um den Besitz von 1 Millionen Dollar." Lexikon des
internationalen Films
 
 
 
 September 2009


 

So., 06.09. um 17.30 Uhr
SALON KITTY
Italien 1975. Regie: Tinto Brass. 106 Min. 35mm / DF.

Wer den Regisseur kennt, ahnt schon, daß SALON KITTY dem Titel zum Trotz nicht die putzigen Begebenheiten um einen Coiffeur-Laden für Mietzekatzen behandelt.
Vielmehr widmet sich Tinto Brass hier erneut seinem Lieblingsthema, dem wechselseitigen Zusammenspiel von Sexualität und Macht. Auf einer wahren Begebenheit 
beruhend und deutlich von Bob Fosses Oscar-prämiertem CABARET beeinflußt, schildert SALON KITTY die politischen Intrigen in einem der Spionage dienenden Nazibordell der 30er Jahre.
Brass' visuelle Inszenierung der sexuellen Aktivitäten driftet dabei ständig ins Obskure ab. Seine gewählten Ikonographien sind so exzentrisch geraten, daß sich einige der Bilder für immer 
im Hirn des Betrachters festsetzen. So hat sich Helmut Bergers Stilisierung als nackte, lediglich mit zwei Swastika-Schwimmflügeln bekleidete Nazigröße - die gediegene
Visconti-Vergangenheit des Schauspielers ignorierend - zu einer der bekanntesten Darstellung des österreichischen Chefneurotikers gemausert.
"Ein spekulativer Film ohne zeitkritischen Wert, der lediglich auf den Reiz von Sex und Nazi-Nostalgie baut." film-dienst



Fr., 18.09. um 21.30 Uhr
THE DRILLER KILLER
USA 1979, 35mm, OF. Regie: Abel Ferrara , D.: Abel Ferrara u.a.

Er ist das Enfant Terrible des amerikanischen Kinos: Abel "Bad Lieutenant" Ferrara, Seine Filme spiegeln die Sehnsucht nach Erlösung inmitten von Gewalt und Zerstörung wieder, die Einsamkeit des Individuums im Moloch New York. Sein Spielfilmdebüt "Driller Killer" kam als Midnight Movie in die Programmkinos. Die wüste Geschichte eines wahnsinnig gewordenen Malers (Ferrara himself) ließ Publikum und Kritik aufhorchen. Der Künstler legt den Pinsel aus der Hand, greift zur Bohrmaschine und erfährt zu seinem eigenen Entzücken einen ungeheuren Kreativitätsschub. 
Nur: die Leinwand hat er eingetauscht gegen menschliche Körper, die er bei seinen nächtlichen Streifzügen durch die Stadt aufgabelt und im künstlerischen Freistil malträtiert.
“Eine wilde, explosive Mischung aus psychedelisch-drogenschwangeren Probeaufnahmen der Band The Roosters und überfallartigen Attacken des ausgeflippten Malers.
Ein Machwerk von hysterischem Witz und brennendem Zynismus.” Dark Stars


Mi., 30.09. um 21.30 Uhr
SADOMONA - INSEL DER TEUFLISCHEN FRAUEN
OT: Police Women. USA 1974. Regie: Robert Lee Frost. 95 Min. 35mm / DF.

Rauschgifthandel, Karate und schöne Frauen: Unterhaltsames Exploitation-Spektakel vom amerikanischen Sleazemeister und Roughie-König
Robert Lee Frost (LOVE CAMP 7). "Goldschmuggel en gros, verbunden mit Rauschgifthandel, soll aufgeklärt werden.
Eine im Schießen wie in Karate gleichermaßen versierte Polizistin sprengt den Ring. Schlägerfilm voller Sadismen, in dem die Hauptakteure Frauen sind; eine perfide Spekulation mit rassistischen 
Tönen." film-dienst
 
 
 
 
 Juli/August 2009

Mi. 08.07.
BRAINDEAD
NZ 1992, Regie: Peter Jackson
Im Rahmen des Filmhaus Open Air


Mi. 22.07. 
ICH - EIN GROUPIE
D 1970. Regie: Erwin C. Dietrich. Mit Ingrid Steeger u.a. 103 Min. 35mm / DF.
Im Rahmen des Filmhaus Open Air

Um einem Rocksänger nachzujagen und sich allgemein ein heißes Leben zu leisten, stürzt sich ein Londoner Groupie – gespielt von einer hinreißenden Ingrid Steeger – kopfüber in eine bewußtseinserweiternde Reise durch die europäische Subkultur der Endsechziger. Sie schmuggelt Hasch in hautengen „Stretch-O-Lastic-Pants“ über die holländische Grenze, gibt sich langhaarigen Gitarrenzotteln hin, brettert nackt auf Hell's Angels-Satteln durch die Züricher Innenstadt und wohnt sogar einer schwarzen Messe des Berliner Diskokönigs Rolf Eden bei. Daß das nicht lange gut geht, läßt schon der Alternativtitel DAS MÄDCHEN MIT DEM EINWEGTICKET vermuten...Obwohl ICH – EIN GROUPIE zu seiner Entstehungszeit in erster Linie als Sexfilm konzipiert wurde, sieht man dem Film aus heutiger Sicht seine Ausgangsbestimmung kaum noch an. Stattdessen inszeniert ICH – EIN GROUPIE ein archetypisches Bild der Jugendkultur der Endsechziger, indem er seine Hauptdarstellerin auf eine psychedelische Odyssee durch sämtliche Stereotypen der damals noch neu erscheinenden Jugendbewegungen schickt, was den Film zu einem raren Beispiel für den heimatlichen Beatfilm stilisiert. Selten erfaßte jedoch ein Film dieses Bereichs so einfühlsam das Lebensgefühl dieser Periode, wodurch zugleich eine Stellung als unvergleichliches 
Zeitdokument erreicht wird.



 
 

Mi. 05.08. 
DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS
D 1981, Regie: Christian Anders, Darsteller: Laura Gemser, Christian Anders, 35 mm, 88 min.
Im Rahmen des Filmhaus Open Air

DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS ist einer der Filme, deren Qualitäten durch eine Nacherzählung des Inhalts nicht zu vermitteln sind. Es sind vielmehr einige unglaubliche Musical-Nummern und Kabinettstückchen,..die den Film unvergesslich machen. Anders schauspielerische Leistung, seine Blicke, die Frisur... - dies alles brennt sich unauslöschlich ins Hirn des Betrachters." (Buio Omega)
Sie (Laura "Black Emanuelle" Gemser) nennt sich "Die Göttliche"  und ist die strenge Anführerin des zypriotischen "Camp of Love", einer Sekte, in der Sex und auch Gewalt an der Tagesordnung sind. Ihre rechte Hand ist Dorian (Christian Anders), der außerhalb des Camps predigt, Spenden sammelt und neue Mädchen für die Sekte sucht. Als aber die Polizei wegen vermisster Frauen ermittelt, verliebt sich Dorian in eines der Mädchen. Das Camp ist in Gefahr und "Die Göttliche" greift ein!" 
Drogen, schlimme Porno-Musik (natürlich von Christian Anders), Martial Arts-Sequenzen von unerbittlicher Härte, derbe Sexszenen...Bahnhofskino vom Feinsten!



Mi. 19.08. 
DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS
Hongkong 1970. Regie: Chang Cheh. 102 Min. 35mm / DF.
Im Rahmen des Filmhaus Open Air

"Ein Film wie ein Prankenhieb. Eine Orgie an Rasanz, Dramatik, akrobatischer Kunst des unerbittlichen Zweikampfs und noch nie dagewesener Grausamkeit. Der erste Film aus China - eine bisher unerreichte Sensation für Europa, der alles bisher dagewesene auslöscht. Eine neue Filmwelle rollt. Das Ende für Ihre Nerven."
Mit diesem reißerischen Werbetext warb einst der deutsche Filmverleih für den ersten Hong Kong-Eastern, der hierzulande in die Kinos kam. Ein absolut würdiger Beginn der Eastern-Welle: DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS gilt in Fachkreisen als eine der besten Produktionen des schier unerschöpflichen Genres.
 
 
 Juni 2009

Mi., 17.06. um 21.30 Uhr

DEMENTIA 13
USA 1963, Regie: Francis Ford Coppola. 80 Min., 16mm OF

Aus Roger Cormans Talentschmiede kommt dieses schöne Stück Horrorkino rund um Erbschleicher und Leichen auf einem genregerechten Gruselschloß samt Käuzchenschreien und Axtmorden. Trotz einiger Verworrenheiten besticht Coppolas frühes Werk auch heute noch durch seine gekonnt düstere Atmosphäre und die kontrastreiche Bildarbeit.

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Mi. 24.06. 2009 um 21.30 Uhr

WALKING TALL
USA 1973 • 125 Min. • 16mm • OF • R.: Phil Karlson • D.: Joe Don Baker

»Großstädter legt sich als Sheriff in einem Provinznest mit den lokalen Zuhältern, Schwarzbrennern, Rassisten und korrupten Beamten an. Narben, Sadismus, Rache, Blut und Tod. Ein Film der 70er-Jahre reinsten Wassers. WALKING TALL muss man in einem filmhistorischen Zusammenhang sehen, der sich in Filmen wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE, BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder THE HILLS HAVE EYES artikuliert. Für Freunde des unterschlagenen Films eine echte Entdeckung.« (Howl)
 
 
 
 Mai 2009

03.05.  15 Uhr

DR JEKYLL UND SISTER HYDE
GB 1971, 35 mm, DF, 94 min. Regie: Roy Ward Baker

Dr Jekyll (Ralph Bates) will die Welt von Viren befreien – doch um seine Arbeit vollenden zu können, braucht er mehr Zeit als ihm ein Menschenleben liefern kann. Also macht er sich an die Arbeit an einem Lebenselexier, das er mit weiblichen Hormonen herstellen will. Um diese zu beschaffen, braucht er frische, junge Frauenleichen ... Doch seine Rezeptur ist nicht ganz ausgereift – als Nebeneffekt verwandelt sich Jekyll zeitweise in eine Frau, die er als seine Schwester Mrs Hyde (Martine Beswick) ausgibt. Während Jekyll, als 
Frau bestens getarnt, weiter mordet, um sein Elixier zu vollenden und sich nebenbei in seine hübsche Nachbarin Susan verliebt, 
kämpft Hyde um die Vorherrschaft in ihrem gemeinsamen Körper und verführt gleichzeitig Susans Bruder Howard…



20.05.   21.30 Uhr

DER FLÜSTERNDE TOD
D 1975, 35mm, DF, 96 min. Regie: Jürgen Goslar
Mit Christopher Lee, Trevor Howard, Horst Frank

Ein unfassbar brutaler Western aus Südafrika, der den Geist der Apartheid atmet. «Der flüsternde Tod» nennt sich ein schwarzer "Albino", der, mit magischen Kräften ausgestattet, eine Guerilla-Armee gegen weiße Siedler führt. Als er die Frau eines Polizisten vergewaltigt, tötet und skalpiert, ahnt er schon, dass er diesmal zu weit gegangen ist. In Bild, Musik, Action und Pathos kann sich 
der Film mit den besten Hollywood-Indianerwestern messen. Sehen Sie Horst Frank in seiner bizarrsten Rolle!



Mi. 27.05.  21.30 Uhr

HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT
Deutschland 1972. Regie: Michael Armstrong. 97 Min. 2660 Meter. 35mm / DF.

Lord Cunningham ist eifriger Erfüllungsgehilfe der Kirche in der Zeit der Hexenverfolgungen im England des 16. Jahrhunderts. 
Sein junger Schüler Christian (Udo Kier) wendet sich jedoch von ihm ab, als er entdeckt, daß die Prozesse nur der materiellen Bereicherung, zu Intrigen und der Erfüllung sexueller Gelüste dienen. Ausgelöst durch den Erfolg der englischen Produktion DER HEXENJÄGER, ließ die Welle der Hexen-Filme nicht lange auf sich warten. Der von der Gloria hergestellte deutsche Nachzieher erweist sich jedoch als ebenso kraftvoll wie das Original: neben Stars wie Herbert Lom (alias Herbert Fux) oder Udo Kier und kruden Folter-Schocksequenzen wartet der Film mit einem ebenso exploitativen wie düsterem Bild des Mittelalters auf.
Als absolut hervorragender Regisseur erwies sich übrigens Michael Armstrong der laut Aussage von Herbert Fux (der Hexenmeister im Film) ständig im Koksrausch oder auf LSD war und sich in einer Sänfte zum Drehort tragen ließ, bis er irgendwann tagsüber einfach gar nicht mehr aufgewacht ist, so daß Produzent Adrian Hoven als Regisseur einspringen mußte. Genial!
"Sehr naiver, doch mit Sadismus genüßlich spekulierender Film, der weder kritische Distanz noch Sinn für Geschmack verrät."
film-dienst
 
 
 
April  2009


Mittwoch, 01.04. um 21.30 Uhr
SYNDIKAT DES GRAUENS
IT 1980. Regie: Lucio Fulci.  97 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Fabrio Testi, Ivana Mont, Guido Alberti u.a.

"Mit zwei mal 330 PS jagen sie über das Meer. Der Golf von Neapel gehört ihnen. Gejagt von den Booten der Zollfahndung setzen sie täglich aufs neue ihr Leben aufs Spiel. Da taucht eines Tages der Mann aus Marseille auf. Sein Geschäft ist der Tod. Er will Kaviar statt Pizza - denn er handelt mit Heroin...
"Fulci macht keine Gefangenen. Daß dieser Film jemals ungeschnitten in deutschen Kinos laufen konnte, erscheint heutzutage fast als Ammenmärchen, und die Amme, die diesen Film bis zum Schluß durchhält, möchte ich sehen. 
Die Gewaltaktionen des Filmes sind beispiellos ausgewalzt, wirken in ihrer Überzogenheit wie grotesker Comic-Strip. Diese Tendenz zum splatterigen Grand Guignol entfernt natürlich auch den Zuschauer von der Handlung, die eigentlich recht spannend anzusehen ist. Man findet Luca wirklich sympathisch, sein Schicksal läßt nicht kalt. Nur lenken die diversen Wasserfälle an roter Farbe von der Story ab. Der "Circus Krone"-Effekt setzt ein." 
Christian Keßler
 

Sonntag, 12.04 um 15 Uhr
DER SCHWANZ DES SKORPION
OT: La coda dello scorpione. Italien 1971. Regie: Sergio Martino. 94 Min. 35mm /
DF.
Die Athener Polizei wird durch eine Reihe brutaler Morde in Atem gehalten. Was dem Deutschen der Edgar Wallace-Krimi ist, ist dem Italiener der Giallo: Dieser 70er-Jahre-Vertreter des in Italien schwer populären, hierzulande nahezu unbekannten Genres wartet mit jeder Menge Verdächtiger, viel Spannung, einem für Giallo-Verhältnisse extrem logisch-schlüssigem Plot und einer - gerade für seine
Zeit - extrem rasanten Inszenierung auf. Optisch bezaubert DER SCHWANZ DES SKORPION durch sein die "Filmhaus"-Leinwand füllendes Cinemascope-Format, rasante Kamerafahrten und abgedrehte Zooms.
 


Mittwoch, 22.04. um 21.30 Uhr
Ms. 45
(Die Frau mit der 45er Magnum)
USA 81, Regie: Abel Ferrara, 35 mm, 84 Min., Originalfassung
Mit Zoe Tamerlis, Steve Singer u.a.
Die Strasse ist ihr Altar, die Männer ihre Opfer, das Töten ihre Messe - Rape/Revenge-Reisser von Abel Ferrara (Bad Lieutenant)
Der Katholische Filmdienst "rät ab" von diesem umwerfenden und sehr ambivalenten Rache-Thriller um eine stumme Schneiderin, die 
an einem Tag zweimal vergewaltigt wird und daraufhin als männermordender Vamp einen Rachefeldzug antritt. Ms. 45 war für das seit Bronsons DEATH WISH Lynchjustiz-gewöhnte Publikum ein Hieb in die Weichteile. Ein stummes Mädchen mit einer grosskalibrigen Automatikpistole, das mit seinem blutrot geschminktem Kirschmund und der schwarzen Lacklederhose jedem Taxifahrer Priapismus beschert, wandelt sich in einer Männerwelt ständiger sexueller Belästigung zur erhabenen Rachegöttin. (Ecki Vollmar/Trust)

Mittwoch, 29.04. um 21.30 Uhr
GODZILLA - DIE BRUT DES TEUFELS
OT: Mechagojira no gyakushu. Japan 1975. Regie: Inoshiro Honda. 83 Min. 35mm /
DF.
Endlich einmal im Programm von 'something weird cinema': ein stilechter Klopper aus der japanischen Monsterfilm-Schmiede! Außerirdische Wesen wollen die Menschheit ausrotten, aber Godzilla greift rechtzeitig ein und vernichtet die
Monstren.
"DIE BRUT DES TEUFELS ist eine direkte Fortsetzung von KING KONG GEGEN GODZILLA aus dem Vorjahr. Mechagodzilla ist wieder da, die Außerirdischen sind die gleichen, und die Story ist ja sowieso immer die gleiche. Ein echter 70er Jahre-Plastik-Film mit köstlichen deutschen Dialogen." Jörg Buttgereit
 
 
März  2009


Mittwoch, 04.03. um 21.30 Uhr
BASKET CASE - DER UNHEIMLICHE ZWILLING
USA 1982. Regie: Frank Hennenlotter. 88 Min / 35mm / Deutsche Fassung.

"Ein merkwürdiges Zwillingspaar hat seine besonderen Probleme. Dies rührt daher, daß der eine ursprünglich ein Seitenableger des anderen war, der sein Überleben dem Mitleid einer Hausangestellten verdankt. Im Korb versteckt gehalten, stiftet er seinen Bruder zu einem Rachefeldzug an den Ärzten an, denen er seine 'Geburt' verdankt.
Frank Hennenlotter hat einen sowohl spannenden als auch ironischen Film gedreht, der den schwarzen Humor des Horror-Films der 80er-Jahre vorwegnimmt. BASKET CASE markiert sicherlich den Wendepunkt zum zeitgenösisschen, kritikvollen Horror. Die Widmung des Streifens an H.G. Lewis ist in Verbindung mit den graphischen Splatter-Szenen ein eindeutiges Aushängeschild für Hardcore-Horror erster Klasse." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir
 "Haarsträubender Unfug, der auf den Brechreiz des Zuschauers spekuliert." film-dienst


Sonntag, 08.03. um 15 Uhr
GOTHIC
USA 1986. Regie: Ken Russell. 90 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Gabriel Byrne, Julian Sands u.a.

Sommer 1816, in Lord Byrons Schweizer Villa am Genfer See: Der Hausherr lädt zu einer Geisterséance. Mit dabei sind der Dichter Shelley, seine Verlobte Mary Wollstonecraft und deren Halbschwester Claire. Es kommt zu einer wüsten Orgie. Schreckliche Dämonen werden wach und stürzen die Gesellschaft in ein albtraumhaftes Chaos...
Eine wilde Fantasie des Regie-Exzentrikers Ken Russell über die Geburtsstunde der berühmten Roman-Figur Frankenstein von Mary Wollstonecraft-Shelley. In orgiastischen Bildern bisexueller Ausschweifungen liefert 
Russell rauschhafte Ereignisse jenseits der Realität, Gespräche unter Drogeneinfluss und surreale Schockerszenen, wodurch die "Frankenstein"-Entstehung exzessiv verdichtet wird.


Mittwoch, 25.03. um 21.30 Uhr
AMERICAN MONSTER
(Q - The Winged Serpent)
USA 1982. Regie: Larry Cohen. 90 Min / 35mm / Deutsche Fassung.
Mit Michael Moriarty, David Carradine, Richard Roundtree u.a.

Fensterputzer verlieren sprichwörtlich ihre Köpfe, sonnenbadende Frauen verschwinden urplötzlich von den Dächern der Stadt, in den Straßen regnet es blutige Körperteile. New York City ist in Panik! Im Chrysler Building hat ein geflügeltes Schlangenmonster sein gigantisches Nest gebaut und ernährt sich von den Bewohnern der Stadt. Die Jagd nach dem American Monster beginnt...Die Zusammenarbeit des berüchtigten B-Produzenten und Schlock-Meister Samuel Z. Arkoff mit dem hierzulande wenig beachteten Genre-Auteur Larry "It's Alive" Cohen gebar ein witzig-subversives Monster-Pic mit anachronistischer Stop-Motion-Animation und einer unglaublich dichten Method-Acting-Performance von Hauptdarsteller Michael Moriarty.
 
Programm Februar 2009


Sonntag, 08.02. um 15 Uhr
TARZAN UND DAS LEOPARDENWEIB
s/w. OT: Tarzan and the Leopard Woman. USA 1946. Regie: Kurt Neumann. 99 Min / 35mm / Deutsche Fassung.

Jungle Exotica! Johnny Weissmüller in seinem vorletzten Tarzan-Abenteuer. Seine Bewegungen sind nicht 
mehr ganz so geschmeidig wie am Anfang und auch ein leichter Bauchansatz ist schon zu erkennen. Tarzan Fans kommen trotzdem voll auf Ihre Kosten. Es gibt Kämpfe gegen (Plastik-)Krokodile und (Stoff-)Löwen vor schicker (Studio-)Urwald-Kulisse. Die amerikanische Mittelstandsfamilie von Tarzan hat es sich in ihrem Baumhaus gerade richtig gemütlich gemacht und es geht mit Frau, Sohnemann und Haustier zum Shopping nach Zimbawi. 
Die Urwaldruhe wird durch einen Überfall auf eine Karawane gestört. Eine bizarre Herrscherin im Leopardendress will die Macht an sich reißen, nur Tarzan kann die Demokratie im Urwald retten...
Ein perfekter Film für einen nachmittaglichen Kinospaß und ein schönes Beispiel für frühes amerikanisches Exploitationkino. Viel nackte Haut, kurzweilige Dialoge und ein fantastisches Dschungeldekor.
 

Mittwoch, 11.02 um 21.30 Uhr
NERO VENEZIANO - DIE WIEGE DES TEUFELS
Italien 1977 / Regie: Ugo Liberatore / 35mm / Deutsche Fassung.

"Das Böse wartet darauf, im Schoß der Frauen Fleisch zu werden!"
Den blinden Mark, der mit seiner Schwester in Venedig lebt, quälen bedrohliche Visionen, in denen ein schwarzer Mann seine Verwandten ermordet und seine Schwester schwängert. Was er sieht, wird Wirklichkeit. Der Teufel selbst setzt auf diese Weise seinen Sohn in die Welt. Marc tötet das Kind, erhält wie durch ein Wunder sein Augenlicht wieder und muß als erstes sehen, daß das Teufelskind auferstanden ist.
Italo-Horror vom Besten. Bilder morbider Schönheit Venedigs mit seinen Kanälen und verfallenden Häusern mischen sich mit Schockeffekten: Würmer quellen aus Wasserhähnen, fette Ratten klettern aus Brunnendeckeln, Spazierstöcke werden in zarte Wangen gebohrt. Abgerundet wirds durch einen tollen Soundtrack von Pino Donaggio.
 
 
 
Programm Januar 2009

So. 11.01. / 15 Uhr
A BOY AND HIS DOG
deutscher Titel: "In der Gewalt der Unterirdischen"
USA 1975, Regie: l. Q. Jones,
mit: Don Johnson und "Blood"
16 mm / OF / 87 Min.

Der Film, dem längst Kultstatus als sträflich unterschätzte Sci-Fi-Groteske anhaftet: George Miller nannte A Boy And His Dog als großen Einfluss für seine "Mad Max"-Trilogie, mit einem blutjungen Don Johnson , der hier "chauvinistischer als eine Latexallergie" ist.. 
A Boy and His Dog spielt in einer postapokalyptischen Zukunft, in der Konservendosen als Währung gelten - um z. Bsp. das Entertainmentprogramm in den Outlaw-Lagern zu bezahlen - ein kleines Kino mit zerkratzten 20er-Jahre-Pornosequenzen. Der "Boy" Vic (Don Johnson) ist ein plündernder Analphabet, der die atomar verseuchte Wüste durchkämmt und von seinem schlauen Hund "Blood" telepathisch mit Informationen versorgt wird. Vic findet Nahrung für Blood - und der Hund erschnüffelt sexuell verfügbare Frauen für Vic.  Eine von ihnen ist sexy Quilla June (Susanne Benton), die Vic auf Anordnung von Diktator Craddock (Jason Robards) zu den Unterirdischen lockt, wo er als menschliche "Samenbank" gebraucht wird...



Mi. 14.01. / 21.30 Uhr
BAD TASTE
Neuseeland 1984-1987, Regie: Peter Jackson, 
35mm / OF / 90 Min.

"Bad Taste" - der Filmtitel ist Programmm! Als ein paar Außerirdische ein kleines Dorf irgendwo in Neuseeland als besonders interessante Nahrungsquelle für Menschenfleisch entdecken, soll eine Spezialeinheit die ungebetenen Besucher wieder vertreiben. Die tolpatschigen Elitekämpfer haben jedoch allerlei Probleme mit den Kreaturen aus einer fremden Welt..."Bad Taste" - ein auf abenteuerlichste Weise selbst produzierter, ebenso kruder wie hochgradig unterhaltsamer Splatter-Slapstick-Meilenstein, der den neuseländischen Kunststudenten Peter "Herr der Ringe" Jackson zum allseits favorisierten Liebling der Horrorfans machte.


Mi. 28.01. / 21.30h
JÄGER DER APOKALYPSE
I 1980. R: Antonio Margheriti. 97 Min. 35mm / Deutsche Fassung.

Um einen propagandistischen Vietkongsender, der mit einigem Erfolg die Moral der amerikanischen GIs unterwandert, auszuschalten, begibt sich ein Offizier in die grüne Hölle Vietnams. Dort entpuppen sich sein Auftrag als wahres Himmelfahrtskommando und die stationierten Soldaten als undurchsichtige Psychopathen, so daß der Dschungeltrip das Gegenstück aus APOKALYPSE NOW wie eine Butterfahrt erscheinen lässt. Explizite Gewaltdarstellungen, klaustrophobische Actionszenarien und ausgeprägter Männlichkeitswahn, ließen den Streifen unlängst zum bekanntesten "Nicht-Horrorfilm" der Italo-Exploitationfilmindustrie heranwachsen, der in Fankreisen Kultstatus genießt. 
 
Programm Dezember 2008

Mi. 10.12. / 21.30 Uhr
POSSESSION
Regie: Andrzej Zulawski
mit: Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent, Margit Carstensen, u.a. 
F/BRD 1981 - 127 min. - 35mm / OF.

In Deutschland kam der in Berlin entstandene "Possession" nie in die Kinos, in Cannes spaltetet er das Publikum - trotz zahlreicher 
Nominierungen (u.a. Beste Schauspielerin für Isabelle Adjani und Beste Regie). Abgründiges, ernsthaftes Beziehungsdrama oder spekulativer, erzwungen transgressiver Horrorschocker? Eine Frau betrügt ihren Mann – auf unglaubliche Weise. Mark und Anna haben sich nichts mehr zu sagen. Nach einem Auslandsaufenthalt von Mark hat sich das junge Paar voneinander entfremdet. Während Anna die Trennung mit erstaunlicher Kühle hinnimmt, kann Mark die emotionale Kälte und Ungewissheit nicht ertragen und lässt seine Frau von einem Privatdetektiv beschatten. Der entdeckt ihr Geheimnis- zwei sehr unterschiedliche Liebhaber - und bezahlt dies mit dem Leben. Verstörendes Meisterwerk über das von Egoismus, sexueller Obsession und Schmerz geprägte Zerbrechen einer unmöglichen
Beziehung.

Trailer "Possession"


So. 14.12. / 15.00 Uhr
THE BAD SEED
dt: Böse Saat.
USA 1955. R: Mervyn Le Roy. 117 Min. 16mm / OF.

Ein erblich belastetes kleines Mädchen ermordet mehrere Menschen. "Patty McCormack ist hervorragend als die hübsche, aber bösartige Rhoda. Ihre gerüschten Kleider, ihre verschlagene Höflichkeit und ihre bewundernswerten blonden Zöpfe maskieren nur ihre innere Monströsität." John McCarty  "Der Sog des Bösen, in den man von Patty McCormack hineingezogen wird, ist so stark, daß man, hat man den Film einmal gesehen, jedes Kind mit anderen Augen betrachtet und Guy de Maupassant versteht, der einmal äußerte, der Gedanke, Kinder zu haben, flöße ihm eine unüberwindliche Abneigung ein." Christoph Dompke, Unschuld und Unheil - Das verdorbene Kind im Film



Mi. 26.12. / 21.30 Uhr
DER SATAN
OT: Sweet Savior (The Love Thrill Murders)
USA 1970. R: Bob Roberts. 89 Min. 35mm / DF.

Der Weihnachtsfilm von "something weird cinema": einer von unzähligen Exploitern, die sich jener berühmt-berüchtigten Person bedienen, die durch den Mord an Sharon Tate zu zweifelhaftem Ruhm gekommen ist: Charles Manson. Der Mann, der sich für die Verkörperung von Jesus und - auch nicht gerade tief gegriffen - Satan höchstpersönlich hielt. Regisseur Bob Roberts geht - gerade mal zwei Jahre nach den Morden - nicht gerade ziemperlich mit seiner realen Vorlage um: Charlie und seine Killerhippies kiffen, widmen sich der freien Liebe, organisieren Sex-Parties für die Reichen Hollywoods, brettern auf ihren brandheißen Öfen herum und zeigen der amerikanischen Flagge den Stinkefinger! "Ein Machwerk, das den Mordfall Manson/Sharon Tate ausschlachtet und sich sich in anödenden Sex- und Blutszenen ohne jeden Hintergrund erschöpft. An so etwas wie Hintergrund - sei es nun psychologischer oder sozialkritischer Art - hat man nicht im entferntesten gedacht.", schwärmt der "film-dienst".



 
Programm November 2008

So. 09.11. / 15.00 Uhr
WENN ES NACHT WIRD AUF DER REEPERBAHN

D 1967. R: Rolf Olsen. 86 Min. 35mm / DF.

Der Film beginnt mit einem Schwenk von einer Zeitungs-Schlagzeile - "Hamburgs Jugend LSD gefährdet?" - auf die Große Freiheit. 
 Ein Journalist recherchiert in den dunklen Kiez-Gassen, um einer Dealer- und Mädchenhändler-Gang auf die Schliche zu kommen. 
Doch der "Pressescheißer" (O-Ton) hat nicht mit "Feuerhotte" und seinen Schlägern gerechnet. Was nun folgt ist kaum zu glauben: 
Derrick-Sidekick Fritz Wepper als Student mit LSD-Küche im Keller, Herbert Reincke als sympatischer Kiezschläger, Jürgen Draeger 
als Beatnik, ein Kameramann im Delirium, ein fantastischer Orgelbeat von Erwin Halletz und das ist längst noch nicht alles...



Mi. 12.11. / 21.30 Uhr
STAR CRASH - STERNE IM DUELL

OT: STARCRASH. USA 1978. R: Lugi Cozzi.  35mm / DF.
Mit Caroline Munro, David Hasselhoff u.a.

Diese Perle der Filmkultur entstand im Kielwasser des Erfolgs von "Star Wars"...Ein guter Kaiser kämpft im Weltraum gegen einen 
schurkischen Grafen und siegt schliesslich durch den bewusst herbeigeführten Zusammenprall zweier Sterne. Caroline Munro in 
knappstem Latex und Leder, David Hasselhoff in aberwitzigen Space-Kostümierungen, sehr spezielle "special effects", hirntote Dialoge 
-  Sci-Fi Trash vom Feinsten, knallbunt und hochamüsant.



Mi. 26.11. / 21.30 Uhr
DR. BUTCHER, M.D.

OT: La regina dei cannibali. I 1979. R: M. Girolami. 89 Min. 35mm / DF.

Die Muppetshow-Variante des italienischen Zombiefilms verziert mit krudesten Splattereffekten. Auf einer einsamen Südseeinsel liefern 
sich kannibalistisch veranlagte Wilde und von einem wahnsinnigen Wissenschaftler gebastelte Untote blutige und sinnlose Kämpfe. 
"Ein Exploiter im Stile besten Schmuddelkinos. Der Film zieht alle Vorurteile auf sich, die das Genre so in Verruf gebracht haben." 
Frank Trebbin
"
 



 
 
Programm Oktober 2008

Mi. 01.10. / 21.30 Uhr
Köln-Premiere
VIVA!
USA 2007. R: Anna Biller. 120 Min. 35mm / OF.

„A feast of style, color, drugs and baby doll lingerie“
Das Spielfilmdebüt von Anna Biller ist eine Hommage an die Sexploitation-Ära der 70s und beutet nun seinerseits diverse Vorbilder
und Klischees aus jener Zeit aus. Die Hausfrau Barbie (Anna Biller höchstpersönlich) hockt daheim, während sich ihr Gatte Rick auf
der Arbeit und beim Skifahren in Aspen vergnügt. Davon haben sie und ihre Freundin Sheila schließlich die Nase voll. Sie lassen den Staubsauger links liegen und begeben sich auf einen Streifzug durch die bunte Welt von Nudisten-Camps, Edel-Bordellen und Gruppensexparties. Das Püppchen Barbie wird zur wollüstigen Viva…
 
 

So., 05.10. / 15 Uhr
MUTANT - DAS GRAUEN IM ALL
OT: FORBIDDEN WORLD. USA 1982. R: Alan Holzman. 82 Min. 35mm / DF.

Der ehrgeizige Lehrer eines Gen-Forschungszentrums auf dem Planeten Xarbia entwickelt ein schnell wachsendes Ungeheuer, das sich von Menschenfleisch ernährt. Sehr unterhaltsames Sci-Fi/Horror-Pic mit Splatter- und Sex-Einlagen im Fahrwasser des Erfolgs von 
"Alien" aus der Schmiede von Roger Cormans "New World Pictures".
 



Mi. 22.10. / 22.00 Uhr
GESICHTER DES TODES
OT: Faces of Death. USA 1979. R: Conan Le Cilaire. 86 Min. 35mm / DF.
FSK: 18

War MONDO CANE der Großvater des Genres, so kann dieser erste ernsthafte amerikanische Versuch eines Mondos getrost als 
Vater bezeichnet werden. Die Härte setzte neue Maßstäbe. Nicht mehr die Originalität von  Szenen - wie es bei Jacopetti und 
seinen Nachfolgern oft der Fall war - war für deren Auswahl verantwortlich, sondern rein ihr schockierendes Potential. Offenbar 
haben es die Zuschauer weltweit genossen, sich auf diese Art verstören zu lassen - der Film leitete eine Renaissance der 'Shockumentaries' ein. Fortan orientierten sich zahllose Nachfolger nicht mehr an MONDO CANE, sondern am bluttriefenden Vorbild GESICHTER DES TODES. Auch in tiefsten bäuerlichen Provinzen kann man in nahezu jeder Privat-Videosammlung eine Kopie des 
Films finden (meist auf einem Tape mit EVIL DEAD), und es gibt wohl keine Proll-Party, auf der GESICHTER DES TODES noch nicht gelaufen ist. Sicherlich einer der meistdiskutierten und -angegriffenen Filme unserer Zeit. (Marian D. Botulino)
 



 
Programm September 2008


Mi. 10.09. / 21.30 Uhr
HORROR INFERNAL
OT: INFERNO
It 1980, 35mm, Regie: Dario Argento
Blutiges Meisterwerk von Horror-Guru Argento ("Suspiria", "Deep Red")
Ungekürzte deutsche Fassung

Dario Argento ist der Grossmeister des italienischen Horrorfilms.
Nach "Suspiria" war "Inferno" der zweite Teil von Argentos Trilogie über das okkulte Treiben dämonischer Mächte, die in drei unheilschwangeren Häusern in Freiburg, London und New York Entsetzen, Angst und Tod verbreiten.

In New York kommt ein Student dem schrecklichen Geheimnis der "Drei Mütter" auf die Spur, düsteren Schatten aus einer okkulten Tradition. Mit einer ausgeklügelten Farbregie verwandelt Argento nächtliche Großstadtstraßen und luxuriöse Art-Deco-Wohnungen in alptraumhafte Horror-Szenerien. Köpfe rollen, Blut fließt in Strömen. In den besten Sequenzen dieses Films erweist sich Argento als brillanter Architekt künstlicher Schreckens-Räume.
 



NEU! Sonntags-Matinee
So. 14.09. / 15 Uhr

FRIDAY THE 13TH
...in der ungekürzten amerikanischen Fassung!

USA 1980. R: Sean S. Cunningham. 92 Min. 35mm / ungekürzte US-Fassung.

Eine Gruppe von liebestollen Teenagern wird am Feriencamp Crystal Lake von einer irren Serienkillerin abgeschlachtet.
"Trotz aller Vorbehalte die dieser zugegebenermaßen etwas ruppige Streifen auf sich gezogen hat, stellt FRIDAY THE 13TH doch einen Meilenstein des modernen Horrorfilms dar: Cunninghams Werk ist nämlich zum Vorbild unzähliger Nachahmer im Stalk'n'Slash-Genre geworden. Er selbst hat viele Fortsetzungen erhalten. Die Handlung kann zwar getrost vergessen werden, aber die filmische Umsetzung der 5 Seiten umfassenden Story mit der Einbeziehung der hervorragenden und sehr blutigen Effekte ist schon sehenswert. Die Handlungsabläufe - die Opfer haben erst Sex und werden dann abgeschlachtet -  sind zu den ständigen Versatzstücken heutiger Genrestreifen geworden." Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir



Mittwoch, 24. September / 21.30 Uhr
TUNNEL DER LEBENDEN LEICHEN
OT: DEATH LINE. England 1972. R: Gary Sherman. 87 Min. 35mm / DF.

1892, beim Bau der Londoner U-Bahn, sind Menschen verschüttet worden, die in
finsteren Tunnels noch immer leben und sich seitdem, per Mord und Kidnapping,
auf kannibalistische Weise ernähren. Klassiker des britischen Horrorfilms.
 



 
Programm August 2008

Mi. 13.08. / 21.30 Uhr
im Rahmen des Filmhaus Open Air
CHAPEAU CLAQUE
Komödie, Deutschland 1973, 35mm, 
Regie: Ulrich Schamoni. Mit: Ulrich Schamoni, Anna Henkel, Rolf Zacher, Karl Dall, Jürgen Barz, 
Alix Buchen, Ingo Insterburg, Peter Schlesinger.

»Die Beichte eines Faulenzers«. Nach dem Bankrott seines nicht mehr zeitgemäßen Familienunternehmens
(Zylinder-Herstellung) zieht sich Hanno Giessen, 33, als nun unfreiwilliger Privatier in seinen überladenen Elfenbeinturm zurück, um
dort anfänglich erfolgreich der Faulheit und der Kontaktlosigkeit zu frönen, bis ihm ein Freund die junge Anna vorstellt. 
Kultsatire über die Kunst des Müßiggangs. 

Vorab Kurzfilm
WOHNHAFT • D 2001/2004 • 8,31 Min. • R.: Bernhard Marsch + Werner Enke • 
Der Film dokumentiert Bernhard Marschs ehemalige Wohnung, in der er 18 Jahre lange gewohnt hat. Seine aus den
Fugen geratene, voll gestopfte Bude wird Schauplatz einer Unterhaltung zwischen den beiden Regisseuren, die sich des Themas Wohnen und Räume annehmen.


Mi. 27.08. / 21.30 Uhr
im Rahmen des Filmhaus Open Air
MUDHONEY - IM GARTEN DER LUST
USA 1964, 35mm, Regie: Russ Meyer
Deutsche Fassung

Gier, Alkoholismus, Gewalt, religiöser Wahn, unkontrollierbare Leidenschaft, Lustmord, Wahnsinn und
Lynchjustiz – Russ Meyer, König des Sexfilms, drehte mit MUDHONEY ein abgründiges Meisterwerk.
In den Jahren der großen Depression, Anfang der 30er-Jahre, findet ein Ex-Häftling Arbeit auf einer abgelegenen Farm. 
Er wird aber, weil die Besitzerin der Farm Gefallen an ihm findet, vom Sadisten Sidney ständig gequält. Nachdem Sidneys Intrigenspiel fehlschlägt, dreht dieser völlig durch... 
»MUDHONEY, das war reine Poesie, diese Sinnlichkeit schon im Titel, und der Film war dann überraschend schön und von einer verzaubernden Naivität – alles andere als ein sinnloses Sex-Spektakel. Nein, MUDHONEY war ein saftiges Stück Americana, gut abgehangen, mit einem eifernden Prediger, naiven Jünglingen, prallen Blondinen.« Fritz Göttler
 
 



 
 
 
Programm Juli 2008

Mi. 09.07.  21.30 Uhr
DIE NACKTE UND DER SATAN

s/w. Deutschland 1959. Regie: Victor Trivas. 96 Min. 35mm / DF.

Eine verkrüppelte Krankenschwester erhält operativ den makellosen Körper einer Bartänzerin aufmontiert, die ein krankhafter 
Forscher zu eben diesem Zwecke geköpft hat. Wiederbelebte Hundeköpfe, enthauptete Stripperinnen, ein wild grimmassierender
Horst Frank und unheilsschwangere OP-Sequenzen im ersten deutschen Horrorfilm der Nackriegszeit!



Mi. 23.07.  21.30 Uhr 
im Rahmen des Filmhaus Open Air 

DER GEWISSE KNIFF
OT: THE KNACK...AND HOW TO GET IT

UK 1964, deutsche Fassung, Regie: Richard Lester, Musik: John Barry

Gelungenes Porträt des "Swinging London" der 60er Jahre und temporeiche Parodie auf das Leben in der modernen Großstadt. "Beatles"-Regisseur Richard Lester verbindet in seinem Kinodebüt amerikanischen Slapstick, französische Nouvelle Vague und Themen der Popkultur zu einer einzigartigen Avantgarde-Komödie.
 
 



 
 
Programm Juni 2008

Mi. 11 06.  21.30 Uhr
THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR

OT: 1990 - I Cavalieri del Bronx
Italien 1982
Regie: Enzo G. Castellari
Darsteller: Vic Morrow, Fred Williamson, u.a.
35mm / DF

Die Bronx, eine höllische Steinwüste mitten in New York. 
Hier regiert das Gesetz der Strasse. 
Die Banden der Riffs, Scavengers und Tigers kontrollieren das Stadtgebiet. 
Die Polizei ist machtlos und hat das gesamte Viertel zum Sperrgebiet erklärt. 
Ann, die Tochter des Präsidenten der Manhattan Cooperation, hat das Leben in der High Society satt und sucht Unterschlupf bei Trash, dem Anführer der Riffs. 
Schließlich kommt es zwischen den Gangs zum Krieg um das Mädchen. 
Das New Yorker Police-Department hat zudem seinen besten Mann, Hammer, entsandt, um Anne aus der Bronx zurückzuholen...
"Zukunftsbild vom New Yorker Stadtteil Bronx als Lebens- und Kampfraum rivalisierender Banden. Ein sehr brutaler Film, der bedingungslose Hingabe an das absolut Böse als denkbar beste Möglichkeit zur menschlichen Lebenserfüllung ausgibt." (filmdienst)
 


Mi. 25.06.2008 
"We are going to eat you up"-Zombie-Double-Feature
* THE BEYOND
* ASPHALTKANNIBALEN

THE BEYOND 
OT: E Tu Vivrai Nel Terrore...L'Aldila
I 1980. R: Lucio Fulci. 88 Min. 35mm / DF.
Die Renovierungsarbeiten, die Lisa und ihr Freund an einem alten Hotel im Süden der USA vornehmen, lassen sie ein Tor zur Hölle entdecken. Von dort entsteigen lebende Tote, um die Kleinstadt zu terrorisieren. Mit Hilfe einer blinden Freundin und einem Arzt 
stellt sich Lisa dem Schrecken entgegen.
Bewußt läßt Fulci schon recht früh eine klassische Narration fallen und setzt an dessen Stelle ein Delirium an kunstvoll komponierten Bildern (bei Kameramann Sergio Salvati ist auch nichts anderes zu erwarten), eine wabernde Geräuschkulisse, bei der bereits die kleinste Handbewegung ein wahres Donnern und Krachen auslöst, und eine gekonnte Mischung aus graphischen Spezialeffekten und atmosphärischen Schocks. Ein lohnender Tausch: Der resultierende Film ist nicht nur der überragende Gewinner um die Dornenkrone des italienischen Zombiefilms, sondern zugleich auch einer der wegweisendsten modernen Horrorfilme überhaupt von wahrhaft 
surrealer Sprengkraft. Wenn in der letzten Szene des Films etwa die beiden Hauptprotagonisten in das Jenseits gelangen und sie 
sich im wahrsten Sinne in der Hölle auf Erden gefangen sehen, dürfte auch dem hartgesottensten Zuschauer ein kalter Schauer
den Rücken hinunterlaufen.
"Ein dilletantisches Produkt, das seine blutrünstigen Horroreffekte bis zur Lächerlichkeit strapaziert." film-dienst

ASPHALTKANNIBALEN 
OT: Apocalypse Domani. I 1979. R: Antonio Margheriti. 89 Min. 35mm / DF.
Zum Ende des Vietnamkrieges haben sich einige GIs mit einem Virus infiziert, das einen zum Kannibalen werden läßt. Zurück in der Heimat bricht die Krankheit erst richtig aus. Antonio Marghertitis spannende Zombie-Vietnam-Mixtur ist sicherlich einer seiner besten Regiearbeiten: ASPHALTKANNIBALEN ist ein ebenso ungewöhnlicher wie unterhaltsamer Comic-Strip-Splatterfilm. Einer der 
rauhbeinigen und durch besonders asoziales Verhalten glänzenden Soldaten heißt übrigens nicht nur "Charles Bukowski" (!), 
sondern wird zudem von Klaus Löwitsch synchronisiert (!!) – das ist natürlich ein Glücksfall.
"Kruder Zombie-Verschnitt mit unlogischer Handlungsführung, der das amerikanische Vietnam-Trauma für spekulative Brutalitäten mißbraucht." film-dienst



 
 
 
Programm Mai 2008

Di. 13.05.   21.30 Uhr
BRING MIR DEN KOPF VON ALFREDO GARCIA

OT: Bring Me The Head of Alfredo Garcia
USA 1974
Regie: Sam Peckinpah
D: Warren Oates u.a.
35 mm. Deutsche Fassung.

Alfredo Garcia hat vergeigt: Nachdem er die noch jugendliche Tochter eines mexikanischen Großgrundbesitzers geschwängert hat, setzt dieser ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Daraufhin macht sich jeder, der eine Waffe halten kann, auf den Weg zum Schlachtfest. Was keiner weiß: Alfredo Garcia weilt gar nicht mehr unter den Lebenden; ein Unfall hat ihn hinweggerafft. Doch die Welle der Gewalt ist längst nicht mehr aufzuhalten.
Mit dem für den Regisseur schon typischen Brutalo-Realismus zeigt Peckinpah die Mechanismen ausartender Gewalt. 
 



Mi. 28.05.   21.30 Uhr
EL TOPO

Mexiko 1969. 
Regie: Alexandro Jodorowsky. 
125 Min. DF.

Alpträume von Horror, Gewalt und Perversionen des chilenischen Surrealisten Jodorowsky in einer blutig eingefärbten Wildwest-Szenerie.
"EL TOPO is a film you can never forget. It dazzles the eye, boggles the mind, and strangely and strongly affects the emotions. It is outrageous, pretentious, and brilliant. Some critics considered it the vilest, stupidest, goriest, sickest movie ever made. Others felt it was a cinematic masterpiece, a testament to one man's genius, a road map to the soul." Midnight Movies
 
 
Programm April 2008

Mi. 09.04.  21.30 Uhr
DEATH RACE 2000

OT: Frankensteins Todesrennen
USA 1975. 
Regie: Paul Bartel. 
84 Min. / 35mm / OF.
Darsteller: John Carradine, Sylvester Stallone u.a.

In der Zukunft gibt es nur noch ein wichtiges Sportereignis: Ein mörderisches Rennen quer durch die USA, bei dem der Fahrer gewinnt, der die meisten Fußgänger überfährt. Die beiden Favoriten sind der mysteriöse Frankenstein und sein größter Widersacher, der impulsive Machine Gun Joe Viterbo. Während das Rennen die ersten Opfer fordert, formiert sich eine Widerstands-Gruppe gegen die blutige Veranstaltung. DEATH RACE 2000 ist einer der Exploitation-Klassiker aus der Roger-Corman-Schmiede, die es vorbildlich verstanden haben, mangelndes Budget durch konsequent umgesetzte Ideen auszugleichen. Beste Unterhaltung der alten Schule.
 


Mi. 23.04.  21.30 Uhr
PINK FLAMINGOS
USA 1972. 
Regie: John Waters. 
D: Divine, Mink Stole, David Lochary u.a.
93 Min. / 35mm / OF.

John Waters PINK FLAMINGOS ist zweifelsohne einer der berüchtigsten Filme überhaupt. Der Filmkritiker Libritschek schreibt: »PINK FLAMINGOS includes graphic depictions of cannibalism, rape, masturbation, incest, murder, sodomy, voyeurism, fellatio, castration, bestiality, defecation, toe fetishism, exhibitionism, a hermaphrodite, a chicken fucker, an egg sucker, a singing asshole and at the end Divine eats a fresh pile of steamy dog shit. It is a comedy, one of the funniest and grossest movies ever made.«
 
 



 
 
 
Programm März 2008

Samstag, 15. März
'something weird cinema' & 'Traumathek' präsentieren:
Swinging BRD-Double-Feature
Mit WILDER REITER GMBH (19h) 
und  ICH – EIN GROUPIE (21h)
ab 23h: 14-Jahre-Traumathek-Geburtstagsparty mit DJ Soulrabbi

14 Jahre 'TRAUMATHEK' in Köln!
Anläßlich des 14ten Geburtstag der 'Traumathek' – der größten Videothek für Filmkunst und Originalfassungen in NRW –widmet sich 'something weird cinema' dem Jungen Deutschen Film der späten 60er: Flower, Power, durchgeknallte Drehbücher. Zusammen mit unserer Lieblingsvideothek haben wir zwei rare Juwelen des Popkinos ausgewählt: Das fette Swinging BRD-Double-Feature am Samstagabend, das durch den anschließenden Gig des DJ-Großmeisters Soulrabbi zum abendfüllenden Party-Ereignis wird!

WILDER REITER GMBH
s/w. D 1966. Regie: Franz-Josef Spieker. 104 Min. 35mm / DF.
Durch Zufall läßt sich ein Zeitungsvoluntär für den Job als Publicitiymanager des selbsterklärten Popstars Kim verpflichten. Selbiger bringt zwar kaum einen artikulierten Laut aus seiner Kehle hervor, weiß dieses Manko jedoch durch rücksichtslose Promotionstunts auszugleichen. So werden schon mal Nonnen in ein nahegelegenes Moor gejagt, um danach pressewirksam vom „Wilden Reiter“ gerettet zu werden. Nach und nach beginnt Kim allerdings, auch seine Angestellten zu mißhandeln...WILDER REITER GMBH stellte einen der ersten großen Publikumserfolge des Jungen Deutschen Film dar – und dies mit gutem Grund. Bei Franz Josef Spiekers Ausnahmekomödie handelt es sich nämlich unbestreitbar um die mit Abstand bissigste Satire auf die bundesdeutsche Nachkriegskultur, welche man in diesem Lande bis dato bestaunen konnte. 

ICH – EIN GROUPIE
D 1970. Regie: Erwin C. Dietrich. 103 Min. 35mm / DF.
Um einem Rocksänger nachzujagen und sich allgemein ein heißes Leben zu leisten, stürzt sich ein Londoner Groupie – gespielt von einer hinreißenden Ingrid Steeger – kopfüber in eine bewußtseinserweiternde Reise durch die europäische Subkultur der Endsechziger. Sie schmuggelt Hasch in hautengen „Stretch-O-Lastic-Pants“ über die holländische Grenze, gibt sich langhaarigen Gitarrenzotteln hin, brettert nackt auf Hell's Angels-Satteln durch die Züricher Innenstadt und wohnt sogar einer schwarzen Messe des Berliner Diskokönigs Rolf Eden bei. Daß das nicht lange gut geht, läßt schon der Alternativtitel DAS MÄDCHEN MIT DEM EINWEGTICKET vermuten...Obwohl ICH – EIN GROUPIE zu seiner Entstehungszeit in erster Linie als Sexfilm konzipiert wurde, sieht man dem Film aus heutiger Sicht seine Ausgangsbestimmung kaum noch an. Stattdessen inszeniert ICH – EIN GROUPIE ein archetypisches Bild der Jugendkultur der Endsechziger, indem er seine Hauptdarstellerin auf eine psychedelische Odyssee durch sämtliche Stereotypen der damals noch neu erscheinenden Jugendbewegungen schickt, was den Film zu einem raren Beispiel für den heimatlichen Beatfilm stilisiert. Selten erfaßte jedoch ein Film dieses Bereichs so einfühlsam das Lebensgefühl dieser Periode, wodurch zugleich eine Stellung als unvergleichliches Zeitdokument erreicht wird.



 

Mi. 26.03. 21.30 Uhr
NACKT UNTER LEDER
OT: The Girl on a Motorcycle. 

GB/F 1967. 
Regie: Jack Cardiff. 
D: Alain Delon, Marianne Faithfull u.a. 
91 Min. / 35mm / DF.

Mit Mick Jaggers damaliger Freundin Marianne Faithfull und Alain Delon in den Hauptrollen sorgt der gewagte Mix aus Leder-Fetischismus, Easy-Rider-Romantik und Softest Porno für einen beträchtlichen Kultfaktor.
Diese europäische EASY RIDER-Variante mit einer attraktiven Hauptdarstellerin sollten Fans des psychedelischen Sixties-Kinos nicht verpassen.



 
 
Programm Februar 2008

Mi. 13.02.  21.30 Uhr
STRAIT-JACKET
s/w. USA 1964. 
Regie: William Castle. 
89 Min. / 16mm / OF.

Hollywod Bizarre: Joan Crawford – in STRAIT-JACKET ist sie eine monstress, passioniert und bemitleidenswert. 
Crawfords Darstellung ist Parodie auf ihr eigenes Image, auf ihre Manierismen, sie handelt von der Groteske des Alterns. Sie spielt eine Axtmörderin, die nach 20 Jahren aus der Klapse entlassen wird. Bald geschehen wieder grausame Morde. Morde, mit einer Axt begangen. Dass die Zeit heilt, ist eine Lüge. Die Zeit ist grausam.
 



 

Mi. 27.02.  21.30 Uhr
BLUTIGER FREITAG
D 1972. 
Regie: Rolf Olsen.
97 Min. / 35mm / DF.

Raimund "Kartoffel" Harmstorf spielt, nein ist der Proll-Gangster Heinz Klett, der mit seiner Bande eine Münchener Bank ausraubt. 
Der rasante Erzählstil von Regisseur Olsen und die dynamische Kameraarbeit, die gewaltgeladenen Bilder und Kletts aufpeitschende 
Haßtiraden gegen Staat und Polizei erheben BLUTIGER FREITAG zum  konkurrenzlos besten deutschen Gangsterfilm. "Wer mit dem 
Brecheisen reich werden will, darf keine Mimose sein!"
 
 
Programm Januar 2008

Mi. 23.01.  21.30 Uhr
REPO MAN
USA 1984 • 92 Min. • OmU 
Regie.: Alex Cox 
D.: Emilio Estevez, Harry Dean Stanton • 

Punk-Komödie um einen Loser, der im Auftrag einer Finanzierungsgesellschaft die Autos säumiger Ratenzahler wieder in Besitz nimmt. 
Repo Man wurde durch die Musik von Iggy Pop, den düsteren New Wave Look und durch seine Punk-Attitüde zu einem Pop-Mythos der 80er Jahre.