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Fr. 22.11.
Einlass 19 Uhr
Beginn 20 Uhr
Vvk 15 € (+ Gebühren)

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SPARKLING
Die Information
Es ist Mitte der Zehner Jahre. In London bewohnen drei Typen ein einziges Zimmer, es kostet 800 Pfund. 800 Pfund, das
bedeutete vor dem ganzen Brexit-Hustle noch über 1000 Euro. Quadratmeter bekommen sie dafür... zwölf. Puh!
Die Story von Sparkling beginntdabei aber eigentlich ganz woanders. Irgendwo in Köln nämlich. Schon früh machen die
Brüder Leon und Levin Krasel zusammen Musik, später kommt Luca Schüten am Bass hinzu. Nach der Schulzeit bleibt der Fade-Out aus, im Gegenteil, die Sache wird immer wichtiger. Bald kommt es zu größeren Auftritten in der eigenen Stadt, Cologne Music Week, c/o pop und ähnliches liegen dem Trio zu Füßen. Ihre hochkonzentrierte Mischung aus hypnotischen Beats
und vielschichtigem Pop-Songwriting überragt das gefällige Mittelfeld okayer Jungsbands aus der Nachbarschaft deutlich.
Elektrifizierter Post-Punk mit Gitarre zwischen atemlos und elegant, aber vor allem eben ziemlicher Leuchtturm-Style.
Wer solche Songs spielt,den hört und sieht man weit. Das mag zumindest ein wenig erklären, wie der nächste Schritt zustande kommt – ein Schritt, auf den die allermeisten hiesigen Bands ewig warten. Sparkling wollen über die eigene Szene, über Köln hinaus – und was liegt da näher als... London? Nun, verdammt noch mal einiges, möchte man meinen. Aber Sparkling sehen das anders.
Fast schon entschuldigendräumen sie ein, dass Köln von Berlin quasi weiter weg läge als eben London oder Paris. Sparkling organisieren sich jedenfalls 2014 rund um eine Englandreise einen Gig in der Pop-Hauptstadt. Für ein paar coole
Ansichtskarten hätte das sicher schon gereicht. Vor Ort allerdings kommt alles anders.
Lokale Promoter sind bei dem Konzert anwesend, Sparkling faszinieren auch sie, aus dem einen Gig werden in den nächsten Tagen ein Dutzend. Der zweiwöchige Ausflugstrip nach England gerät für die Band zum Anfang einer bis heute andauernden Reise.
Auftritte in Paris,überhaupt in Frankreich ergeben sich ebenfalls über Mundpropaganda. Das befeuert die Band, nun auch
französische Passagen in ihren Songs aufblitzen zu lassen. Das bilinguale Flimmern zwischen deutsch und englisch öffnet sich weiter. Sparkling sind kein Produkt einer regionalen Szene. Das hier ist die bestechende Blaupause einer tatsächlich europäischen Band. Für den Moment einer Platte, eines Konzerts mal erleben dürfen, was ein offenes Europa einfach für eine fantastische Idee ist.
Das alles kann man jetzt endlich auf Albumlänge hören. Bis dato existiert bereits eine mit Moses Schneider produzierte
EP, Songs, Clips, aber 2019 wird’s richtig ernst. Das DebütAlbum einer über Jahre gereiften, unheimlich tighten Band
steht an. Zur Hälfte produziert in Düsseldorf, zur Hälfte in London zusammen mit Andy Ramsay von Stereolab.
„I Want To See Everything“... wie entwaffnend unironisch dieser Slogan und das gleichnamige Eingangsstück sind.
Sparkling interessieren sich nicht für die coole Pose, sie wollen mit diesem energetischen Pop einfach raus in die Welt.
Das Album macht es ihnen dabei leicht, denn es spricht eine Universal-Sprache in Pop, die weit über das angebotene
Deutsch, Englisch, Französisch der Lyrics hinausgeht. In Stücken wie beispielsweise „Alive“, „Champagne“, „The Same
Again“ gibt es so viel zu entdecken, so viel auszukundschaften - aber trotzdem fühlt man sich schon beim ersten Hören
heimisch darin. Das ist verdammt selten, meist ist es ja doch Entweder/Oder.
Feststeht in jedem Fall,dass ihr Sound die globale Verheißung von Pop so gut einlöst, wie es schon lange kein Act mehr getan hat - und schon gar keiner aus Deutschland. Wer beim Musikhören auf Schweiß und Euphorie aus ist, findet
hier endlich wieder einen Ort, an dem beides in Strömen fließt.Das Album fühlt sich so verdammt richtig an, kann es nur
empfehlen.
Text: Linus Volkmann

Artist Page
Sparkling
special guest: Wyoming