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Do. 22.11.
Einlass 19 Uhr
Beginn 20 Uhr
Vvk 20 € (+ Gebühren)
Ticket kaufen (kölnticket)                                            
Viva la Bavaria. Nicht bei »dicht&ergreifend«. Die beiden Wahlberliner Rapper Lef Dutti und George Urkwell bringen astreine Dialektik im Dialekt. Und am 2. März 2018 ihr 2. Album "Ghetto mi nix o" heraus. Auch astrein: fast die Hälfte der Konzerte ist bereits ausverkauft!
Die Schlagzahl, mit der »dicht&ergreifend«, die in Niederbayern geborenen Wahlberliner Rapper George Urkwell und Lef Dutti, losgelegt haben ist höher als bei einer hitzigen Bierzeltschlägerei. Alles startete 2014 mit dem innerhalb kürzester Zeit zum YouTube-Hit mutierten Video »Zipfeschwinga«. Schnell folgte das erste Album, das Platz 4 der Deutschen Hip Hop-Charts enterte und die »Dichtis» spielten ausverkaufte Konzerte in vielen  Hallen  und  auf  zahlreichen  Festivals.  Ihre  Mundart-Reime  verbreiteten  sich  schneller  als  die bundesweite Ablehnung gegenüber der Kraftmeierei bayerischer Ministerpräsidenten.
Jetzt ist die Zeit reif für das zweite Album. Auf »Ghetto mi nix o«  findet sich wieder eine grobschlächtigfeinfühlig angerührte Mischung aus zynischem Galgenhumor (»Schau Her Do« feat. Skero), doppelbödigem Hauptschui-Studentenrap (»Nein to Five«) sowie die Benennung aktueller Missstände (»Ned Dahoam«). Es werden augenzwinkernde Schelmengeschichten fabuliert (»Bierfahrerbeifahrer«), archetypische Charaktere beschrieben (»I frieß so gern«) oder die geografische Heimat lyrisch durchwandert, wobei in aller derben Direktheit immer wieder hintersinnige Erkenntnisse gewonnen werden.

Die »Dichtis« zeigen sich in dieser Beziehung variantenreich und torkeln konsequent voran auf dem von ihnen selbst proklamierten Weg zwischen Tradition  und Wahnsinn. Auf der neuen Scheibe finden sich UptempoTracks im knallenden Clubgewand mit tanzbodenbefeuernden Balkantrompeten ebenso wie Soulsamples aus der Flohmarkplattenkiste. Dazu aber auch entspannte Nummern mit schleppenden Beats, die gemächlich in die  Gehörgang  wandern,  untermalt  von  einem  beiläufig  klimpernden  Hotellounge-Piano  und  großvatrig schnaufender  Tuba.  Voller  Experimentierfreude  wurden  außerdem  von  Tischtennis-  über  psychedelische Panflöten-Samples bis hin zum Kinderchor alles eingebaut, was zu diesem ganz eigenen »dicht&ergreifendSound« führt, der klingt, als hätte man das Kalbsbrät für die Weißwürste in LSD getränkt.
Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der kann das auf der nun anstehenden »Ghetto mi nix o«-Tour tun.  Aber  Vorsicht!  Die brachial-orchestralen  Bläserarrangements  für  blutdurstige  Wikingerhorden,  sowie punchende Boombap-Tunes für scharfsinnige Langzeitkiffer verlangen nach einem Stiernacken wie dem von Kollegah und einem Sprunggelenk wie Kobe Bryants.

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dicht & ergreifend